Liga-News:

(soz) Vorschau Mittwoch 07.11.2018

„Plötzlich bricht die Panik aus“

St. Leons Trainer Körner erklärt die Ergebnis-Krise seiner Mannschaft

 

Heidelberg (soz) Christopher Körner hat es nicht leicht in diesen Tagen. Das merkt man auch im Telefongespräch. „Könnte besser sein“, sagt er leise. Die Euphorie zu Beginn der Saison ist verflogen bei der HSG St. Leon/Reilingen. Die neuformierte Mannschaft tritt zwar in den meisten Partien ordentlich auf, hat aber zu wenig Punkte und steht erneut am Tabellenende. Paradebeispiel war das 25:25 gegen Stutensee, als St. Leon bis kurz vor Schluss noch mit drei Toren Unterschied führte. „Wir dominieren die Spiele“, hadert Körner, „aber ab der 52. Minute ist ein großer Bruch drin. Plötzlich bricht die Panik aus.“

 

Um dieses Problem zu lösen, gab es in diesen Tagen viele Gespräche mit der Mannschaft. „Wir wollen den Jungs den Druck nehmen“, sagt Körner, „sie sollen Spaß haben am Handball.“

 

Am Wochenende geht’s zu den punktgleichen Hockenheimern. Dabei droht Rückraumspieler Felix Scholl, einer der besten bei St. Leon, wegen einer Patellasehnenreizung auszufallen.

 

Badenliga Männer, Samstag, 18 Uhr: SG Pforzheim/Eutingen 2 – TSG Plankstadt, 19 Uhr: TSG Wiesloch – TSV Viernheim, 19.30 Uhr: TV Hardheim – TV Friedrichsfeld; Sonntag, 16.30 Uhr: HG Oftersheim/Schwetzingen 2 – SG Heidelsheim/Helmsheim, 17 Uhr: SG Stutensee/Weingarten – TSV Birkenau, 17.30 Uhr: TV Knielingen – HC Neuenbürg, HSV Hockenheim – HSG St. Leon/Reilingen.

 

Dagegen läuft es bei St. Leons Frauen prächtig: Immer noch steht die HSG überraschenderweise an der Tabellenspitze der Baden-Württemberg-Liga. „An die Gejagten-Position müssen wir uns erst noch gewöhnen“, sagt Trainer Sascha Kuhn, „meine Spielerinnen sind selbst überrascht vom Erfolg. Aber die Mannschaft nimmt das alles mit einer großen Freude an und saugt alles auf, was man mit ihr im Training macht. Wir sind in einem Flow.“

 

Am Wochenende steht allerdings eine schwere Auswärts-Partie auf dem Programm. Der TSV Heiningen gilt als extrem heimstark. Ähnlich wie St. Leon hat auch die Mannschaft aus Südbaden einen ausgeglichen besetzten Kader, dessen Stärke das Kollektiv ist. Kuhn geht die Sache locker an: „Nach wie vor ist unser Ziel der Klassenerhalt. Alles, was besser ist, wäre toll.“ Er sieht Mannschaften wie Wolfschlugen, Echterdingen oder Steißlingen ganz vorne.

 

Baden-Württemberg-Liga Frauen, Samstag, 17.45 Uhr: TSV Heiningen – HSG St. Leon/Reilingen; Sonntag, 16.45 Uhr: TSV Bönnigheim – SG Nußloch.

 

Badenliga Männer, Samstag, 16 Uhr: SG Pforzheim/Eutingen – TV Brühl, 17 Uhr: TSG Wiesloch – TSV Viernheim, 20 Uhr: HG Saase – SG Heddesheim; Sonntag, 15.30 Uhr: HG Königshofen/Sachsenflur – TSV Rintheim, 17.30 Uhr: TSV Rot – TV Schriesheim.

 

„Dieses Mal sind sie dran!“ Diese Kampfansage wiederholt Nicolai Elfner mehrfach. Seit drei Jahren hat Elfners TSG Dossenheim nicht mehr beim TV Eppelheim gewonnen. Deshalb glaubt der Spielertrainer fest daran, dass die Serie am Samstag enden wird. Er spart trotzdem nicht mit Lob für den Gegner: „Eine ganz abgezockte Truppe. Aber ich habe das Gefühl, dass wir dieses Mal was reißen werden.“

 

Wenn es bei Dossenheim, immerhin vergangene Saison Vize-Meister, wieder nach oben gehen soll, wäre ein Erfolg im Derby eminent wichtig. Denn die TSG hat bereits sieben Minus-Punkte. Elfner erklärt: „Wir haben ein extrem schweres Auftakt-Programm gehabt mit vielen Auswärtsspielen. Deshalb glaube ich, dass wir in den nächsten Monaten noch was abräumen werden.“ Aber Elfner ist auch Realist: „Ganz nach oben werden wir es nicht mehr schaffen. Ist auch nicht schlimm, ist auch nicht unser Ziel.“ Das nächste Ziel hat er aber formuliert: den Derby-Sieg in Eppelheim.

 

Christian Koch, der Trainer des TSV Malsch, muss seine Mannschaft nach dem desaströsen 15:32 in Walzbachtal und dem Sturz auf den vorletzten Tabellenplatz aufrichten. „Wir sind schon wieder unter Druck“, weiß Koch, „das war eine Leistung zum Vergessen. Da hätten wir noch acht Wochen spielen können, es wäre nicht besser geworden.“ Am Samstag geht es gegen den TSV Wieblingen. „Wir müssen wieder zu einer normalen Leistung finden“, sagt Koch. „Das ist der erste Schritt.“

 

Malsch hadert ein wenig mit dem Spielplan. „Von acht Partien in dieser Saison mussten wir sechs Mal auswärts antreten“, sagt er. „Auch deshalb sind wir jetzt in dieser Situation.“

 

Verbandsliga Männer, Samstag, 18 Uhr: SG Leutershausen 2 – TG Eggenstein, 19 Uhr: TV Eppelheim – TSG Dossenheim, 19.45 Uhr: TSV Malsch – TSV Wieblingen, 20 Uhr: TSV Rot – TV Neuthard; Sonntag, 17 Uhr: SV Langensteinbach – TGS Pforzheim 2, 17.30 Uhr: HG Königshofen/Sachsenflur – HSG Walzbachtal, 18 Uhr: HSG Ettlingen/Bruchhausen – TSV Handschuhsheim.

 

Verbandsliga Frauen, Samstag, 17.30 Uhr: TSV Malsch – TG Neureut, HC Mannheim/Vogelstang – SG Heidelsheim/Helmsheim, 18 Uhr: Spvgg. Ilvesheim – TV Dielheim, 19 Uhr: TG Eggenstein – HSG St. Leon/Reilingen 2, 19.30 Uhr: TS Mühlburg – SG Walldorf; Sonntag, 15 Uhr: SG Stutensee/Weingarten – KuSG Leimen.

 

Landesliga Männer, Samstag, 18 Uhr: TSV Rot 2 – HSG Dittigheim/Tauberbischofsheim, TV Großsachsen 2 – TV Mosbach, 19 Uhr: HSG Mannheim – TV Brühl, 19.30 Uhr: TV Hemsbach – TV Bammental; Sonntag, 18 Uhr: TSV Malschenberg – TG Laudenbach.

 

Landesliga Frauen, Samstag, 18 Uhr: SG Bammental/Mückenloch – SGH Waldbrunn/Eberbach; Sonntag, 16 Uhr: TSG Wiesloch 2 – HSG Bergstraße.

 

1. Kreisliga Männer, Samstag, 18.45 Uhr: TV Sinsheim – TV Dielheim, 19.30 Uhr: SC Wilhelmsfeld – PSV Knights Heidelberg; Sonntag, 16 Uhr: TSV Malschenberg 2 – TSV Wieblingen 2, 17 Uhr: TV Eppelheim 2 – SG Nußloch 2, 18.30 Uhr: TSV Steinsfurt – KuSG Leimen.

 

1. Kreisliga Frauen, Samstag, 16 Uhr: SG Bammental/Mückenloch 2 – TSV Wieblingen, 17 Uhr: TV Sinsheim – TV Dielheim 2, TV Eppelheim – SG Nußloch 2, 17.30 Uhr: SC Wilhelmsfeld – TSV Handschuhsheim.

 

2. Kreisliga Männer, Samstag, 15.30 Uhr: TSV Malsch 2 – TV Neckargemünd; Sonntag, 18 Uhr: PSV Knights Heidelberg 2 – TSV Handschuhsheim 2.

 

3. Kreisliga Männer, Samstag, 20.30 Uhr: TV Sinsheim 2 – SG Nußloch 3; Sonntag, 11 Uhr: TSV Rot 3 – KuSG Leimen 2, 19.30 Uhr: SG Schwarzbachtal – TV Dielheim 2.

 

4. Kreisliga Männer, Samstag, 18.30 Uhr: TB Neckarsteinach 2 – TB Neckarsteinach, 20 Uhr: SG Kirchheim 2 – SC Sandhausen 2; Sonntag, 14 Uhr: TSV Malschenberg 3 – TSV Wieblingen 3.

 


(soz) Vorschau Mittwoch den 31.10.2018

 

Heidelberg (soz) Der TV Eppelheim (8:4 Punkte) hat die große Chance, sich in den nächsten vier Tagen in der Spitzengruppe der Handball-Verbandsliga festzusetzen. Morgen geht’s gegen den Abstiegs-Kandidaten SV Langensteinbach, am Samstag zum Nachbarschafts-Duell nach Handschuhsheim. „Langensteinbach ist eine Pflicht-Aufgabe“, sagt Trainer Robin Erb, „wenn wir eine normale Leistung zeigen und den Gegner nicht unterschätzen, müssten wir zwei Punkte holen.“

 

Vor dem Derby bei den „Löwen“ hat Erb gewaltigen Respekt: „Die sind als Aufsteiger mit drei Siegen in Folge in der neuen Klasse angekommen. Das wird eine andere Hausnummer als Langensteinbach.“ Zudem verweist er auf ein Spiel ohne Haftharz, das im Sportzentrum Nord verboten ist: „Wir haben seit mehreren Jahren kein Auswärtsspiel gewonnen, bei dem wir nicht harzen durften.“

 

Spielmacher Christopher Föhr fehlt wegen eines Bruchs des Zeigefingers an der rechten Wurfhand weiterhin. Bis zu sechs Wochen muss Eppelheim auf seinen Haupttorschützen verzichten.

 

Badenliga Männer, heute, 20 Uhr: TSG Plankstadt – TSV Birkenau; morgen, 17 Uhr: HSG St. Leon/Reilingen – SG Stutensee/Weingarten, 18 Uhr: TSV Viernheim – SG Heidelsheim/Helmsheim, TSG Plankstadt – TV Hardheim; Samstag, 19.30 Uhr: TSV Viernheim – HSV Hockenheim, 20 Uhr: TSV Birkenau – HG Oftersheim/Schwetzingen 2, HC Neuenbürg – SG Pforzheim/Eutingen 2; Sonntag, 17 Uhr: TV Friedrichsfeld – TSG Wiesloch, 17.30 Uhr: SG Heidelsheim/Helmsheim – TV Knielingen.

 

Baden-Württemberg-Liga Frauen, Samstag, 18 Uhr: SG Nußloch – HSG Strohgäu.

 

Badenliga Frauen, Samstag, 16 Uhr: TSV Birkenau 2 – HG Oftersheim/Schwetzingen, 17 Uhr: TSV Viernheim – HG Königshofen/Sachsenflur, 18 Uhr: HG Saase – TV Brühl, 19 Uhr: TV Schriesheim – TSG Wiesloch; Sonntag, 15.15 Uhr: SG Heddesheim – TSV Rot,

 

Verbandsliga Männer, morgen, 18 Uhr: TV Eppelheim – SV Langensteinbach, 19.30 Uhr: TSV Handschuhsheim – TV Eppelheim, HSG Walzbachtal – TSV Malsch: Sonntag, 16 Uhr: TGS Pforzheim 2 – TSV Rot, 17 Uhr: TSV Wieblingen – HSG Ettlingen/Bruchhausen, TG Eggenstein – HG Königshofen/Sachsenflur, 18 Uhr: TSG Dossenheim – SV Langensteinbach.

 

Verbandsliga Frauen, morgen, 15 Uhr: HSG St. Leon/Reilingen 2 – TSV Malsch; Samstag, 18 Uhr: SG Heidelsheim/Helmsheim – Spvgg. Ilvesheim; Sonntag, 17 Uhr: SG Stutensee/Weingarten – TV Dielheim, 17.30 Uhr: SG Walldorf – TG Eggenstein, 18 Uhr: KuSG Leimen – TS Mühlburg.

 

Landesliga Männer, Samstag, 19.30 Uhr: TV Hemsbach – TV Großsachsen 2, HSG Dittigheim/Tauberbischofsheim – TSG Wiesloch 2, TSV Rot 2 – TV Mosbach; Sonntag, 18 Uhr: TSV Malschenberg – HSG Mannheim, TV Brühl – TV Bammental, TG Laudenbach – SV Waldhof Mannheim.

 

Landesliga Frauen, Samstag, 17.15 Uhr: SG Bammental/Mückenloch – SG Schwarzbachtal; Sonntag, 14 Uhr: PSV Knights Heidelberg – TSV Birkenau 3, 16 Uhr: HSG Bergstraße – SG Kirchheim, 18 Uhr: TSG Wiesloch 2 – SGH Waldbrunn/Eberbach.

 

1. Kreisliga Männer, morgen, 16 Uhr: TV Eppelheim 2 – TV Sinsheim; Sonntag, 15 Uhr: TSV Wieblingen 2 – SC Wilhelmsfeld, TSV Malschenberg 2 – SC Sandhausen, PSV Knights Heidelberg – TV Eppelheim 2, 17 Uhr: SG Nußloch 2 – TV Sinsheim, 18.30 Uhr: TSV Steinsfurt – TV Dielheim.

 

1. Kreisliga Frauen, morgen, 18 Uhr: SG Walldorf 2 – TV Eppelheim; Samstag, 17.30 Uhr: TSV Handschuhsheim – TV Eppelheim, 18 Uhr: TSV Rot 2 – TV Dielheim 2, 20 Uhr: SG Nußloch 2 – TV Sinsheim; Sonntag, 13.15 Uhr: TSV Wieblingen – SC Wilhelmsfeld.

 


Verbandsliga & Badenliga:


Malschenberg bleibt Überraschungs-Team

(soz) Platz 3 in der Landesliga nach 31:25 gegen Laudenbach

 

soz. Wieder einmal reichte es der HSG St. Leon/Reilingen nicht, doch noch zu einem Punktgewinn zu kommen. Im Nachbarschafts-Duell der Handball-Badenliga beim HSV Hockenheim musste die HSG eine 26:29-Niederlage hinnehmen. Deren Zustandekommen basierte vor allem auf einer recht schwachen ersten Hälfte.

 

Die Gastgeber stellten im ersten Durchgang eine bewegliche und kompakte Defensive, gegen die sich das HSG-Team schwertat. Zu breit angelegt waren die Angriffe und zu selten wurde ein flüssiges Spiel gezeigt. St. Leon wirkte zu unbeweglich gegen ein HSV-Team, das mit einfachen Mitteln immer wieder zum Erfolg kam. Zwar konnte die HSG bis zum 8:7 den Anschluss halten, doch mehr und mehr setzte sich dann das effektivere Spiel der vom Ex-Nußlocher Admir Kalabic trainierten Hockenheimer durch. Die Gastgeber profitierten einerseits von ihren guten Kreuzbewegungen in der Offensive, aber auch vom nachlässigen Defensiv-Verhalten der etwas löchrigen 5:1-Abwehr der HSG.

 

Ebenso sollte die schwache Wurfquote der St. Leoner ein Negativ-Faktor sein. Nicht verwunderlich war, dass sich der HSV mit seinem bis zur Pause auf 16:11 absetzte. Der zweite Durchgang war dann wesentlich ausgeglichener. St. Leon wirkte nun deutlich konzentrierter, hatte aber weiterhin Defizite im Tor-Abschluss. Trotzdem kam man nun in der Offensive besser zum Zug, fand mit schnellem Spiel Lücken in der HSV-Defensive und war bim 20:18 auf zwei Tore herangekommen. Doch Hockenheim ließ sich nicht von seinem Konzept abbringen, nutzte wieder die Schwächen in der HSG-Abwehr und legte nochmals auf 26:22 vor. In der spannenden Schlussphase schnupperten die Gäste erneut am Punkt-Gewinn, als sie auf 26:27 herankamen. Doch gerade in den letzten Minuten fehlten Übersicht und Kaltschnäuzigkeit.

 

Trainer Christopher Körner erklärte: „In der ersten Halbzeit hat die Aggressivität, der nötige Zugriff und die Einstellung vor allem in der Defensive gefehlt. Ebenso klappte die Abstimmung nicht. Die Chancenverwertung war schlecht. In der zweiten Hälfte hat die Mannschaft Charakter gezeigt. Leider fehlte vorne der Lucky Punch.“

 

Dadurch zählt St. Leon weiter zu den abstiegsgefährdeten Teams. Auch die TSG Wiesloch bleibt nach dem 30:33 gegen den TSV Viernheim im Tabellenkeller. Entscheidend nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit waren vier Treffer in Folge: Die Hessen zogen dabei von 18:18 auf 18:22 davon. Diesem Rückstand lief Wiesloch den Rest des Spiels hinterher. Beim 24:29 nach 53 Minuten war die Entscheidung gefallen.

 

In der Landesliga bleibt der TSV Malschenberg das Überraschungs-Team der Saison. Die Mannschaft von Trainer Christian Ruß überzeugte auch beim 31:25 gegen die TG Laudenbach und liegt auf dem dritten Tabellenplatz – lediglich einen Minuspunkt hinter Tabellenführer Dittigheim. Dabei ließ sich Malschenberg auch nicht von einem schwachen Start aus dem Konzept bringen – nach 9 Minuten stand es 1:6. Doch nun kämpfte sich Malschenberg zurück und glich zum 9:9 aus. Die Entscheidung fiel in den letzten zehn Minuten der Partie: Der TSV drehte auf und erzielte nach dem 23:22 vier Treffer in Folge.

 

Der TV Bammental kassierte beim 33:37 in Hemsbach die fünfte Niederlage in Folge. Zu Beginn sahen die mitgereisten Anhänger allerdings einen starken TVB – beim 10:5 nahm Hemsbach eine Auszeit. Die kurze Unterbrechung brachte Bammental völlig aus dem Konzept, Hemsbach konnte sieben (!) Tore in Serie erzielen. Eklatante Abspielfehler und Nachlässigkeiten in der Abwehr waren schließlich der Grund für die Niederlage. 


Dossenheim bejubelt Derby-Sieg

(soz) Handball-Verbandsliga: Dramatisches 25:24 in Eppelheim

 

Heidelberg (soz) Nach vielen vergeblichen Versuchen in den letzten Jahren gelang es der TSG Dossenheim in einem bis in die letzte Sekunde heiß umkämpften Handball-Thriller, erstmals die Punkte aus dem Eppelheimer CSSC zu entführen. Der heimische TVE unterlag im Verbandsliga-Derby knapp 24:25 (10:14) und haderte am Ende wieder einmal mit seiner schlechten Chancen-Verwertung. „Zwei Siebenmeter und sieben freie Würfe haben wir ausgelassen. Das hat uns den Sieg oder zumindest einen Punkt gekostet“, meinte ein enttäuschter Trainer Robin Erb.

 

Aber nicht nur daran lässt sich der Sieg der Gäste festmachen. Obwohl extra darauf hingewiese wurde, klappte das Rückzugsverhalten gegen den schnellen TSG-Rechtsaußen Lukas Jünger vor allem im ersten Abschnitt nicht. Deshalb lag Dossenheim von Anfang an in Führung, die die Gäste nach dem 4:5 auf 6:11 ausbauten. Die Auszeit der Eppelheimer Trainer verpuffte, weil eine diskutable Strafzeit den neuen Elan stoppte. Mit 10:14 ging es in die Pause – allerdings mit einem gewaltigen Handicap für die Dossenheimer, denn sie fingen sich in den letzten Sekunden beim Versuch, die korrekte Ausführung eines Freiwurfs zu verhindern, gleich zwei Zeitstrafen ein.

 

Diese doppelte Überzahl nutzten die Hausherren, schlossen nach Wiederanpfiff auf 13:14 auf und bereiteten so den Weg für eine emotional aufreibende Partie. Sebastian Scheffzek glich mit einem seiner insgesamt acht Tore zum 16:16 aus, Michael Hofmann warf die erste Führung des TVE heraus – aber die TSG konterte immer wieder. So wechselte die Führung bis zur bereits erwähnten Schlussphase, als die Hausherren gleich drei freie Würfe nicht nutzen konnten. Der letzte Versuch, mit dem siebten Feldspieler zum Erfolg zu kommen, scheiterte, die Dossenheimer durften ihren Erfolg bejubeln.

 

Erbs Trainer-Partner Sebastian Dürr, vor allem für die Abwehr zuständig, beklagte die mangelnde Cleverness in vielen Situationen: „Sicherlich ist Dossenheims Kreisläufer Oliver Komarek mit seinen 2 Meter 10 schwer zu verteidigen – aber dass wir auch von außen so viele Tore bekommen, will mir nicht in den Kopf."

 

Dossenheim hat angefangen, das wahr zu machen, was Spielertrainer Nicolai Elfner nach dem enttäuschenden Start des Vize-Meisters angekündigt hatte: „Wir räumen in den nächsten Wochen noch einiges ab.“

 

Der TSV Wieblingen enttäuschte auswärts erneut: Nach dem 17:39 in Rot kassierten die Heidelberger auch beim TSV Malsch eine unerwartet deutliche 18:32-Niederlage. Dabei war Wieblingen in allen Belangen unterlegen: In der Abwehr nicht aggressiv genug, im Angriff ideenlos und viel zu fehlerhaft. Deshalb führte Malsch bereits zur Pause 18:6 und damit überraschend hoch gegen den eigentlich ebenbürtigen Gegner. Wieblingen muss sich jedenfalls deutlich steigern, um beim großen Prestige-Duell kommenden Samstag in Handschuhsheim eine Chance zu haben.

 

Die „Löwen“ selbst holten mit dem 23:23 in Ettlingen einen Auswärts-Punkt. Doch für Handschuhsheims Trainer Jonas Kari war mehr drin: „Beim Gegner haben mehrere wichtige Spieler gefehlt. Aber wir haben bei weitem nicht unser Potenzial abgerufen, müssen am Ende noch froh über einen Punkt sein. Deshalb bin ich unzufrieden.“

 

Enttäuscht ist auch der TSV Rot. Gegen Aufsteiger Neuthard kassierte Rot bereits die zweite Heim-Niederlage (17:20) in dieser Saison und hat damit in eigener Halle bereits fünf Punkte abgegeben. Gegenüber dem Spiel in Pforzheim hatte sich die Spielerdecke in diesem Spiel noch weiter gelichtet. Mit Pascal Freiseis fehlte in dieser Begegnung noch ein weiterer wichtiger Spieler. Im Angriff verfügte die Mannschaft von Roland Mächtel in Dominik Steinhauser dadurch lediglich noch über einen etatmäßigen Rückraumspieler. Das machte es der gegnerischen Abwehr natürlich bedeutend einfacher. Tore hatten vor allem im ersten Durchgang Seltenheitswert, was der magere Spielstand zur Pause auch deutlich zum Ausdruck bringt (6:11).

 

Gleich nach dem Wechsel konnte Neuthard den Vorsprung sogar auf sechs Treffer ausbauen. Erst gegen Mitte der zweiten Halbzeit kam der TSV etwas besser ins Spiel. Nach dem 16:18 (56. Min) hatte Rot sogar noch gute Chancen, das Spiel komplett zu drehen. Aber mehrere aussichtsreiche Konter-Angriffe wurden nicht konsequent zu Ende geführt.

 


„Unser Wille war überragend“

(soz) Wie Handball-Verbandsligist TV Eppelheim das Derby beim TSV Handschuhsheim gewann

 

Heidelberg (soz) Es war alles geboten, was ein tolles Nachbarschafts-Duell ausmacht: 300 Zuschauer, heiße Zweikämpfe, hitzig diskutierte Schiedsrichter-Entscheidungen (zum Beispiel die rote Karte gegen Eppelheims Mirko Hess). Am Ende gewann der TV Eppelheim das erstmals in der Verbandsliga ausgetragene Derby beim TSV Handschuhsheim 26:24.

 

Auch gestern haderte Löwen-Trainer Jonas Kari noch mit der Niederlage: „Es tut immer noch weh, ich habe immer noch daran zu knabbern. Nachdem wir in den vergangenen Jahren nicht so oft verloren haben, ist es schwer für uns, sich ans Verlieren zu gewöhnen.“ Handschuhsheim wurde vergangenes Jahr Landesliga-Meister und stieg souverän in die Verbandsliga auf.

 

Aber Kari, das kommt im Gespräch heraus, ist auch stolz auf seine Mannschaft: „Wir haben Eppelheim zu einer sehr guten Leistung gezwungen. Selbst beim Sieg in Rot haben sie nicht so gut gespielt wie jetzt gegen uns. Das ist eine richtige Zocker-Truppe, die besonders heiß ist, wenn viele Zuschauer in der Halle sind.“

 

Entscheidend war die Phase kurz vor der Pause, als sich Eppelheim auf 11:14 absetzte. „Das waren zwei, drei Fehler zu viel“, analysierte Kari, „die hätten uns in diesem Spiel nicht passieren dürfen.“ Die Gäste hatten sich vor allem auf die schnelle Mitte der Gastgeber eingestellt. Zwar konnte Handschuhsheim den einen oder anderen Treffer nach einem erweiterten Konter erzielen, aber die entscheidende Waffe war es an diesem Abend nicht. Das verhinderte das flinke Rückzugsverhalten des Rivalen.

 

Selbst nach dem umstrittenen Platzverweis für Eppelheims Haupttorschützen Mirko Hess (6 Tore) nach 45. Minuten blieben die Gäste cool. Zwar gelang Handschuhsheim der 20:20-Ausgleich, doch dann drückte Philipp Stotz dem Spiel seinen Stempel auf und erzielte drei Treffer in Folge. Beim 22:25 war die Partie entschieden und die Gewissheit endgültig, dass Eppelheim in dieser Saison ein Spitzenteam der Verbandsliga ist. Der TVE belegt den dritten Platz.

 

TVE-Trainer Robin Erb freute sich: „Unser Wille war überragend. Außer den Punkten geht es in solch einem Derby ja auch ums Prestige. Und da kommen wir kaum zum Luftholen, am Samstag steht schon wieder das nächste Nachbarschafts-Duell gegen Dossenheim auf dem Programm.“

 

Auch Handschuhsheims Terminkalender ist prall gefüllt. Heute (20.30 Uhr) geht es im Halbfinale des badischen Pokals zum Landesligisten Odenheim.

 

Der TSV Wieblingen hat die beiden Auswärts-Niederlagen in Folge gut verkraftet und gewann gegen die HSG Ettlingen 33:25. Pech hatten die Gäste, weil sich Yannick Epse beim Stand von 3:3 verletzte. Der bis dato einzige Ettlinger Torschütze musste mit Verdacht auf einen Mittelhandbruch ins Krankenhaus. Die Karlsruher präsentierten sich danach geschwächt und sicherlich auch etwas geschockt, so dass Wieblingen auf 10:4 vorentscheidend davonzog. Zwar verkürzte Ettlingen noch einmal auf 23:20, aber der TSV konnte sich vor allem auf Torwart Janis Jung und den 15fachen Torschützen Marco Widmann verlassen. Mit fünf Treffern in Folge entschied Wieblingen das Spiel endgültig.

Obwohl der TSV Rot ohne sechs verletzte Stammspieler antrat, gewann man 27:24 bei der TGS Pforzheim II. Vor allem Dominik Steinhauser erwischte einen Sahnetag und erzielte zehn Tore. Nach dem 18:20 zogen die starken Roter auf 19:24 davon und überstanden auch die


Wieslochs Befreiungsschlag

(soz) Handball-Badenligist gewinnt 31:21 in Friedrichsfeld und löst sich vom Tabellenende

 

Heidelberg (soz) Die Erleichterung ist groß beim Handball-Badenligisten TSG Wiesloch. Nach schwierigen Wochen und dem Sturz ans Tabellenende befreite sich der letztjährige Vize-Meister durch ein beeindruckendes 31:21 beim eigentlich so heimstarken TV Friedrichsfeld. Nach dem 9:9 (24.) nutzte Wiesloch technische Fehler der Gastgeber eiskalt aus und legte bis zur Pause auf 10:14 vor. Noch besser lief es für die TSG im zweiten Durchgang. In der 38. Minute führten die Gäste bereits 13:20, in der 51. Minute sogar 18:28. Während Friedrichsfeld aufgab und längst konsterniert wirkte, spielte sich Wiesloch in einen Rausch. Trainer Patrick Körner freute sich: „Wir haben durchgängig gut gespielt. Diese Leistung müssen wir nun in den nächsten Wochen bestätigen.“

 

Die HSG St. Leon/Reilingen kommt nicht aus dem Tabellenkeller. Leichtfertig verspielte der Fusions-Klub den zweiten Saison-Erfolg, musste sich mit einem 25:25 gegen Stutensee begnügen. Dabei hatte St. Leon lange alles im Griff und sah drei Minuten vor dem Ende beim 25:22 wie der sichere Sieger aus. In den folgenden zwei Angriffen vergab das HSG-Team zunächst eine hundertprozentige Torchance, musste im Gegenzug einen Treffer der Gäste hinnehmen. Zu allem Überfluss scheiterte der ansonsten sichere Schütze Christian Decker zehn Sekunden vor Spielende mit einem Siebenmeter, dessen Verwandlung den Sieg bedeutet hätte. Gegen eine schlecht postierte HSG-Abwehrmauer gelang Kai Rudolf mit einem direkt verwandelten Freiwurf in der Schlusssekunde noch der Ausgleich.

 

In der Landesliga musste der TSV Malschenberg eine 29:30-Heim-Niederlage gegen die HSG Mannheim hinnehmen. Dabei bekamen die Gastgeber Mannheims Stefan Tunkl nie in den Griff: Der Rückraum-Kanonier erzielte zwölf Treffer. Fast über die gesamte Spielzeit lag Mannheim vorne: 5:9 (13.), 12:16 (26.), später 21:25 (47.). Doch es spricht für die Moral der Malschenberger, dass sie nie aufsteckten und sich immer wieder herankämpften. Beim 26:27 sechs Minuten vor dem Ende drohte die Partie zu kippen. Doch erneut ein zu passives Verhalten in der Abwehr war ausschlaggebend für die zweite Saison-Niederlage. Trotzdem bleibt Malschenberg mit 8:4 Punkten oben dran und hat am nächsten Sonntag mit der Partie gegen den Tabellen-Sechsten TG Laudenbach das nächste Spitzenspiel vor der Brust.

 

Nach einem guten Saison-Start enttäuscht der TV Bammental seit Wochen – beim 29:37 beim Aufsteiger TV Brühl zeigten sich immer wieder große Lücken in der Abwehr. Schon zur Halbzeit kassierte Bammental 20 Gegentreffer. Trainer Marc Winterhalder erklärt: „Fast kein Spieler hat seine normale Leistung abgerufen. Wir haben zu viele technische Fehler gemacht, die immer wieder leichte Gegentore zur Folge hatten.“

 

Aufsteiger TSV Rot II hielt beim 22:29 gegen den ungeschlagenen TV Mosbach nur in den ersten 15 Minuten mit. Danach zogen die Gäste auf 11:16 davon. Zwar verkürzte der tapfer kämpfende Tabellen-Vorletzte noch einmal auf 16:18 (37.), stand danach aber wieder auf verlorenem Posten.

 

Ohne mehrere Stammspieler hatte der TSV Wieblingen 2 in der 1. Kreisliga keine Chance gegen den SC Wilhelmsfeld. Den Gastgebern fehlten die spielerischen Mittel, um sich durchzusetzen – am Ende bejubelte Wilhelmsfeld einen in dieser Höhe nie erwarteten 24:12-Erfolg und die ersten beiden Punkte in dieser Saison.

 


Janis Haupt wirft Malschenberg zum Derby-Sieg

(soz) Handball-Landesliga: Dramatisches 28:27 in Bammental

 

Heidelberg (soz) Schwere Zeiten für die TSG Wiesloch in der Handball-Badenliga: Nach dem 24:29 beim starken Aufsteiger TSG Plankstadt bleibt der letztjährige Vize-Meister auf dem letzten Platz. Zwar führte Wiesloch zu Beginn der zweiten Halbzeit 16:15, geriet dann aber entscheidend in Rückstand: Erst 18:21, dann 20:25. Das Aufbäumen mit drei Treffern in Folge kam zu spät.

 

Auch der HSG St. Leon/Reilingen ergeht es ähnlich: Durch die 30:31-Heim-Niederlage gegen den TSV Viernheim bleibt St. Leon in den nächsten Wochen erst einmal im Tabellen-Keller sitzen. Ausschlaggebend für die vierte Saison-Niederlage war eine schwache Anfangs-Phase mit einer achtminütigen Torflaute. Die ermöglichte es Viernheim, von 4:5 auf 4:11 davon zu ziehen. „Die erste Viertelstunde war katastrophal“, gab Trainer Christopher Körner zu. Doch nach dem 12:18 zur Pause konnte St. Leon die Partie fast noch wenden. Zwar lag St. Leon in der 57. Minute noch 25:30 zurück, machte es aber noch einmal spannend. 25 Sekunden vor dem Ende gelang Janosch Menger das 30:31. Zum dritten Unentschieden in dieser Saison kam es aber nicht mehr. Körner haderte: „Am Ende haben wir etwas unglücklich verloren.“

 

Dramatische Schlussphase beim Landesliga-Derby zwischen dem TV Bammental und dem TSV Malschenberg (27:28). Nachdem sich im Laufe der zweiten Halbzeit keine Mannschaft um mehr als ein Tor absetzen konnte, gelang dem TVB in der letzten Spielminute durch einen Siebenmeter von Lukas Huber das 27:26. Mit einem zusätzlichen Feldspieler versuchte Malschenberg, einen Punkt aus der Elsenzhalle mitzunehmen: Christian Zander warf 25 Sekunden vor dem Ende mit dem letzten seiner sechs Tore den Ausgleich. TVB-Trainer Winterhalder legte die Grüne Karte auf den Tisch, doch ehe das Kampfgericht den Schiedsrichtern die Auszeit signalisieren konnte, hatte Bammental im Wissen um das leere Gehäuse der Malschenberger schnell angespielt. Jochen Zimmer warf und traf nicht. Es folgten hektische Szenen, denn die Bammentaler forderten ihre Auszeit ein, bekamen diese aber nicht, da der Ballbesitz durch den Wurf nicht mehr gegeben war. Und so nahm der unglückliche Abend seinen Lauf: Malschenberg schaffte es, in den verbleibenden zehn Sekunden Linksaußen Janis Haupt in eine aussichtsreiche Wurfposition zu bringen. Dieser verwandelte zum 28:27.

 

Bammentals Trainer Marc Winterhalder analysierte enttäuscht: „Wir haben sehr viele falsche Entscheidungen getroffen. Leider haben wir die Vorgaben, gegen einen Gegner, den wir sehr gut kennen, nicht umgesetzt.“

 

Ohne Chance war Aufsteiger TSV Rot II beim 23:25 gegen den TV Hemsbach. Die Gäste führten bereits zur Pause 11:19. Viel zu viel einfache Konter-Tore ermöglichten Hemsbach den Kanter-Sieg.

 

Einen souveränen Erfolg gab es auch für den TV Dielheim in der ersten Kreisliga. Schon zur Pause führte der TVD 15:9 in Sandhausen. In der zweiten Halbzeit hatte Sandhausen dem Sturmlauf der Gäste nichts mehr entgegenzusetzen.

 


13 Tore von Scheffzek und Marz

(soz) Dadurch besiegt der TV Eppelheim den TSV Wieblingen in der Verbandsliga

 

soz. Die Nachbarschafts-Duelle in der Verbandsliga zwischen dem TV Eppelheim und dem TSV Wieblingen sind schon immer sehr emotional aufgeladen. Das war auch dieses Mal beim 27:23 so, was auch an der Vor-Saison lag: Ungern erinnerte man sich im TVE-Lager an das letzte Jahr, als man in der Fremde vorgeführt wurde und auch zu Hause nur einen Punkt erringen konnte. Hinzu kam, dass die Hausherren auf Christopher Föhr, ihren emotionalen Anführer und erfolgreichsten Torschützen, verzichten mussten. Er hatte sich im letzten Spiel einen Finger gebrochen, fällt vorerst aus. Doch die beiden Trainer Robin Erb und Sebastian Dürr hatten ihre Truppe heiß gemacht. So legte diese auch los: Beim 10:5 nach einer Viertelstunde nahm Peter Masica, der Trainer der Gäste, seine Auszeit, um den Lauf des TVE zu stoppen, was ihm insofern gelang, als der Vorsprung nicht noch weiter anwuchs. Mit 17:12 ging es dann in die Pause.

 

Auch danach dominierten die Hausherren, erhöhten auf 20:12 und schienen, immer fünf bis sechs Tore vorne liegend, einem ungefährdeten Sieg entgegen zu steuern. Doch plötzlich klappte es im Abschluss nicht mehr, beste Chancen wurden ausgelassen. Wieblingen kam heran, verkürzte von 25:19 auf 25:23 und schien drauf und dran, dem Spiel eine Wende zu geben. Doch Philipp Stotz erlöste mit einem verwandelten Siebenmeter seine Anhänger.

 

Bei den Eppelheimern müssen vor allem die Leistungen von Sebastian Scheffzek und Yannick Marz herausgehoben werden, die mit insgesamt 13 Toren einen entscheidenden Beitrag zum Sieg leisteten. "Gerade für Yannick war es besonders wichtig zu zeigen, was für ein Potenzial in ihm steckt. Er muss jetzt die Rolle von Christopher Föhr übernehmen", meinte Trainer Robin Erb nach dem Spiel.

 

Im Derby gegen die TSG Dossenheim gab es für den TSV Rot den dritten Punkt-Verlust in eigener Halle. Am Ende mussten die Gastgeber hochzufrieden mit diesem einen Punkt sein, denn die Gäste hatten fünf Sekunden vor dem Ende noch den vermeintlichen Siegtreffer zum 19:20 erzielt. Aber in allerletzter Sekunde erzielte Dominik Steinhauser doch noch den nicht mehr für möglich gehalten Ausgleich.

 

Beide Teams mussten punkten, vor allem Vize-Meister Dossenheim hat gerade mal einen Sieg aus vier Spielen errungen. Das machte sich auch in der Spielweise bemerkbar. Ein Schmankerl für Fans der feinen Handballkunst war dieses Spiel mit Sicherheit nicht. Vielmehr bestimmten Kampf, Hektik und in der Endphase vor allem Nervenkitzel das Geschehen.

 

Dossenheim erwischte den besseren Start und lag nach vier Minuten bereits mit 1:4 in Führung. Rot kam zwar mehrmals wieder zum Anschluss, der Ausgleich wollte jedoch nicht gelingen. Nach dem 6:7 konnten sich die Gäste wieder auf drei Tore absetzen und diesen Vorsprung beim 10:13 mit in die Pause nehmen. Nach dem Wechsel hielt die TSG bis zum 14:17 in der 39. Minute den Vorsprung. Dann allerdings gelang den Gästen zehn Minuten lang kein Treffer mehr. Rot schaffte beim 17:17 in der 49. Minute erstmals im zweiten Durchgang den Ausgleich. Nun war die Partie wieder vollkommen offen, allerdings mit leichten Vorteilen für die TSG, die immer wieder einen Treffer vorlegen konnte. Nach dem 19:19 in der 54. Minute vergaben beide Seiten dann mehrmals, ehe Dossenheim fünf Sekunden vor dem Ende das 19:20 erzielte. Das war es dann wohl, dachten die meisten Zuschaue in der Halle. Aber Trainer Roland Mächtel nahm noch eine Auszeit für letzte Anweisungen. Und die hatten Wirkung. Der nicht mehr für möglich gehaltene Ausgleich fiel beinahe gleichzeitig mit der Schlusssirene.

 

Aufsteiger TSV Handschuhsheim hat sich endgültig akklimatisiert. Beim 34:30 in Langensteinbach gelang den „Löwen“ der dritte Sieg in Folge – zuvor gab’s vier Pleiten zum Saison-Auftakt. Dabei zeigte Handschuhsheim eine abgezockte Leistung und profitzierte dabei von zwei starken Rückraumspielern: Vincent Stupp erzielte acht, Daniel Schmitt sieben Tore. Die Vorentscheidung fiel in der zweiten Halbzeit, als Handschuhsheim nach dem 19:20 innerhalb von sechs Minuten auf 21:26 (45.) davonzog. Von diesem Vorsprung zehrten die Gäste den Rest der Spielzeit. Zwar wurde es noch zweimal eng (28:29, 30:32) – am Ende stand aber der erste Auswärts-Erfolg. „Enorm wichtig“, befand Trainer Jonas Kari. „Vor allem auch im Hinblick auf die Derbys im November. Wichtig ist für uns auch, dass wir in der Tabelle vor Dossenheim und Wieblingen stehen.“

 


Malschenbergs sensationelle Aufholjagd

(soz) Landesliga: Nach 12:21-Rückstand noch 29:28 gewonnen

 

Heidelberg (soz) Vor einer Woche verlor die TSG Wiesloch 17:35 gegen Heidelsheim und stürzte auf den letzten Tabellenplatz in der Badenliga. Den hat der letztjährige Vize-Meister auch nach dem sechsten Spieltag inne, doch der Auftritt beim 24:25 in Neuenbürg macht Mut für die nächsten Wochen. Zwischen diesen beiden Spielen lagen zwar nur sieben Tage, doch Wiesloch präsentierte sich mit einem völlig anderen Gesicht: Kampfstark, mutig, spielfreudig. Genau das hatte Trainer Patrick Körner vor der Partie gefordert. Nun lobte er seine Mannschaft trotz der Niederlage: „Ich trauere zwar den zwei Punkten hinterher, doch es war ein klarer Aufwärtstrend erkennbar.“

 

Wiesloch führte beim heimstarken Tabellen-Dritten 8:10, hatte auch nach dem 14:14 zur Pause zunächst die Nase vorn (15:16). Die Vorentscheidung fiel in den Minuten danach, als Neuenbürg Wieslochs einzige Schwächephase nutzte und auf 23:19 (49.) davonzog. Mit großem Kampf kam die TSG noch einmal heran und hatte durch den sechsten Treffer von Linksaußen Florian Sauter 76 Sekunden vor dem Ende noch berechtigte Hoffnung auf einen Punkt. Doch Neuenbürg ließ in der Schlussphase nichts mehr zu.

 

Mit einer Enttäuschung endete die Partie für die HSG St. Leon/Reilingen. Neun Minuten vor Schluss lag St. Leon noch 21:17 beim TV Friedrichsfeld vorn – danach gelang kein Treffer mehr, die HSG vergeigte die Partie noch 21:23. Anstatt ins Mittelfeld vorzustoßen, muss St. Leon wieder nach unten schauen.

 

Den kuriosesten Sieg des Wochenendes holte der TSV Malschenberg in der Landesliga. In der 37. Minute lagen die „Büffel“ 12:21 zurück, der TV Großsachsen 2 schien alles im Griff zu haben. Danach folgte eine sensationelle Aufholjagd, die im 29:28-Sieg mündete. Nach dem 15:22 gab es innerhalb von zwölf Minuten einen 8:1-Lauf der Gastgeber, die zum 23:23 ausglichen. Es wurde noch besser: Malschenberg im Rausch, die Gäste, immerhin einer der Favoriten auf die vorderen Plätze, völlig von der Rolle. Nun kam auch die Zeit von Fabian Klefenz: In der Schlussphase erzielte er drei wichtige Treffer, u.a. das entscheidende 29:27 50 Sekunden vor dem Ende.

 

Mit einer ausgedünnten Personaldecke reiste der TV Bammental zur HSG Seckenheim und verlor 30:37. Mit Sergiu Dumitru, Bastian Steinmetz und Kevin Trautner stand der etatmäßige rechte Rückraum nicht zur Verfügung. Auch in der Abwehr sollte sich dies bemerkbar machen. Doch die Mannschaft startete unbeeindruckt von dieser Schwächung in die Partie und stellte Mannheim mit einem 5:0-Lauf zu Spielbeginn vor ernsthafte Schwierigkeiten.

 

Doch die HSG holte auf, glich bis zur Pause auf 18:18 aus. In der zweiten Spielhälfte dominierte die HSG das Spielgeschehen. Speziell auf die HSG-Spieler Tim Stumpenhorst und Stefan Tunkl bekam Bammental in der Deckung keinen Zugriff mehr. Trainer Marc Winterhalder: „Wir können unsere Ausfälle nicht kompensieren. Teilweise müssen wir mehrere Jugendspieler einsetzen.“

 

 

 

 

Heidelberg (soz) Zwei Jahre ging es bei der TSG Dossenheim steil bergauf. Erst Platz drei in der Handball-Verbandsliga, dann Vize-Meister und badischer Pokalsieger. Nun ist Dossenheim zum ersten Mal seit längerer Zeit wieder in einem Tief. Nach dem unglücklichen 25:26 gegen Tabellenführer SG Leutershausen 2, der ersten Heim-Niederlage seit zwei Jahren, ist die TSG mit 2:6 Punkten Drittletzter. Spielertrainer Nicolai Elfner gibt zu: „Solch eine Durststrecke sind wir nicht mehr gewohnt. Wir müssen erst wieder lernen, damit umzugehen.“

 

Dabei sah es gegen die vor der Saison gleich auf mehreren Positionen verstärkten „Kleinen Teufel“ zu Beginn richtig gut aus. Nach 17 Minuten lag Dossenheim 11:6 vorn. Doch die TSG hat in dieser Saison im Rückraum, dort, wo die überwiegende Mehrheit der Spiele entschieden werden, bisher Probleme. „Wir sind zur Zeit nicht so breit wie besetzt wie in den Vorjahren“, weiß Elfner. Gegen Leutershausen spielten die Gastgeber ohne etatmäßigen linken Rückraum.

 

Die Folge: Die Gäste kamen wieder heran, glichen beim 14:14 (29.) erstmals aus. In der 40. Minuten lag Leutershausen sogar 16:19 in Führung. Dossenheim kämpfte sich noch einmal zurück, erzielte durch Elfner das 24:24 (57.) – in der Endphase war die SGL glücklicher. Dazu passt: Ein direkter Freiwurf klatschte in der Schlusssekunde an die Latte.

 

Die kommenden Wochen werden nicht einfacher, das weiß Elfner: „Wer auch immer den Spielplan erstellt hat, hat es nicht gut mit uns gemeint.“ Nach den Spitzenteams Eggenstein und Leuterhausen muss Dossenheim nun nach Rot und Eppelheim. „Es kann durchaus sein, dass wir die Vorrunde mit zehn, zwölf Minuspunkten abschließen“, meint Elfner. „Das hatten wir lange nicht mehr.“

 

Doch Dossenheims unerwartete Misere reiht sich ein in die überraschenden Ergebnisse der Verbandsliga. Dazu zählt auch, dass Aufsteiger TSV Handschuhsheim den bisherigen Zweiten TSV Rot beim 32:25 entzauberte. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit (15:13) legten die „Löwen“ den Grundstein für den unerwartet deutlichen Erfolg gleich zu Beginn der zweiten Hälfte. Die Gastgeber zogen über 18:15, 22:18 auf 25:19 nach 46 Minuten davon. Dadurch hatten sie den Willen der Gäste gebrochen. „Meine Mannschaft hat die Vorgaben nahezu perfekt umgesetzt“, freute sich Trainer Jonas Kari. „Da wir körperlich nicht mithalten konnten, haben wir das mit spielerischen Mitteln bravourös gemeistert.“ Gleich elf (!) Spieler erzielten mindestens einen Treffer.

 

Mit 30:23 verlor der TV Eppelheim bei der HSG Ettlingen/Bruchhausen, was vor allem an den technischen Fehlern lag. Allein 16 Mal ging das Spielgerät an den Gegner - so kann man ein Spiel nicht gewinnen. Nach dem 9:9 erfolgte ein Einbruch, beste Chancen wurden ausgelassen, Bälle leichtfertig vertändelt. Im Nu führten die Hausherren mit 14:9 und nahmen, begünstigt durch weitere Ballverluste, den Vorsprung mit in die Pause (16:11).

 

Nach dem Wechsel bäumte sich der TVE auf, verkürzte innerhalb weniger Minuten auf 16:14. Doch bald war die Herrlichkeit zu Ende, denn nun bekam die Abwehr keinen Zugriff mehr auf die kraftvollen Angreifer und ließ so den bis dahin bestens haltenden Martin Kriechbaum im Stich. Noch beim 20:17 war man zwar auf Schlagdistanz, doch zwei Fehlwürfe und zwei Ballverluste ermöglichten der HSG wegzuziehen.

 

Angefressen reagierten die Trainer des TVE. "Hektik statt kühlem Kopf, Übereifer und Leichtfertigkeit statt Disziplin auch im Abschluss – so kann man nicht gewinnen, man macht nur den Gegner stark", meinte Robin Erb. Und Sebastian Dürr war vor allem vom sonstigen Prunkstück, der Abwehr, enttäuscht. "Weder die Absprache noch der körperliche Zugriff war befriedigend. Gegen einen solchen Gegner muss man anders kämpfen.“

 


Rot entzaubert Wieblingen

(soz) Unerwartet deutliches 39:17 im Spitzenspiel

 

soz. Aufatmen bei den Badenliga-Männern der HSG St. Leon/Reilingen. Das 29:24 gegen den bis dato verlustpunktfreien Aufsteiger TSG Plankstadt bedeutet den ersten Saison-Sieg. „Wir haben wie in den Wochen eine richtig gute Leistung gezeigt“, war Vorstands-Mitglied Rolf Hofmann froh. „Deshalb sind wir froh, dass wir mit zwei Punkten belohnt wurden.“

 

St. Leon beherrschte über die gesamte Spielzeit die Partie, kam nie Verlegenheit und über 10:6, 16:11 und 20:13 zu den Punkten. Dabei überzeugten vor allem Kreisläufer Fabian Manke (7 Tore), Rechtsaußen Christian Decker (5) und Torwart Simon Gabrys.

 

Dagegen bekam die TSG Wiesloch von Tabellenführer SG Heidelsheim/Helmsheim so richtig den Kopf gewaschen: 17:35 hieß es am Ende, der Vize-Meister der vergangenen Saison stürzt deshalb auf den letzten Platz. Nach dem 4:4 brachen bei Wiesloch alle Dämme. Nichts funktionierte mehr gegen eine zugegebenermaßen richtig gute Mannschaft. Nach dem 8:17 zur Pause versuchte es Wiesloch mit einer offensiveren Abwehr – auch das brachte nicht im Ansatz den erwünschten Erfolg. Vorne blieb die TSG ebenfalls harmlos. Es droht ein schwieriger Herbst, denn in der nächsten Woche spielt Wiesloch beim Tabellen-Dritten HC Neuenbürg.

 

Mit ziemlich vielem hat man vor dem Spitzenspiel der Verbandsliga gerechnet – nur nicht mit dem deutlichen 39:17 des TSV Rot gegen den Überraschungs-Zweiten TSV Wieblingen. Vor allem in der Abwehr war Rot von Beginn an hellwach. Die Kreise von Wieblingens gefährlichstem Werfer und Spielgestalter Marco Widmann schränkte Rot bis auf wenige Ausnahmen ein, unterband auch dessen Anspiele an den Kreis. Hinzu kam, dass Jannik Steger im Roter Tor einen Sahnetag erwischt hatte und vor allem in der ersten Halbzeit die Angreifer der Gäste mit 14 gehaltenen Bällen fast zur Verzweiflung brachte. Auch deshalb führte Rot sensationell hoch 18:6.

 

Im zweiten Durchgang war dann beinahe jede Aktion der Gastgeber von Erfolg gekrönt, während bei den Gästen schieflief, was nur schieflaufen konnte. Auch die Umstellung der Abwehr auf zweifache Manndeckung gegen Simon Körner und Dominik Steinhauser brachte das Spiel der Gastgeber nicht aus dem Rhythmus.

 

Der TV Eppelheim setzte gegen den TSV Malsch 27:24 durch – auch dank eines furiosen Starts. Nach nicht mal fünf Minuten stand es bereits 5:0, zur Pause 15:11. Bis zum 20:15 hielt Eppelheim die Gäste auf Distanz. Doch plötzlich war Sand im Getriebe der Eppelheimer Angriffs-Maschinerie. Gute Wurfmöglichkeiten wurden ausgelassen, die Gäste kamen auf 23:22 heran. Doch nach einer Auszeit entschied Eppelheim die Partie endgültig. TVE-Trainer Robin Erb hörte sich hinterher erleichtert an: „Das war mühsamer als gedacht, aber solche Spiele muss man dann halt auch gewinnen.“

 

Aufsteiger TSV Handschuhsheim verlor erwartungsgemäß bei Spitzenreiter SG Leutershausen 2. Doch das 33:40 hört sich deutlicher an, als es lange Zeit war. Bis zum 19:19 (39.) hielten die ersatzgeschwächten „Löwen“, die bereits in der 15. Minute ihren Abwehr-Chef Klaus Dahlmann nach einer umstrittenen Roten Karte verloren, überraschend gut mit. Zehn Minuten später war das temporeiche Spiel beim 31:23 allerdings entschieden. Trainer Jonas Kari: „Nach der guten Offensiv-Leistung bin ich schon enttäuscht, dass wir nichts mitnehmen konnten. Es ist schon extrem bitter, dass wir nun 2:8 Punkte haben. Das entspricht nicht den gezeigten Leistungen meiner Mannschaft.“

 

(soz) Verbandsliga Männer

 TSV Rot gegen TV Eppelheim

(soz) Badenliga Frauen

 TSV Rot gegen SG Pf/Eutingen

 TSG Wiesloch gegen HG Oftersheim/Schwetzingen

 

Oberliga Männer/Frauen:


Nußloch im Tor-Rausch

(soz) BW-Liga Frauen: Nach 10:17 noch 38:35 in Bönnigheim

 

soz. Die HSG St. Leon/Reilingen, bis zum Wochenende Überraschungs-Erster in der Baden-Württemberg-Liga der Frauen, kassierte beim starken Aufsteiger TSV Heiningen eine 22:23-Niederlage. Dadurch rutschte St. Leon hinter Wolfschlugen auf Platz zwei. Nach einem schnellen 3:6-Rückstand fand die HSG in die Partie und konterte: Eine Viertelstunde später lag die Mannschaft von Trainer Sascha Kuhn 9:11 vorne, zur Pause sogar 12:15. Doch in der zweiten Hälfte wollte nur der Ball nur noch selten ins Tor gehen, in den letzten 15 Minuten erzielte St. Leon sogar nur noch zwei Treffer.

 

Die Aufholjagd der SG Nußloch geht weiter. Der 38:35-Erfolg beim TSV Bönnigheim war bereits der zweite Sieg in Folge. Der Aufsteiger führt damit das untere Mittelfeld an und kann nach der Rückkehr sämtlicher Leistungsträgerinnen zuversichtlich in die nächsten Wochen gehen. Dabei sah es in der ersten Halbzeit nach der siebten Saison-Pleite für Nußloch aus. Beim 10:17 bahnte sich eine hohe Niederlage an, beim 16:21 zur Pause sah es nicht viel besser aus.

 

Selbst in der 38. Minute lag Nußloch noch 22:27 zurück. Danach spielte sich die SG mit atemberaubendem Tempo-Handball in einen Rausch, konnte sich vor allem auf drei Haupttorschützinnen stützen: Felicia Arnold erzielte zwölf, Tara Beckenbach zehn und Katharina Lemke sieben Tore. Beim 28:28 (46.) schaffte Arnold den Ausgleich, beim 30:34 (55.) war die Entscheidung gefallen.

 

Badenligist TSV Rot tat sich gegen den Tabellen-Vorletzten TV Schriesheim schwer, gewann aber glücklich 23:22. Ohne die beiden Leistungsträgerinnen Cathrin Hofmann und Anna Engelmann fehlte den Gastgerinnen die Durchschlagskraft. Schriesheim dominierte zunächst und legte zwei bis drei Tore zwischen sich und Rot. Erst ab der 25. Minute konnte Rot seine Abwehr durch Umstellungen stabilisieren und zog mit Schriesheim gleich. Trotzdem blieb die Partie bis zum Schluss spannend. In den letzten Sekunden bekam Rot noch einen glücklichen Siebenmeter zugesprochen, da eine Schriesheimer Abwehrspielerin den Abstand nicht einhielt.

 

Das zieht nach den neuen Regeln in den letzten 30 Sekunden eine Rote Karte und einen Siebenmeter nach sich. Evelyn Hoffmann verwandelte nervenstark zum Sieg.

 

Weniger Glück hatte Vize-Meister TSG Wiesloch. Gegen den Tabellen-Zweiten TSV Viernheim gab es eine 23:25-Niederlage. Dabei lag Wiesloch zur Pause noch 16:12 in Führung. Danach klappte allerdings vor allem Angriff nicht mehr viel. Folge: Die Hessen legten auf 19:21 vor und gaben diesen Vorsprung nicht mehr her.

 

Eine große Enttäuschung erlebte Verbandsligist SG Walldorf. Beim Tabellen-Vorletzten TS Mühlburg war die SG beim 17:27 chancenlos – dabei hatte man sich berechtigte Hoffnungen auf die ersten Auswärtspunkte in dieser Saison gemacht. Grund für die hohe Niederlage: Große Lücken in der Abwehr, wenige Ideen im Angriff und eine schwache Siebenmeter-Bilanz. Alleine vier Strafwürfe wurden vergeben.

 

Mit dem fünften Sieg im fünften Spiel bleibt die SG Bammental/Mückenloch dem Landesliga-Tabellenführer HSG Bergstraße (ein Spiel mehr) auf den Fersen. Das 22:13 gegen den Tabellenletzten SG Schwarzbachtal spricht eigentlich eine deutliche Sprache – doch nach dem 5:1 und 10:3 schluderte der Favorit. Nach 40 Minuten hatte der Außenseiter plötzlich auf 12:9 verkürzt. Erst eine Auszeit bewirkte eine Leistungssteigerung und einen am Ende standesgemäßen Erfolg.

 

Nußloch leichtfüßig

(soz) BW-Liga Frauen: Beim 34:26 gegen Mit-Aufsteiger Strohgäu

 

soz. Die SG Nußloch verlässt durch das 34:26 gegen Mit-Aufsteiger HSG Strohgäu erstmals in dieser Runde die Abstiegsplätze der Frauen-Baden-Württemberg-Liga. Dabei wirkte Nußloch vor allem leichtfüßiger als die Gäste, entwickelte durch ein ständig durchgeführtes Konterspiel hohen Druck. Das zahlte sich aus: Nach dem 14:11 setzte sich Nußloch bis zur Pause auf 21:15 ab. Nußloch hatte nur noch einmal kurz Probleme, als Strohgäu auf 24:21 verkürzte. Doch zehn Minuten vor dem Ende war die Partie beim 31:24 entschieden.

 

So langsam in Fahrt kommt die TSG Wiesloch. Der letztjährige Vize-Meister siegte beim Abstiegs-Kandidaten TV Schriesheim 30:24 und hat nun ein ausgeglichenes Punktekonto in der Badenliga. Dabei startete Wiesloch schwach ins Spiel und lag 3:8 zurück. In der 24. Minute gelang Janine Rüffer allerdings die erstmalige Führung (12:11). Danach hatte Wiesloch alles im Griff, führte zeitweise mit neun Toren.

 

Einen rabenschwarzen Tag erwischte der TSV Rot. Beim 17:26 in Heddesheim lag Rot nach 15 Minuten 1:10 zurück. Diesem Rückstand rannte Rot den Rest der Spielzeit hinterher.

 

Ein wichtiger Sieg gelang der SG Walldorf in der Verbandsliga. Durch das 33:16 gegen den Tabellenletzten TG Eggenstein hat Walldorf Anschluss ans untere Mittelfeld. Zahlreiche Tempogegenstöße und eine konzentrierte Abwehrleistung waren hauptverantwortlich dafür, dass es bereits zur Pause 19:9 stand. Tamara Schiltz mit elf Toren und Vanessa Köhler mit zehn Treffern ragten aus einer ausgezeichneten Mannschaft heraus.

 

Keine Probleme hatte auch die SG Bammental/Mückenloch in der Landesliga beim 33:17 gegen den Tabellenletzten SG Schwarzbachtal. Schon nach 16 Minuten führte Bammental 15:6.

 


TV Dielheim weiter sensationell!

(soz) Frauen-Verbandsligist bleibt nach 26:20 in Mühlburg Erster

 

soz. Eine unnötige 27:31-Niederlage kassierte die SG Nußloch im Aufsteiger-Duell der Vierten Liga gegen die TuS Steißlingen. Zwar führten die „Nussis“ 10:6 und konnten sich auf ihre starke Torfrau Vanessa Dürr, die u.a. drei Siebenmeter hielt, verlassen. Doch danach ging lange Zeit nichts: Zu viele technische Fehler in der Offensive und schlechte Abstimmung in der Defensive waren der Grund dafür, dass die Gäste 13:14 zur Pause und später sogar 16:21 vorn lagen. Zwar bäumte sich Nußloch noch einmal auf und verkürzte auf 24:26, verfiel dann aber in dasselbe Muster wie im ersten Durchgang.

 

Dagegen feierte die TSG Wiesloch einen wichtigen Erfolg in der Badenliga: Durch das 25:21 gegen die SG Heddesheim gelang dem Vize-Meister der Anschluss ans untere Tabellen-Mittelfeld. Die Gastgeberinnen dominierten von Beginn an und führten zur Pause 15:8. Auch eine enge Deckung gegen Johanna Sauter – mit neun Treffern erfolgreichste Werferin – konnte den Erfolg nicht mehr gefährden.

 

Paukenschlag durch den TSV Rot: Der letztjährige Abstiegs-Kandidat bezwang den bisherigen Tabellen-Zweiten TV Brühl 25:24 und bleibt zuhause ungeschlagen. Beim Stand von 23:23 nahm Trainer Weinheimer eine Auszeit und schwor seine Mannschaft auf die letzten vier Minuten ein. Mit Erfolg: Zwei Tore der überragenden Sahrah Knopf (insgesamt zehn Treffer) sicherten Rot den dritten Heim-Erfolg in dieser Runde. Ebenfalls stark: Torfrau Julia Müller, die u.a. drei Siebenmeter parierte.

 

Der TV Dielheim bleibt die Sensation in der Verbandsliga: Durch das 26:20 beim Tabellenletzten TS Mühlburg festigte die Mannschaft von Trainer Ralf Pichler den ersten Platz (11:1 Punkte). Dielheim dominierte die Partie von Beginn an, führte 10:5, 16:11, später 23:15.

 

Deutliche Worte fand Trainer Wolfgang Hell nach einer dürftigen ersten Halbzeit seiner SG Bammental/Mückenloch gegen den TSV Birkenau 3. Nach dem 11:12-Rückstand stellte Hell zudem die Abwehr um: Beide Maßnahmen verfehlten ihren Zweck nicht, am Ende sprang für den verlustpunktfreien Landesliga-Zweiten ein doch noch souveräner 26:19-Erfolg heraus.

 


Landesliga & Kreisliga Männer/Frauen:


Wiesloch holt Sieben-Tore-Rückstand auf

(soz)Landesliga: Bammental und Malschenberg kassieren erste Niederlagen

 

soz. Marc Winterhalder war sichtlich frustriert. Das unerwartete 21:25 gegen die HSG Dittigheim hatte dem Trainer von Landesliga-Tabellenführer TV Bammental zugesetzt: „Wir haben nicht unsere kämpferische Leistung wie in den vorherigen Spielen gebracht. Zudem hat uns das Fehlen von Sergiu Dumitru in der Abwehr erheblich geschwächt.“ Wie lange Dumitru, der sich vor einer Woche erneut an der Schulter verletzte, ausfällt, ist ungewiss.

 

Zwar kämpfte sich Bammental nach dem 9:13 mit vier Treffern in Folge zurück ins Spiel. Auch nach dem 15:20 und einer erneuten Umstellung im taktischen Bereich verkürzte Bammental, hatte beim 20:22 mehrfach die Möglichkeit, auf einen Treffer heranzukommen. Zudem haderte der TVB mit Schiedsrichter-Entscheidungen. Am Ende gab es allerdings die erste Saison-Niederlage.

 

Kurioser Spielverlauf bei der TSG Wiesloch 2: In der 53. Minute lagen die Gastgeber 17:24 gegen Aufsteiger Brühl zurück, erkämpften sich aber noch ein 24:24. Niklas Heim erzielte 42 Sekunden vor dem Ende mit seinem sechsten Treffer den nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich.

 

Den ersten Saison-Sieg nach vier teilweise deftigen Pleiten feierte Aufsteiger TSV Rot 2. Gegen den TSV Malschenberg entschied Rot nach dem 13:10 zur Pause bis zur 41. Minute die Partie (19:11.). Für Malschenberg ist das 24:33 die erste Saison-Niederlage.

 

(soz) 1.Kreisliga Männer

 SC Sandhausen gegen PSV Knights Heidelberg 1.Kreisliga Männer

 TSV Malschenberg 2 gegen TV Sinsheim



Weitere Nachrichten


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Geschichten aus dem Kreis


Handballer aus Leidenschaft

Der Kreisvorsitzende Jürgen Brachmann wird heute 65

 

(soz) Ein Klassenkamerad lud ihn Mitte der 1960-er Jahre mit den Worten ein: „Komm’ doch mal ins Handball-Training!“ Und Jürgen Brachmann, damals 15, besuchte bei der KuSG Leimen tatsächlich eine Übungseinheit. Seit diesem Tag ist er Handballer aus Leidenschaft.

 

Erst Spieler: „Im Großfeld! Auf Asche! Als Läufer und Außen! Meine Stärke war die Schnelligkeit.“ Dann Funktionär, weil sich bereits mit 25 der Ischias-Nerv auf unerträgliche Weise bemerkbar machte und er als Aktiver aufhören musste. Er wurde Trainer u.a. bei seinem Heimat-Klub KuSG Leimen, dem BSC Mückenloch und der SG Walldorf. Später Rechtswart beim badischen Verband. Und Schiedsrichter: „Ich habe nie eine Rote Karte zeigen müssen wegen Beleidigung. Ich habe versucht, die Spiele so zu leiten, dass immer eine Linie erkennbar war. Einmal ist es mir offensichtlich so gut gelungen, dass die Spielerinnen nach einem Foul freiwillig vom Spielfeld runtergingen, als ich noch gar nicht gepfiffen hatte – weil sie wussten, sie bekommen jetzt eine Zwei-Minute-Strafe.“

 

2013 schließlich der Höhepunkt seiner Funktionärs-Karriere, als Brachmann in Wilhelmsfeld zum Vorsitzenden des Handball-Kreises Heidelberg gewählt wurde.

 

Er ist keiner, der zu allem Ja und Amen sagt. Er ist einer, der mahnend den Zeigefinger hebt, wenn seiner Meinung etwas falsch läuft – vor allem, wenn es um Belange beim badischen Handball-Verband geht. Er weiß: „Das kommt nicht überall gut an. Es gab schon einige Dinge, bei denen ich angeeckt bin. Aber das werde ich auch in Zukunft tun. Denn als ich vor vier Jahren gewählt wurde, habe ich diese kritische Begleitung in meiner Antrittsrede versprochen.“

 

Jürgen Brachmann wird an diesem Freitag 65. Den runden Geburtstag feiert Heidelbergs Handball-Boss heute Abend mit seiner Familie in einem Walldorfer Hotel. Dabei sind natürlich auch seine drei Söhne (35, 33, 19). Die spielen übrigens alle drei Tennis. Dafür möchte Brachmann seinen Enkel Benedikt (2) gerne als Handballer sehen. Um ihm den Einstieg zu erleichtern, hat er ihm bereits einen kleinen Handball gekauft...

 

Im Frühjahr 2018 geht Brachmann in Rente – aber nur bei der Uni Heidelberg, wo er in der Verwaltung tätig ist: „Den Handballern bleibe ich noch ein paar Jahre erhalten. Die werden mich so schnell nicht los.“ Das „So schnell“ dauert nun schon über 50 Jahre.

 


„Noch ‘ne extra Runde gehüpft“

Dossenheimer Handballer gewinnen das Spitzenspiel und sind vorzeitig Herbstmeister

 

(soz). Die Dossenheimer hüpften gerade ein paar Siegesrunden im Kreis und genossen die Leichtigkeit des Seins, als die nächste gute Nachricht vermeldet wurde. „Irgendjemand schrie uns zu, dass Plankstadt verloren hat“, berichtet Spielertrainer Nicolai Elfner, „da sind wir eben noch ‘ne extra Runde gehüpft.“

 

Es lief alles richtig gut an diesem Wochenende für die Verbandsliga-Handballer der TSG Dossenheim: Sie gewannen das Spitzenspiel gegen den Zweiten Ettlingen 25:19, der eigentliche Top-Favorit Plankstadt patzte in Walzbachtal. Die TSG hat sich nun einen komfortablen Drei-Punkte-Vorsprung erarbeitet und ist bereits einen Spieltag vor dem Ende der Vorrunde ungeschlagener Herbstmeister.

„Wir sind definitiv in einem Flow“, bestätigt Elfner den neudeutschen Begriff, der in letzter Zeit immer dann hervorgeholt wird, wenn was Überraschendes eingetreten ist, das man rational nicht erklären kann. So ziemlich alle wussten im Sommer, dass Dossenheim eine gute Mannschaft hat – aber dass der letztjährige Dritte die Verbandsliga dominiert wie Bayern München zu besten Pep-Guardiola-Zeiten die Fußball-Bundesliga, das hatte wohl niemand auf der Rechnung.

 

Beispiele gefällig? Den TSV Rot, neben Plankstadt vor der Saison Aufstiegs-Favorit, 28:19 hergespielt. Jetzt dem Zweiten Ettlingen keine Chance gelassen, obwohl die TSG nicht ihre beste Leistung abrief. Elfner stellte selbstkritisch fest: „Es war kein berauschendes Spiel von uns, ich habe beispielsweise einen rabenschwarzen Tag erwischt. Dazu haben wir zu viele dumme Fehler gemacht und zu viele richtig gute Chancen liegen gelassen.“ Aber es reichte, um den Tabellen-Zweiten zu dominieren. Die TSG lag 10:5 (21.) und 12:8 (28.), beim 13:12 (33.) war das Spiel freilich wieder offen. Allerdings nur für kurze Zeit, denn Dossenheim setzte sich auf 20:14 (44.) und schließlich 23:18 (56.) entscheidend ab.

 

So nüchtern Elfner den großen Sieg beschreibt, so schwärmerisch wird er, wenn er über seine Mannschaft spricht: „Das ist so eine geile Truppe... Wir haben schon einen super Kader, sind breit aufgestellt. Keiner kriegt Kohle bei uns, ganz viele Spieler kommen aus der eigenen Jugend.“ So präsentiert sich Dossenheim Woche für Woche frisch, fröhlich und frei von der Leber weg. „Ich versuche immer, den Erwartungsdruck zu nehmen“, berichtet Elfner, „ich sage den Jungs, sie sollen sich lockermachen. Wenn wir das spielen, was wir können, können wir jeden in dieser Klasse schlagen.“ Offensichtlich rufen sie ihr Potenzial derzeit oft ab.

 

Wird auch nötig sein, um in zwei Wochen die nächste große Prüfung zu bestehen. Dann steigt der nächste Hit bei der TSG Plankstadt, mit drei Minuspunkten Rückstand immer noch Verfolger Nummer 1. „Ich bin überzeugt, dass wir auch dort richtig gut spielen werden“, sagt Elfner. „Der Druck liegt jetzt eindeutig bei Plankstadt. Die müssen abliefern. Wenn sie das auch noch verlieren, hätten sie fünf Punkte Rückstand auf uns.“ Was Elfner nicht sagt: Dann wäre immer noch nichts entschieden, aber das müsste eine Mannschaft gegen diese starken Dossenheimer erst einmal aufholen.