17. Oktober 2017


Enttäuschung bei der KuSG Leimen

 

(soz) Leimen vergibt Chance auf Unentschieden gegen BSC Mückenloch

 

Abends, weit nach dem Drama, saßen sie noch zusammen beim Griechen. Der Wirt des „Dioni“ in der Nähe des Leimener Marktplatzes musste nach dem Essen auch noch ein paar Ouzos servieren, der Frust wird danach etwas leichter bewältigt. Trainer Klaus Fabig tröstete nach dem 24:25 der KuSG Leimen beim BSC Mückenloch in der Frauen-Verbandsliga vor allem Katharina Koch, die mit dem Schlusspfiff noch einen Siebenmeter verwarf und somit den Ausgleich vergab. Ein unglückliches Ende, speziell auch für die junge Handballerin: Sie spielte vorher groß auf und erzielte sechs Treffer.

 

Überhaupt war die Niederlage aus Leimener Sicht mehr als ärgerlich: Lange bestimmte der Vize-Meister das Geschehen, führte zur Pause 9:13. „In der zweiten Halbzeit hat sich Mückenloch über Emotionen zurückgekämpft“, sagt Fabig, „irgendwann waren wir auch platt.“

 

 

Dazu muss man wissen: Leimen befindet sich in einer Umbruchphase, einige Spielerinnen sind für mehrere Monate im Ausland, der Kader ist daher klein. Trotzdem geht Fabig mit einem hohen Ziel in die Runde: „Ich möchte die Saison als beste Mannschaft aus dem Heidelberger Raum abschließen.“ Will heißen: Malsch, Dielheim, Walldorf und eben Mückenloch möchte er hinter sich lassen. Fabig setzt dabei auf die Zeit: Anfang 2018 kehren einige wichtige Spielerinnen von ihren Auslandsreisen zurück und stehen dem zweimaligen Vize-Meister wieder zur Verfügung.

 

 

In Mückenloch waren sie nach dem großen Kampf mächtig stolz. „Natürlich ist der Sieg glücklich“, weiß auch Trainer Wolfgang Hell, „aber wir haben das in der zweiten Hälfte richtig gut gemacht.“ Vor allem auf Tina Werner war Verlass: Trotz Manndeckung erzielte sie neun Tore. „Sie hat sich an den Kreis fallen lassen und ist dann immer wieder clever herausgekommen, um ihre Stärke, das Eins-gegen-Eins, auszuspielen“, lobt Hell.

 

Den erstmaligen Ausgleich in der zweiten Hälfte zum 16:16 (40.) erzielte aber Larissa Hauswirth. Beim 23:21 (51.) war Mückenloch plötzlich zwei Tore vorne, doch Leimen kämpfte sich zurück – 24:24 (55.). Der Rest ist bekannt.

 

 

Und der Mückenlocher Start in die Saison mit 5:3 Punkten und Platz vier geglückt. Auch der BSC hat sich gehobene Ziele gesetzt. „Wir wollten eigentlich unter die besten Drei“, meint Hell, „aber leider haben sich Jana Bechtel und Vanessa Zimmermann die Kreuzbänder im Knie gerissen und fallen lange aus. Deshalb ist ein Platz unter ersten Fünf das Ziel.“