Spannende Trainerfortbildungen

Heidelberg. (bz) Das erste Halbjahr 2020 bietet vier Fortbildungen für Handballtrainer/innen im Heidelberger Kreis. Unter der Leitung von Klaus Feldmann steht am Samstag, den 25. Januar, die erste Fortbildung unter dem Titel “Individuelle Abwehrschulung” auf dem Programm. Beginn ist um 10 Uhr in der Nußlocher Olympiahalle.

 

Am 23. Mai kommt Feldmann erneut nach Nußloch zur Fortbildung “Abwehrsysteme”. Die beiden anderen Lehrgänge leitet Frank Denne am 15. Februar (Torwarttraining) in Nußloch sowie am 14. März in der Heidelberger Sporthalle IGH (Abwehrkooperation vom Helfen bis zum Übergeben/Übernehmen).

 

Die Veranstaltungen sind selbstverständlich offen für alle Interessenten aus dem Verbandsgebiet des BHV. Die Anmeldung ist ausschließlich über folgenden Internetlink möglich: https://www.badischer-hv.de/bildung/termine/termine-fortbildungen. Dort sind auch weitere Informationen hinterlegt.


Bezirksjugendtag in Hirschberg

 

Hirschberg. (bz) Erstmals fand ein Bezirksjugendtag im Handball statt, zu dem 68 von 80 Vereinen aus den Kreisen Heidelberg, Mannheim sowie Neckar-Odenwald-Tauber zusammengekommen sind. In Hirschberg eröffnete und führte Sebastian Krieger, der Vizepräsident Jugend des Badischen Handballverbands durch die Veranstaltung.

 

„Man hat natürlich gemerkt, dass alles neu und ungewohnt ist“, sagte Jürgen Brachmann der Vorsitzende des Heidelberger Handballkreises, der im Rahmen des Bezirksjugendtags die neue Struktur des Bezirks Rhein-Neckar-Tauber detailliert vorstellte.

 

Bei der Veranstaltung wurden einige Posten wie die Stellvertreter Jugend (Klaus Fabig), Stellvertreter Schule (Karina Mayer), Stellvertreter Mitgliederentwicklung (Nico Gutperle) und Waldemar Hermann als Bezirksreferent Nachwuchshandball besetzt. Einzelne Ämter sind allerdings noch offen. „Es gibt einige Aufgaben zu bewältigen“, nehmen Fabig und seine Mitstreiter die weitere Arbeit auf.


Vorschau vom 20.2.2020:

Großer Druck für Bammental

 

Handball: Landesliga-Männer müssen gegen Eppelheim II gewinnen, sonst droht der Kontakt abzureißen

 

Heidelberg. (bz) Lediglich zwei Partien mit Heidelberger Beteiligung finden am Faschingswochenende in den Handball-Ligen statt. Eine davon ist das Duell in der Männer-Landesliga zwischen dem TV Bammental und dem TV Eppelheim II.

 

Es ist gleichzeitig eine richtungsweisende Begegnung, schließlich könnte sich die Verbandsliga-Reserve aus Eppelheim mit einem Erfolg beinahe schon entscheidend vom Schlusslicht aus Bammental absetzen. Gleichzeitig besteht für den TVB die Chance, mit zwei Punkten zum Vorletzten SV Waldhof Mannheim aufzuschließen und bis auf zwei Zähler an Eppelheim heranzurücken. Welcher Fall am Ende antritt, ist am Samstag ab 17.30 Uhr in der Bammentaler Elsenzhalle zu beobachten.

 

Landesliga Männer, Samstag, 17.30 Uhr: TV Bammental – TV Eppelheim II.

 

Dritter gegen Vierter heißt es in der Kreisliga 1 am Sonntagabend um 18 Uhr. Dann empfängt die KuSG Leimen den PSV Knights Heidelberg. Für beide geht es noch um die Vizemeisterschaft, die unter Umständen zum Aufstieg reichen könnte. Dann nämlich, wenn der Zweitplatzierte der Landesliga Nord – derzeit der TV Mosbach – den Aufstieg in die Verbandsliga schaffen sollte. Tritt dieser Fall ein, würde der Sieger der Relegationsrunde zwischen den Zweitplatzierten Kreisligisten aus Heidelberg und Mannheim ebenfalls aufsteigen.

 

Kreisliga 1 Männer, Sonntag, 18 Uhr: KuSG Leimen – PSV Knights HD.


Rückblick vom 15./16.2.2020:

Knapp an der Sensation vorbei

Handball: Badenliga-Frauen der TSG Wiesloch haben die HSG Mannheim am Rand der Niederlage – Am Ende reicht es aber nicht ganz

Heidelberg. (bz) Frank Gerbershagen litt mit seiner Mannschaft im Anschluss an die knappe 25:28-Niederlage beim Tabellenführer der Frauen-Badenliga, der HSG Mannheim. „Es tut weh, die Mädels nach solch einem Kampf mit hängenden Köpfen in der Kabine sitzen zu sehen“, sagte der Trainer der TSG Wiesloch.

„Wir haben alles versucht, wenn du aber die Torchancen nicht verwertest, vier Siebenmeter nicht im Tor unterbringst und in gewissen Situationen einfach die falschen Entscheidungen triffst, dann summiert sich dies am Ende und du stehst mit leeren Händen da“, erklärte Gerbershagen die Niederlage. Keinerlei Einwände hatte er bezüglich der kämpferischen Leistung, „mein Team hat einen tollen Charakter und wird diese Enttäuschung wegstecken.“

Bis in die Schlussminuten hinein schnupperten die Wieslocherinnen an der Sensation. Mehrere Male hatten sie in der zweiten Halbzeit die Chance auszugleichen, mussten aber just in diesen Momenten einen Zwei-Tore-Rückstand hinnehmen. Dank viel Mut und einer offenen Deckung verkürzten Hanna Lies und Johanna Suater auf 25:27, doch Mannheims Carla Wiegand gelang im Anschluss der 25:28-Endstand. Eine Niederlage, die dennoch Hoffnung für den restlichen Saisonverlauf macht und es wartet sogar ein Wiedersehen mit der HSG am letzten Spieltag. „Vielleicht spielen wir dann ja das Zünglein an der Waage im Meisterschaftskampf“, gibt sich Gerbershagen zuversichtlich.

Nach rund einer Viertelstunde Anlaufzeit nahm die SG Nußloch das Heft in die Hand und schoss den TV Viktoria Dielheim beim 37:17-Sieg regelrecht aus der Olympiahalle. Der Startschuss zum klaren Heimsieg sollte Felicia Arnolds Treffer zum 10:9 sein (14. Spielminute). Von da an kassierten die Schützlinge von Marcus Gutsche nur noch acht Gegentore und trafen im Angriff nach Belieben. Ganze elf Mal netzte dabei Marie Joerg ein.

Zunächst bestätigten beide Teams den Eindruck der letzten Woche. Der TSV Handschuhsheim, Kellerkind der Männer-Verbandsliga, legte couragiert los beim Spitzenreiter TV Eppelheim, der vergangene Woche verloren hatte. Erst nach dem 12:14-Rückstand zur Pause besann sich der TVE auf seine Stärken und sicherte sich den 26:22-Heimsieg dank einer klaren Leitungssteigerung in Halbzeit zwei. „Diese Leidenschaft wünsche ich mir eigentlich von Anfang an“, so Eppelheims Co-Trainer Sebastian Dürr, „da kann sich so mancher Angriff die Zähne ausbeißen.“

Aufgrund der 20:27-Niederlage bei der HSG Dittigheim/Tauberbischofsheim muss sich die TSG Dossenheim von den letzten zarten Aufstiegshoffnungen verabschieden. Ungefährdet und mit zwölf verschiedenen Torschützen versehen fuhr der TSV Wieblingen einen 33:26-Erfolg beim TV Ispringen ein.

Einen ordentlichen Auftritt legten die Landesliga-Männer des TV Bammental beim TSV Birkenau II hin, mussten sich aber dennoch mit 27:32 (17:18) geschlagen geben. Einmal mehr gaben Kleinigkeiten den Ausschlag dafür. Lukas Neuhäuser traf zehn Mal für den TVB.

In der ersten Hälfte stotterte der Motor des TSV Malschenberg noch ein wenig, ehe der Tabellenfünfte der gastgebenden HG Königshofen/Sachsenflur schnell den Zahn zog. Über das 15:12 zur Pause bauten die „Büffl“ ihren Vorsprung schnell und uneinholbar aus. Am Ende stand ein 33:19-Erfolg zu Buche.

Während die SG Nußloch momentan eine schwierige Zeit durchmacht, läuft es sportlich neben den Frauen in Badenliga auch für die 2. Mannschaft der Männer in der 1. Kreisliga hervorragend. Am Samstag schlug die Schmiedel-Sieben den TSV Wieblingen II mit 32:21 (13:10). Dabei musste sich die SG bis in die zweite Hälfte hinein gedulden, ehe sie Stück für Stück davonzog. Christian Buse war mit zehn Treffern der überragende Akteur, aber auch Wieblingens Daniel Ulrich (9) wusste sich gleich mehrfach in Mittelpunkt zu spielen.

Den erwartet klaren Auswärtssieg hat der TV Viktoria Dielheim beim Schlusslicht SC Wilhelmsfeld eingefahren. 42:28 hieß es nach 60 Minuten für die Gäste, die Mitte der ersten Hälfte ihre liebe Not mit dem SC hatten. Zwischen Minute acht und neunzehn gelang Wilhelmsfeld ein beachtlicher 7:0-Lauf. Unterm Strich hatte der Tabellenletzte aber nicht die Mittel, um ernsthaft auf einen Punktgewinn hoffen zu dürfen. Einen verdienten, aber glanzlosen 29:27-Sieg tütete der TSV Rot II gegen die Zweitvertretung der TSG Wiesloch ein. Dabei lag der TSV fast durchgängig in Führung.

Ein hartes Stück Arbeit musst die KuSG Leimen verrichten, um beide Punkte aus Steinsfurt zu entführen. „Wir haben uns aus dem Konzept bringen lassen und lagen zur Halbzeit verdient zurück“, sagte Leimens Co-Trainer Lars Ruhnau zum 15:17-Zwischenstand, ehe die KuSG das Ergebnis in den 33:30-Endstand drehte, „da haben wir wieder unsere Stärken gezeigt.“

Das Meisterrennen in der 1. Bezirksliga Frauen ist mehr oder weniger entschieden. Der TSV Rot II hat das Spitzenspiel gegen die TSG Wiesloch II mit 26:18 (11:10) gewonnen und kann auf dem Weg zum Titel wohl nur noch vom TSV Handschuhsheim, der drei Minuspunkte mehr hat, in Bedrängnis gebracht werden. Im Abstiegskampf durfte sich der TSV Wieblingen über einen 29:19-Sieg gegen die SG Schwarzbachtal freuen. Dieser war nicht zwingend zu erwarten und daher umso erfreulicher für die Frauen aus dem Heidelberger Westen. Jessica Frohnert (7) und Tanja Fischer (6) trafen am häufigsten.

 

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Wiesloch ohne Probleme

Handball-Badenliga Männer: Nichts zu holen für die HSG St.Leon/Reilingen im Derby

Reilingen. (bz) Die Befürchtungen der HSG St.Leon/Reilingen haben sich bewahrheitet. Aufgrund unzähliger personeller Ausfälle ging der Handball-Badenligist schwer gebeutelt in das Derby mit der TSG Wiesloch und hatte beim 21:29 (10:17) nichts zu bestellen.

„Zudem kamen wir zu Beginn überhaupt nicht rein, Wiesloch konnte schnell und leicht vorlegen“, haderte St.Leon/Reilingens Sportlicher Leiter Daniel Brenzinger mit der verschlafenen Anfangsphase seiner Sieben. Wirklich dagegenhalten konnte nur Janosch Menger, der sechs Tore aus dem Spiel heraus warf und sich in Eins-gegen-Eins-Situationen immer wieder erfolgreich durchsetzte. „Insgesamt haben wir viele Chancen liegenlassen und extrem viele technische Fehler produziert“, zählte Brenzinger weitere Unzulänglichkeiten auf.

Von Beginn an waren die Gastgeber mehr oder weniger chancenlos. Schnell stand es 0:3, mit fortlaufender Dauer wuchs der Rückstand der HSG kontinuierlich an. Das große Plus der Gäste – ihre Ausgeglichenheit. Simon van de Locht überragende zwar mit neun Treffern, dahinter netzten aber auch Tim Olbrich (5), Jonas Dutzi, Florian Sauter sowie Kevin Körner (je 3) regelmäßig ein. „Speziell in der ersten Halbzeit waren wir wach und konzentriert und konnten so früh zeigen, dass für St.Leon/Reilingen nichts zu holen ist“, analysierte Wieslochs Trainer Michael Peitz.

Zusammen mit seinem Trainerkollegen Oliver Bender durfte er sich über zwei immens wichtige Punkte im Abstiegskampf freuen. „Damit konnten wir uns weiter von unten absetzen, aber auch spielerisch positiv überzeugen“, konstatierte Peitz.

Nach dem 10:17-Halbzeitstand sahen die Zuschauer in der Reilinger Fritz-Mannherz-Halle im zweiten Abschnitt einen spannungsfreien Verlauf. Wiesloch verwaltete den komfortablen Vorsprung bis zum Ende und gewann schließlich mit 21:29. In der Tabelle liegt die TSG nun sechs Zähler vor der HSG, die nach wie vor Letzter ist. Wenn es noch etwas werden soll mit dem Klassenerhalt, muss die Mannschaft nach der Faschingspausen anfangen zu punkten, ansonsten wird nächste Saison Verbandsliga-Handball in St.Leon und Reilingen gespielt.

HSG St.Leon/Reilingen: Gutland, Jacobs (beide Tor), Bujdos 1, Bahr 1, Brenzinger, Antl 4, Benetti 1, Kief 1, Schmitt, Hühn 1, Decker 6/5, Menger 6.

TSG Wiesloch: Haubrok, S. Sauter (beide Tor), Ruß 2, N. Maier 1, Olbrich 5, B. Maier 2, Dutzi 3, M. Sauter 1, Ganshorn, F. Sauter 3, Körner 3, van de Locht 9/4, Hecker, Leitner.

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Thome setzt einen Haken hinter das erste Saisonziel

Handball-Verbandsliga Männer: Rot gewinnt das Derby in Malsch – Von Anfang bis Ende souverän

Malsch. (bz) Zwei Mal das gleiche Ergebnis pro Halbzeit ist äußerst selten im Handball, spiegelte am Samstagabend aber exakt die Kräfteverhältnisse zwischen den Verbandsliga-Männern des TSV Germania Malsch und des TSV Rot wider. Beim 20:30 (10:15) ließ der Gast dem TSVG keine Chance.

Zu leicht kam der TSV zu seinen Torerfolgen, während die Hausherren sich jeden einzelnen Treffer hart erarbeiten mussten. „Wir konnten nicht unsere Topleistung abrufen“, brachte Malschs Trainer Christian Koch die eigene Leistung auf den Punkt. Weitere Gründe für die deutliche Heimniederlage waren laut ihm, „zu wenig Tempo, kein Druck auf den Abwehrverbund und eine schlechte Wurfauswahl.“ Letztlich blieb ihm nichts anderes übrig, als dem Kontrahenten zum Derbysieg zu gratulieren. „Rot hatte das Geschehen weitestgehend im Griff“, stellte Koch offen fest.

Nach nicht einmal drei Minuten setzten die Roter ein dickes Ausrufezeichen hinter ihre Absicht nichts anbrennen zu lassen. Zu diesem Zeitpunkt warf Nils Wege das 0:3, während Malsch sechseinhalb Minuten benötigte, um durch Holger Hipp selbst den ersten Treffer zu markieren. Bis zur Pause blieb der TSVG zumindest in Reichweite und hielt den Rückstand mit dem 10:15 in Grenzen.

Wie so häufig zu beobachten ist, kommt den ersten Minuten der zweiten Halbzeit eine große Bedeutung zu. Dessen waren sich die Roter mehr bewusst und schraubten das Ergebnis bis zur 40. Minuten auf 12:20. „Gestützt auf eine aggressive Abwehr und einen sehr guten Torhüter haben wir das Tempo hochgehalten“, schilderte Rots Trainer Sebastian Thome seine Einschätzung, weshalb der Auswärtssieg zu keinem Zeitpunkt in Gefahr geriet. Der klare Vorsprung hatte bis zum Ende Bestand, Simon Körner und Dominic Steinhauser mit jeweils sieben Toren drückten der Partie ihren Stempel auf.

Nach dem Derby bewiesen beide Mannschaften, dass die Rivalität auf der Platte endet. „Wir sind mit den Mälschern zusammen auf den Kappenabend zum Feiern gegangen“, verriet Thome, der ein Saisonziel bereits als erreicht abhaken durfte, „denn wir wollten beide Derbys gegen Malsch gewinnen und haben das auch geschafft.“

TSVG Malsch: Brown, Eisend (beide Tor), Jenne, Fröhlich, Olbert 2, Livaja 1, Hipp 4, Funkert, Siegel 3, Feldpausch 3, J. Funkert 1, Jenne 5/3, Breitenstein 1.

TSV Rot: J. Steinhauser, Linder (beide Tor), Freiseis 3, Wege 3, R. Thome 3, Weis 2, Pospisil, Ganter 1, Wribe 1, D. Steinhauser 7, Stegmüller 1, Körner 7/5, Geider 1, Marterer 1.



Das gerechte Ergebnis

 

Handball-Kreisliga: Sinsheim und Steinsfurt trennen sich 29:29 (14:14) – Ein packendes Derby, das an ein Kopf-an-Kopf-Rennen erinnerte

 

Von Christopher Benz

 

Sinsheim. Wenn man von farbenfrohen Spielen spricht, sind in der Regel die Schiedsrichter gemeint, die ihre Gelben, Roten und im Handball sogar Blauen Karten im Übermaß zücken. Beim Kreisliga-Derby zwischen dem TV Sinsheim und dem TSV Phönix Steinsfurt betraf dies jedoch eher das pinke Spielgerät und die gelben Leibchen, die sich die Steinsfurter überziehen mussten. Den beiden Schiedsrichtern ähnelten die Trikots beider Teams aufgrund ihres Weißanteils zu sehr.

 

Nach der ersten Verwunderung, die die rund 150 Zuschauer angesichts dieses farbenprächtigen Anblicks verdaut hatten, drückten beide Mannschaften mächtig aufs Tempo. Vor allem die Sinsheimer hielten sich nicht lange im Angriff auf, die beiden Rückraumakteure Jan-Luca Bender (Halblinks) und Jannik Kühn (Halbrechts) stießen immer wieder in die Steinsfurter Deckung durch und fanden häufig eine Lücke für ihre meist erfolgreichen Abschlüsse. Zusammen mit Spielmacher Luis Berger erzielten die drei Rückraumleute zusammen 18 der 29 Tore.

 

„Am Anfang so eines Spiels sind die Jungs alle nervös, das ist völlig normal“, erklärten TV-Trainer Norbert Rösch und Stephan Ludwig, Abteilungsleiter des TSV und mit sieben Treffern obendrein erfolgreichster Werfer seines Teams, unisono. Bei der Analyse des Derbys herrschte in beinahe allen Punkten Einigkeit. „Wenn die Sinsheimer heute vollzählig gewesen wären, hätten wir wahrscheinlich verloren“, gab Ludwig ohne Umschweife zu. Rösch bedauerte dementsprechend das Fehlen vier seiner wichtigsten Spieler. Jannik Nerpel, Marc Ebert, Manuel Ludwig sowie Pascal Al-Shakran konnten allesamt nicht helfen. Besonders bitter hat es Al-Shakran erwischt. Zusätzlich zum Pfeifferschen Drüsenfieber hat er sich einen Milzriss zugezogen und liegt aktuell im Krankenhaus.

 

„Obwohl diese vier Jungs fehlen, habe ich mir mehr ausgerechnet“, sah Rösch den Sieg im Bereich des Möglichen. Seinen Ärger arbeitete er am Unparteiischen-Duo ab. „Ungefähr zehn Minuten vor Schluss wurde Jan-Luca Bender böse im Gesicht getroffen“, berichtete er von der Szene, „das war für mich eine Rote Karte.“

 

Trotz der mitunter hart geführten Zweikämpfe, Thorsten Ludwig kugelte sich Mitte der ersten Halbzeit den kleinen Finger aus und musste ins Krankenhaus, sahen die Zuschauer ein durchweg faires Derby. „Leider hatte unser Keeper, der ansonsten überragend hält, heute nicht seinen besten Tag“, konstatierte Ludwig. Auf der Gegenseite kamen alle drei Torhüter des TV zum Einsatz und machten ihre Sache ordentlich. In der entscheidenden Phase stand Ralf Hofgräf zwischen den Pfosten und hielt bärenstark gegen den durchgebrochenen Tautvaisas (45.) sowie beim Siebenmeter gegen Ludwig (49.). Als im Gegenzug nach dieser Parade Maximilian Stier die Schwarz-Weißen nach längerer Zeit mal wieder in Führung warf (26:25), erreichte die Stimmung auf den Rängen langsam aber sicher ihren Höhepunkt.

 

Der ein oder andere Fehler blieb in dieser Phase nicht aus. Verständlich, schließlich spielen beide Teams nur zwei Mal im Jahr bei so einer Atmosphäre und das immer beim Derby. Wer sich die Duelle der Kreisstädter mit dem Stadtteilverein regelmäßig anschaut, durfte am Samstagabend höchst zufrieden nach Hause gehen. Schließlich sahen sie eine bis in die Schlusssekunden dramatische Begegnung, nachdem das Hinspiel am 6. Oktober des vergangenen Jahres deutlich zugunsten des TV endete (25:17).

 

Dieses Mal schien sich in den letzten Minuten die Routine der Steinsfurter durchzusetzen. Allerdings verpassten sie eine Minute vor Schluss das mögliche 28:30 und den Gastgebern blieb die Chance auf das Remis. Der flinke Linus Lehn ließ Stephan Ludwig stehen, wurde dabei gefoult und Bender erzielte mit seinem insgesamt achten Treffer, drei davon vom Siebenmeterstrich, den 29:29-Ausgleich. Die verbliebenen zehn Sekunden genügten dem TSV nicht mehr, um einen ernsthaften Angriff zu fahren.

 

Letztlich ist der Punktgewinn für beide Klubs gar nicht so schlecht. Sinsheim ist damit nicht mehr Letzter und Steinsfurt hat ebenfalls einen wichtigen Zähler im Abstiegskampf geholt. Nächsten Sonntag empfängt der TSV die KuSG Leimen, während der TV erst in drei Wochen zur punktgleichen TSG Dossenheim II muss. Zu diesem Duell mit einem weiteren direkten Konkurrenten kommt vielleicht der ein oder andere am Samstag ausgefallene Spieler zurück.

 

TV Sinsheim: von Carlsburg, A. Kühn, Hofgräf (alle Tor), Berger 4, Jäger, Würtele 3, Lehn 5, Stier 2, Timme, Kunz 1, Klein, Bender 8/3, J. Kühn 6.

 

TSV Phönix Steinsfurt: Köhler (Tor), Behaghel 2, Tautvaisas 5, Reisbich, Kreß 2, Rau, Riedlberger 2, Hummel, Reinhardt 5/4, Maaß 3, Koch 1, S. Ludwig 7, T. Ludwig 2.

 

Spielfilm: 1:3, 4:4, 9:7, 14:14 (Halbzeit), 19:18, 20:22, 24:24, 27:26, 27:28; 29:29 (Endstand); Strafminuten: 6/6 + Disqualifikation S. Ludwig (60.). Zuschauer: 150. Schiedsrichter: Reinmuth/Spilger.




 

Presse im Handballkreis Heidelberg

 

 

 

Hallo zusammen,

 

ich heiße Christopher Benz und übernehme zum Start der Saison 2019/20 die Position als Pressereferent im Handballkreis Heidelberg.

 

Ich bin 33 Jahre alt, wohne in Sinsheim und arbeite u.a. seit zehn Jahren für die Heidelberger Rhein-Neckar-Zeitung als freier Sportjournalist. Im Rahmen dieser Tätigkeit habe ich letztes Jahr die Mannheimer Handball-Vereine betreut und übernehme dies ab der nun beginnenden Saison von Thomas Sulzer für die Heidelberger Klubs. Außerdem bin ich seit September 2019 Pressesprecher des Drittligisten SG Nußloch.

 

In der zukünftigen Zusammenarbeit mit euch wollen wir weiterhin den Heidelberger Handball so prominent wie möglich in der regionalen Presse präsentieren. Dafür benötige ich/wir eure tatkräftige Unterstützung.

 

Diejenigen unter euch, die bisher Thomas Sulzer mit Spielberichten und/oder Zitaten von Trainern/Spielern/Vereinsoffiziellen versorgt, machen das bitte auch weiterhin über die Mailadresse:  presse@handballkreis-heidelberg.de

 

Über diese Mail gelangen alle Beiträge zu mir und ich bearbeite diese für die Homepage des Handballkreises sowie die Sportredaktion der Rhein-Neckar-Zeitung, die dienstags die Nachberichte und donnerstags die Vorberichte zu den jeweiligen Ligen ins Blatt bringt.

 

Natürlich freuen wir uns über motivierte Vereinsangehörige, die ihre mediale Aufmerksamt erhöhen und uns mit Berichten versorgen wollen. Auch hier gilt: Bitte immer alles an presse@handballkreis-heidelberg.de schicken.

 

Gerne stehe ich euch jederzeit telefonisch zur Verfügung. Erreichen könnt ihr mich unter der 01523/3620834.

 

Mit sportlichen Grüßen und auf eine fruchtbare Zusammenarbeit,

 

Christopher Benz