Die Arbeitstagung des Handballkreises Heidelberg findet statt am 15.03.2019 in Heidelberg                         (Vereinsheim TSV Wieblingen)


Vorschau: Mittwoch den 13.03.2019

Doppelspitze für die TSG Wiesloch

Oliver Bender und Michael Peitz übernehmen Traineramt beim Handball-Badenligisten

 

Heidelberg (soz) Am Ende der Saison hört Patrick Körner als Trainer beim Handball-Badenligisten TSG Wiesloch auf (die RNZ berichtete). Jetzt stehen die Nachfolger fest: Oliver Bender, bisher Körners Assistent, und Michael Peitz übernehmen als gleichberechtigte Doppelspitze den Vize-Meister der Vor-Saison. Peitz spielt schon seit der Jugend in Wiesloch, sammelte zuletzt Erfahrung bei der zweiten Mannschaft in der Landesliga. Bender stammt ebenfalls aus Wiesloch, war als Spieler ein Klasse-Kreisläufer, u.a. beim HSV Hockenheim und dem TSV Östringen.

 

„Wir haben uns für diese skandinavische Lösung, wie wir sie nennen, entschieden“, sagt Männerwart Christian Peitz. Schwedens Nationalmannschaft wurde einst von Ola Lindgren und Staffan Olsson gemeinsam gecoacht.

 

Bis Saisonende ist allerdings noch Körner verantwortlich. Der muss versuchen, seine Mannschaft nach der desolaten Vorstellung gegen Knielingen (22:31) in Viernheim wieder in die Spur zu bringen. „Die Jungs wissen, dass sie Bockmist gebaut haben“, sagt Körner, „dass wir schlecht spielen, kann passieren. Aber dass man die Leidenschaft vermissen lässt, geht nicht.“

 

So vergab Wiesloch leichtfertig die Chance auf Platz 5. Körner macht seiner Mannschaft Beine: „Ich werde nicht akzeptieren, dass wir die Saison austrudeln lassen, weil es vermeintlich um nichts mehr geht. Wir sind Sportler – und wir wollen doch immer gewinnen. Aber die Mannschaft hat verstanden, sie hat Anfang der Woche richtig gut trainiert.“ Das Ergebnis wird man in Viernheim sehen.

 

Badenliga Männer, Samstag, 19.30 Uhr: HSG St. Leon/Reilingen – HSV Hockenheim, TSV Viernheim – TSG Wiesloch; 20 Uhr: TSV Birkenau – SG Stutensee/Weingarten, HC Neuenbürg – TV Knielingen; Sonntag, 16.30 Uhr: TSG Plankstadt – SG Pforzheim/Eutingen 2; 17 Uhr: TV Friedrichsfeld – TV Hardheim; 17.30 Uhr: SG Heidelsheim/Helmsheim – HG Oftersheim/Schwetzingen 2.

 

„Es ist noch lange nicht vorbei“, sagt Trainerin Nadine Strienz über den Abstiegskampf der SG Nußloch in der Vierten Liga der Frauen. Obwohl der Aufsteiger vier Punkte Rückstand auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz hat, bleibt Strienz kämpferisch. Das hat gleich mehrere Gründe: „Wir haben teilweise drei Spiele weniger als die Konkurrenten. Wir haben gegen fast alle Spitzenmannschaft bereits gespielt. Und wir spielen noch gegen die restlichen Abstiegskandidaten. Mir ist nicht bange.“ Na denn.

 

Baden-Württemberg-Liga Frauen, Samstag, 18 Uhr: VfL Waiblingen 2 – HSG St. Leon/Reilingen; 18 Uhr: TuS Steißlingen – SG Nußloch.

 

Badenliga Frauen, Samstag, 17.15 Uhr: TSV Viernheim – TSG Wiesloch; 17.30 Uhr: TV Brühl – SG Pforzheim/Eutingen; Sonntag, 15.15 Uhr: SG Heddesheim – HG Saase; 17.10 Uhr: TSV Rintheim – HG Königshofen/Sachsenflur; 18 Uhr: TV Schriesheim – TSV Rot.

 

Wichtiges Spiel für den Verbandsliga-Vorletzten TSV Wieblingen: Gegen den Fünftletzten TSV Malsch muss ein Heimsieg her. „Wir müssen sowieso alle Heimspiele gewinnen, um die Klasse zu halten“, sagt Männerwart Christian Dörr, der bis Saisonende zusammen mit Widmann das Traineramt von Peter Masica übernommen hat.

 

Vier Spiele in Folge haben die Heidelberger verloren. Das nagt am Selbstvertrauen. Aber mit einem Erfolg könnten sie den kommenden Gegner ebenfalls wieder in den Abstiegskampf ziehen. „Dann wären wir auf einen Punkt an Malsch dran“, rechnet Dörr vor.

 

Das Spitzenspiel steigt bei der TSG Dossenheim: Der Vorjahres-Vize möchte seine ohnehin glänzende Heim-Bilanz (erst eine Niederlage in dieser Saison) mit einem Prestige-Sieg gegen den Tabellenführer TV Eppelheim aufpolieren. Wie schwer es ist, in Dossenheim zu bestehen, musste zuletzt auch Meisterschafts-Aspirant Pforzheim erfahren: Der Mannschaft der Rückrunde ließ Dossenheim beim 30:22 keine Chance.

 

Verbandsliga Männer, Samstag, 19.30 Uhr: HSG Walzbachtal – HG Königshofen/Sachsenflur; Sonntag, 17 Uhr: TSV Wieblingen – TSV Malsch, TG Eggenstein – SG Leutershausen 2; 17.30 Uhr: TV Neuthard – TSV Rot; 18 Uhr: TSV Handschuhsheim – HSG Ettlingen/Bruchhausen, TSG Dossenheim – TV Eppelheim, TGS Pforzheim 2 – SV Langensteinbach.

 

Verbandsliga Frauen, 16 Uhr: SG Heidelsheim/Helmsheim 2 – HC Mannheim-Vogelstang; 17.30 Uhr: HSG St. Leon/Reilingen 2 – TG Eggenstein; Sonntag, 15.30 Uhr: TV Dielheim – Spvgg. Ilvesheim; 16 Uhr: TG Neureut – TSV Malsch; 16.30 Uhr: KuSG Leimen – SG Stutensee/Weingarten; 18 Uhr: SG Walldorf – TS Mühlburg.

 

Landesliga Männer, heute, 20 Uhr: TG Laudenbach – TV Mosbach; Samstag, 19.30 Uhr: TV Brühl – HSG Mannheim, HSG Dittigheim/Tauberbischofsheim – TSV Rot 2; 20 Uhr: TV Bammental – TV Hemsbach, TV Mosbach – TV Großsachsen 2; Sonntag, 17 Uhr: TG Laudenbach – TSV Malschenberg.

 

Landesliga Frauen, Sonntag, 12 Uhr: TSV Birkenau 3 – LSV Ladenburg; 16 Uhr: SGH Waldbrunn/Eberbach – PSV Knights Heidelberg; 16.30 Uhr: HSG Bergstraße – TSG Wiesloch 2.

 

Letzte Chance für die SG Nußloch 2, noch in den Aufstiegskampf der 1. Kreisliga einzugreifen: Falls der Tabellen-Dritte gegen Spitzenreiter TV Eppelheim 2 gewinnen sollte, würde man den Rückstand auf zwei Punkte verkürzen. Wenn nicht, kann die Drittliga-Reserve eine weitere Saison in der höchsten Kreisliga planen.

 

1. Kreisliga Männer, Samstag, 18 Uhr: SG Nußloch 2 – TV Eppelheim 2; Sonntag, 16 Uhr: PSV Knights Heidelberg – SC Wilhelmsfeld; 17.30 Uhr: TV Dielheim – TV Sinsheim; 18.30 Uhr: KuSG Leimen – TSV Steinsfurt.

 

1. Kreisliga Frauen, Samstag, 18 Uhr: TSV Handschuhsheim – SC Wilhelmsfeld; Sonntag, 13 Uhr: TSV Wieblingen – SG Bammental/Mückenloch 2; 13.30 Uhr: TV Dielheim 2 – TV Sinsheim; 19.15 Uhr: SG Nußloch 2 – TV Eppelheim.

 

2. Kreisliga Männer, Sonntag, 16 Uhr: TSV Handschuhsheim 2 – PSV Knights Heidelberg 2; 18.30 Uhr: TV Neckargemünd 2 – TSV Malsch 2; 20 Uhr: TSG Dossenheim 2 – TV Bammental 2.

 

3. Kreisliga Männer, morgen, 18.30 Uhr: TV Eppelheim 3 – TSV Malsch 3; Samstag, 19 Uhr: TV Dielheim 2 – SG Schwarzbachtal; 20 Uhr: SG Nußloch 3 – TV Sinsheim 2; Sonntag, 14.30 Uhr: KuSG Leimen 2 – TSV Rot 3.

 

4. Kreisliga Männer, Sonntag, 15 Uhr: TSV Wieblingen 3 – TSV Malschenberg 3; 17.30 Uhr: SC Sandhausen 2 – SG Kirchheim 2.


Liga-News:

Hoffnung für Nußloch

Wieder Sieg im Abstiegskampf der Vierten Liga gegen Mannheim

 

Heidelberg (soz) Patrick Körner war bedient. „Das muss eine einmalige Sache gewesen sein“, schüttelte der Trainer des Handball-Badenligisten TSG Wiesloch nach dem enttäuschenden 22:31 gegen den TV Knielingen den Kopf. „Solch eine Leistung ist extrem enttäuschend. Vor allem, wenn man weiß, dass es um Welten besser geht.“

 

In den letzten drei Monaten kämpfte sich Wiesloch vom Tabellenende ins Mittelfeld und beeindruckte mit tollen Spielen auch gegen Spitzenmannschaften. Doch gegen den Tabellen-Fünften war ab der 25. Minute der Wurm drin. Die Gäste zogen nach dem 11:12 bis zur Pause auf 11:15 davon. Auch in der zweiten Halbzeit war kein Aufbäumen der TSG zu erkennen, so dass das Spiel bereits nach 36. Minuten beim Stand von 12:19 entschieden war. Selbst die Umstellung auf eine offensivere Abwehr-Formation brachte nicht die erhoffte Besserung.

 

Einen wichtigen Erfolg im Kampf gegen den Abstieg feierten die Viertliga-Frauen der SG Nußloch. Durch das 31:28 gegen die HSG Mannheim bleibt der Abstand zum rettenden fünftletzten Platz zwar bei vier Punkten – bei einer Niederlage wäre es allerdings fast unmöglich geworden, den Klassenerhalt noch zu schaffen. Zumal nun drei Auswärtsspiele in Folge auf dem Programm stehen.

 

Nach einer Viertelstunde dominierte Nußloch vor allem dank seiner schnellen Gegenstöße und erspielte sich einen komfortablen 14:9-Vorsprung. Doch nachdem die überragende Felicia Arnold (insgesamt 15 Tore) in Manndeckung genommen wurde, stockte das Spiel. Mannheim holte Tor um Tor auf und glich zum 20:20 aus. Erst nach einer Auszeit fand Nußloch wieder in die Spur und setzte sich auf 24:21 ab. In dieser Phase konnte sich der Aufsteiger vor allem auf Marie Joerg verlassen, die sich immer wieder geschickt gegen Mannheims Abwehr durchsetzen konnte. Nadine Strienz, Nußlochs Trainerin, war denn auch überglücklich: „Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Sie hat kämpferisch alles gegeben.“

 

Den ersten Neuzugang für die kommende Saison kann Nußloch auch vermelden: Kreisläuferin Marie Harbath kommt aus der A-Jugend des TSV Birkenau. Auch gut: Die Spielerinnen des diesjährigen Kaders gaben den Verantwortlichen ihre Zusage für die nächste Runde.

 

Männer-Verbandsligist TSV Rot zeigte beim 30:28 gegen die HSG Walzbachtal vor allem in der ersten Hälfte eine starke Leistung und erspielte sich einen 16:9-Vorsprung (22.). Zur Pause führte der Tabellen-Dritte immerhin noch mit 19:14. Bis zum 22:16 (40.) hatte Rot alles im Griff, verlor dann aber wie schon so oft in dieser wechselhaften Saison die Kontrolle. Mit vier Treffern in Folge verkürzten die Gäste bis zur 44. Minute auf 22:20. Beim 24:23 nur drei Minuten später war dann erstmals der Anschlusstreffer durch die HSG fällig. Jetzt stand die Partie vollkommen auf der Kippe. Doch zum Schluss fing sich Rot wieder und brachte den kleinen Vorsprung über die Zeit.

Verbandsliga & Badenliga:

„Sie haben uns den Strom abgedreht“

Im Spitzenspiel der Handball-Verbandsliga hatte Eppelheim gegen Leutershausen 2 keine Chance

 

Eppelheim (soz) Robin Erb atmete einmal tief und durch, bevor er sagte: „Jetzt sind wir wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet.“ Der Aufprall war hart, denn der Trainer und seine Handballer des TV Eppelheim verloren das Spitzenspiel der Verbandsliga vor 400 (!) Zuschauern gegen die SG Leutershausen 2 21:27. Nur in der Anfangsphase war Eppelheim ebenbürtig, führte 7:5 und hielt bis zum 9:9 das Spiel offen. Doch schon zur Pause hatte sich die Drittliga-Reserve einen komfortablen 11:15-Vorsprung herausgespielt und zeigte eindrucksvoll, warum man von allen Experten als Aufstiegs-Favorit Nummer 1 gehandelt wird. „Sie haben eine wahnsinnige individuelle Klasse“, sagt Erb, „Felix Hildenbeutel ist ein treffsicherer Rückraumspieler, Max Hornstein hat eine unglaubliche Dynamik.“ Beide Akteure bekam Eppelheim nie in den Griff, sie erzielten zusammen 15 Treffer. Dazu noch die famose Leistung von Torwart Benjamin Gärtner, „der uns in vielen entscheidenden Phasen freie Bälle weghielt“ (Erb).

 

Leutershausen dominierte auch in der zweiten Halbzeit und kam über 13:20 und 17:24 zu einem ungefährdeten Erfolg. „Wir hatten niemanden in absoluter Top-Form“, haderte Erb. „Ein verdienter Erfolg von Leutershausen. Sie haben es geschafft, uns immer wieder den Strom abzudrehen. Die SGL war ein starker Gegner – trotzdem ärgern wir uns, weil so viele Zuschauer kamen. Vor solch einer tollen Kulisse hätten wir gerne das Spiel offener gestaltet.“

 

Die Ausgangslage vor den letzten fünf Spielen: Leutershausen bleibt zwar einen Pluspunkt hinter Eppelheim, hat aber zwei Spiele und drei Minuspunkte weniger. „Ich bin Realist“, so Erb. „Die sind so stark und verlieren maximal noch ein Spiel. Und wir haben noch so schwere Aufgaben vor uns, dass ich nicht glaube, dass wir ungeschlagen die letzten fünf Spiele bestreiten können. Ich glaube jetzt, dass nur noch Pforzheim Leutershausen die Meisterschaft streitig machen kann.“ Aber eigentlich, das hat dieses Spitzenspiel bewiesen, kann sich Leutershausen nur selbst schlagen.

 

TV Eppelheim: Scheffzek, Stroh je 4, Föhr 3/1, Stotz, Marz, Hess, Geier je 2, Sommer 2/2.

 

SG Leutershausen 2: Hornstein 9, Hildenbeutel 6, Koch 4, Mohr 3/1, Gasser, Drommer je 2, Baltz 1.


Philipp Pfisterer entscheidet Derby

Handball-Verbandsliga: Siegtor-Schütze beim 25:24 zwischen Dossenheim und Rot – Eppelheim gewinnt glücklich in Wieblingen

 

Heidelberg (soz) Zwei dramatische Derbys und eine sensationelle Wende im Spitzenspiel zwischen Pforzheim und Meisterschafts-Favorit Leutershausen 2 (28:26 nach 15:24) standen im Mittelpunkt des 20. Spieltags der Verbandsliga.

 

Doch der Reihe nach: Der letztjährige Vize-Meister TSG Dossenheim bezwang den bisherigen Tabellen-Dritten TSV Rot 25:24. Dabei spielten die Gastgeber Rot in der ersten Halbzeit an die Wand und lagen 8:3, 12:5 sowie 15:8 vorn. „Das waren fast perfekte 30 Minuten“, freute sich Spielertrainer Nicolai Elfner. „Ich habe in der Kabine an die Jungs appelliert, dass es noch lange nicht vorbei ist. Vor allem auch in dem Wissen, dass Rot nie, wirklich nie aufgibt.“

 

Bis zur 43. Minute hatte Dossenheim noch alles im Griff, lag immer noch komfortabel 20:14 in Führung.

 

Doch die Roter, die in den ersten 35 Minuten vier Siebenmeter vergaben, nutzten ihre Chancen nun konsequenter und erzielten in der 50. Minute durch Nils Wege den Ausgleich (21:21). „Wenn wir dann einmal in Führung gegangen wären, hätten wir das Spiel gewonnen“, ist sich Rots Trainer Sebastian Thome sicher.

 

Doch das verhinderte Dossenheim und feierte am Ende vor allem Philipp Pfisterer. Elf Sekunden vor Schluss erzielte der Rückraumspieler, der noch A-Jugend spielen darf, den 25:24-Siegtreffer. „Hut ab, dass er sich diesen Wurf in solch einer Situation genommen hat“, schnalzt Elfner mit der Zunge. „Diese Nervenstärke haben in diesem Alter nicht viele.“ Thome hadert mit der vergebenen Chance, nach Minuspunkten ganz nah an Leutershausen heranzurutschen: „Das ist extrem schade für uns. Selbst ein Punkt hätte uns in eine deutlich bessere Ausgangslage gebracht. Trotzdem rechnen wir uns noch etwas aus für den Rest der Saison. Vorbei ist es noch lange nicht.“

 

In Dossenheim haben sie vor allem durch einen verkorksten Saison-Start die Chance auf die Meisterschaft verpasst, die TSG ist Sechster. Trotzdem hat Elfner noch Ziele: „Wir wollen die Spiele gegen die Spitzenmannschaften zuhause alle gewinnen.“ Übrigens bleibt Elfner zusammen mit seinem Bruder auch nächste Saison Trainer. Bis auf Nico Mohr (Karriereende) haben auch alle Spieler zugesagt.

 

Auch das zweite Nachbarschafts-Duell zwischen dem TSV Wieblingen und dem TV Eppelheim war hart umgekämpft. Am Ende siegten die favorisierten Gäste 18:19 und bleiben Tabellenführer. Trotz der Niederlage können sie auch in Wieblingen zufrieden sein: Nach schwachen Vorstellungen in den vergangenen Wochen zeigte sich der TSV endlich mal wieder von seiner kämpferischen Seite.

 

Wieblingen hatte sich nach den zuletzt bedenklichen Vorstellungen (u.a. 15:32 gegen Rot) während der vergangenen Woche von Trainer Peter Masica getrennt. Masica hätte den TSV ohnehin nur noch bis Saison-Ende trainiert, sein Nachfolger steht mit Marc Winterhalder (noch Bammental) bereits fest. Bis dahin übernehmen Marco Widmann als Spielertrainer und Männerwart Christian Dörr. Widmann musste allerdings bereits nach 14 Minuten beim Stand von 5:4 das Feld verlassen – er sah nach einem Foul an Mirko Hess, der mit einer Prellung im Brustbereich ebenfalls nicht mehr weitermachen konnte, die Rote Karte. Umso höher ist die Leistung zu bewerten, denn mit Jan Dexheimer, Lukas Wolf und Alexander Güllicher fehlten ohnehin schon drei Leistungsträger.

 

Zunächst nahm die Partie den erwarteten Verlauf: 8:13 führte Eppelheim kurz nach der Pause. Die Gästespieler hakten offenbar zu diesem Zeitpunkt die zwei Punkte bereits ab, hatten aber nicht mit der Entschlossenheit der Wieblinger gerechnet. Beim 13:14 war der TSV wieder dran. Obwohl Eppelheim weiterhin eine große Anzahl an Fehlern machte, führte der Favorit 16:19. Wieblingen verkürzte noch einmal und hatte zwei Sekunden vor dem Ende die Ausgleichschance, der Freiwurf ging aber ins Aus.

 

Wieblingens Übergangs-Trainer Marco Widmann war trotz der Niederlage zufrieden: „Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, wie sie nach den Rückschlägen gekämpft hat. Das macht Hoffnung für die kommenden Spiele, in denen wir die nötigen Punkte für den Klassenerhalt holen wollen.“

 

Bei Eppelheim hörte man dagegen eher kritische Stimmen. „Wenn es uns nicht gelingt, unser Angriffsspiel wieder effizienter zu gestalten, sehe ich wenig Chancen, dem Top-Favoriten Leutershausen II am Donnerstag bei uns ein Bein zu stellen“, sagte Trainer Robin Erb. Da steigt um 19 Uhr der Gipfel zwischen dem Ersten und dem Zweiten in der Capri Sonne Arena.

 

Gegen die abstiegsbedrohte HSG Ettlingen kam der TSV Malsch zu einem 24:24. Dabei gelang Marius Jörres kurz vor dem Ende der 24:23-Führungstreffer. Im direkten Gegenzug bekamen die Gäste einen Siebenmeter zugesprochen, den Tobias Broschwitz mit dem Schlusspfiff eiskalt verwandelte.


 

Heidelberg (soz) Die TSG Wiesloch ist die Mannschaft der Stunde in der Handball-Badenliga. In der Vorrunde und nach dem Weggang von Haupttorschütze Hendrik Wagner (zur SG Leutershausen) noch im Abstiegskampf, findet der letztjährige Vize-Meister immer mehr zurück zu alter Stärke und ärgerte in den letzten Wochen die besten Teams der Liga. Nach der knappen Niederlage beim Dritten Heidelsheim und dem Unentschieden gegen Spitzenreiter Neuenbürg gab es jetzt ein beeindruckendes 32:23 gegen den Vierten TSG Plankstadt.

 

Trainer Patrick Körner lächelte zufrieden: „Die Jungs können stolz auf sich sein. Wie schon in den Vorwochen war das eine sehr engagierte Leistung. Endlich haben sie sich dafür mal belohnt.“

 

Plankstadt bekam Wiesloch während der gesamten Spielzeit nicht in den Griff: Erst probierte es der bisher so starke Aufsteiger mit einer offenen Deckung, in der zweiten Halbzeit zog sich Plankstadt mehr zurück – alles nützte nichts. Wiesloch beherrschte vor allem die zweite Hälfte und baute seine 15:13-Pausenführung bis zur 43. Minute auf 22:17 aus. In den letzten zehn Minuten war der Widerstand der Gäste endgültig gebrochen, so dass Wiesloch das Ergebnis von 26:20 auf 32:23 schrauben konnte. Beeindruckend auch: Die TSG kam ohne Zeitstrafen aus, stoppte Plankstadts Angreifer zwar aggressiv, aber stets mit fairen Mitteln. Durch diesen Sieg hat Wiesloch nun die letzten Zweifel beseitigt und kann bei zehn Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz beruhigt die nächste Saison in der Badenliga planen. Außerdem ist eine erneute Spitzenplatzierung am Ende der Saison im Bereich des Möglichen: Platz 5 ist in Reichweite...

 

Der TSV Malschenberg verlor durch die dritte Niederlage in diesem Kalenderjahr die Tabellenführung in der Landesliga: Neuer Spitzenreiter ist der TV Großsachsen 2. Gegen den TV Bammental gab’s ein 21:23. Nach dem 10:12 zur Pause bauten die Gäste ihren Vorsprung trotz einer Roten Karte für Abwehr-Chef Dumitru (33.) auf 11:15 und 15:20 aus. Hoffnung schöpfte Malschenberg noch einmal fünf Minuten vor dem Ende beim 20:21. Doch Linksaußen Steffen Dollinger entschied die Partie durch seine Tore fünf und sechs.

 


 

Heidelberg (soz) Obwohl die TSG Wiesloch dem Tabellenführer HC Neuenbürg ein 23:23 abtrotzte, war bei Spielern und Verantwortlichen die Enttäuschung groß. Der wiedererstarkte Außenseiter, im vergangenen Jahr Vize-Meister, dominierte über weite Strecken die Partie und hätte den Überraschungs-Erfolg mehr als verdient gehabt. Doch wie schon eine Woche zuvor bei der Niederlage beim Vierten Heidelsheim, gelang es der TSG nicht, einen Vorsprung ins Ziel zu bringen.

 

Von Beginn trat Wiesloch dominant auf. Gestützt auf einen erneut starken Basti Sauter im Tor, der den verletzten Stamm-Torwart Benni Böhler immer besser vertritt, setzte sich die TSG ab: über 5:2 (10.) und 11:4 (20.) auf 13:8 (24.). Doch in den letzten sechs Minuten bis zur Pause kam Neuenbürg wieder heran, beim 13:12 zur Pause war wieder alles offen.

 

Doch Wiesloch hatte zu Beginn der zweiten Halbzeit wieder eine phantastische Phase und den Meisterschafts-Aspiranten voll im Griff. Neuenbürg kam mit der vorwärts verteidigenden Defensive Wieslochs nicht zurecht. 19:14 lagen Gastgeber nach 43 Minuten vorn. Zwar schmolz der schöne Vorsprung, betrug fünf Minuten vor dem Ende immer noch drei Tore (21:18). Am Ende musste Wiesloch sogar noch um einen Punkt bangen: Kevin Körner, der Bruder von Trainer Patrick, erzielte erst zwei Sekunden vor dem Ende den Ausgleich. Eine halbe Minute zuvor war Neuenbürg zum ersten Mal in Führung gegangen. In der kommenden Woche hat Wiesloch gegen den Tabellen-Dritten Plankstadt erneut die Chance, gegen ein Spitzenteam endlich einen (verdienten) Sieg einzufahren.

 

Ohne Chance war Landesliga-Tabellenführer TSV Malschenberg im Spitzenspiel beim neuen Zweiten TV Großsachsen 2. 21:29 verlor die Überraschungs-Mannschaft der Saison, musste bereits die zweite Niederlage im neuen Jahr hinnehmen. Malschenberg war dabei von Beginn an ohne Chance, lag nach elf Minuten 3:8 zurück. Lediglich beim 11:13 kurz vor der Pause keimte etwas Hoffnung auf – doch in der zweiten Halbzeit hatte die Drittliga-Reserve alles im Griff, führte dank vier Toren in Folge schnell 18:11 (35.), später 22:15 und 25:19. Weil auch der bisherige Zweite Dittigheim in Laudenbach verlor, ist die Spitzengruppe nun auf sechs Mannschaften groß. Dazwischen liegen lediglich zwei Plus-Punkte.

 

Im Abstiegskampf musste der TSV Rot 2 eine empfindliche 25:28-Niederlage gegen den TV Brühl hinnehmen. Grund war vor allem eine schwache erste Halbzeit, in der Rot viele technische Fehler machte. Die nutzte Brühl aus, führte 8:15 und zur Pause 12:17. Alles wurde aus Roter Sicht besser im zweiten Durchgang: Alexander Hotz gelang in der 46. Minute sogar der Führungstreffer zum 19:18. Bis zum 25:25 nach 56 Minuten blieb die Partie nun ausgeglichen, ehe erneut zu viele Roter Fehler Brühl in die Karten spielte.

 

In der 1. Kreisliga verlor der SC Sandhausen das Nachbarschafts-Duell gegen die KuSG Leimen 22:26. Dabei entschied Leimen die Partie bereits in der ersten Hälfte (3:10, 7:13). Im zweiten Durchgang musste die KuSG zwar mehrere Zeitstrafen und zwei Rote Karten hinnehmen, brachte den Vorsprung aber souverän über die Zeit. Damit bleibt es beim Vierkampf um die Meisterschaft mit Eppelheim 2, dem PSV und der SG Nußloch 2.


Eppelheim und Rot patzen

Überraschende Punktverluste im Aufstiegskampf der Verbandsliga

 

soz. Beim Kampf um die vorderen Plätze leistete sich Verbandsligist TV Eppelheim gegen die abstiegsbedrohte Mannschaft der HSG Ettlingen/Bruchhausen beim 26:26 einen Punktverlust, der wohl auch gezeigt hat, dass es am Ende nicht ganz für die Spitze reichen könnte.

 

Die Ettlinger, die schon das Vorspiel gewonnen hatten, begannen ohne Respekt vor dem Tabellenführer (nach Pluspunkten) und gingen gleich mit 0:2 in Führung. Erst in den letzten Minuten vor der Pause schien sich eine Wende zu Gunsten der Gastgeber anzubahnen (16:13).

 

Auch elf Minuten vor dem Ende, nach der besten Phase TVE-Phase des Spiels, stand ein 24:20 auf der Anzeigetafel. Begünstigt durch zahlreiche Zeitstrafen der Eppelheimer kam Ettlingen noch einmal zu Ausgleich und Führung (24:25). Zwar gelang es Mirko Hess und Sebastian Scheffzek, die Hausherren wieder in Front zu bringen, doch verdaddelte man nach dem erneuten Ausgleich mehrmals den Ball.  „Es fehlte lange Zeit die letzte Konsequenz in der Abwehr“, sagte Trainer Sebastian Dürr. Ähnlich kritisch ging sein Kollege Robin Erb mit dem Angriff um: „Trotz einer Abschlussquote von über 54% kann ich nicht mit dem Angriff zufrieden sein. In kritischen Phasen machen wir zu viele Fehler, da waren wir schon abgebrühter.“ So bleibt Eppelheim zwar Tabellenführer – aber nach Minuspunkten hat die SG Leutershausen 2 bei zwei Spielen weniger drei Punkte Vorsprung.

 

Auch der Tabellen-Dritte TSV Rot musste beim 24:24 gegen Aufsteiger TSV Handschuhsheim den nächsten Dämpfer hinnehmen. Obwohl der Favorit nach dem 3:3 in der Anfangsphase über die gesamte Spielzeit hinweg zwar ständig, zeitweise sogar mit fünf Treffern, in Führung gelegen hatte, musste man am Ende mit der Punkteteilung noch hochzufrieden sein. Nach dem 23:21 in der 57. Minute hatte Handschuhsheim mit drei Treffern in Folge zum 23:24 den Spielverlauf komplett auf den Kopf gestellt. Fünf Sekunden vor dem Ende erzielte Rot gerade noch rechtzeitig den Ausgleich und konnte damit wenigstens noch Schadensbegrenzung leisten.

 

Gleich nach dem Wechsel (12:10) setzte sich Rot bis zur 35. Minute erstmals mit fünf Treffern ab. Die notwendige Ruhe brachte dieser Vorsprung allerdings nicht ins Spiel der Heim-Mannschaft. Handschuhsheim ließ nicht locker und war beim 18:16 in der 45. Spielminute wieder auf zwei Treffer herangekommen. In der Folge blieb Rot zwar weiterhin mit zwei bis drei Treffern in Führung, bis nach dem 23:21 der Faden vollkommen riss. Am Ende musste man froh sein, nicht komplett mit leeren Händen da zu stehen.

 

Vor einem Monat wähnte man sich in Wieblingen bereits auf der sicheren Seite – doch nach dem 27:31 in Langensteinbach ist der TSV wieder im Abstiegskampf, hat nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den Vorletzten. Trotz 13 Toren von Lukas Wolf, trotz eines zwischenzeitlichen 20:17-Vorsprungs – am Ende war die Abwehr zu löchrig, außerdem schmerzte der Ausfall des angeschlagen ins Spiel gegangenen Rückraum-Spielers Jan Dexheimer.

 

Auch der TSV Malsch konnte nicht überzeugen und musste eine 26:35-Niederlage bei der TG Eggenstein hinnehmen. Dabei geriet Malsch nach 20 Minuten in doppelter Unterzahl mit vier Toren in Rückstand. Davon erholte sich der TSV nicht mehr. Auch eine Manndeckung oder eine offene 3:3-Abwehr im zweiten Durchgang blieben ohne Erfolg.


Rot beflügelt vom Trainer-Wechsel

Handball-Verbandsliga: 32:15 in Wieblingen, nachdem Sebastian Thome auf Roland Mächtel folgt

 

Heidelberg (soz) Dass der Tabellen-Dritte TSV Rot Favorit beim Mittelklasse-Team TSV Wieblingen ist, war alleine wegen der Tabellen-Konstellation klar. Dass der Meisterschafts-Anwärter der Handball-Verbandsliga aber die Heidelberger in deren eigener Halle mit 32:15 deklassierte, überrascht. Nur sieben Minuten hielt Wieblingen mit, danach dominierte Rot und zog über 6:10, 9:14 und 11:21 davon. In der zweiten Halbzeit gelangen den Gastgebern in 20 Minuten lediglich zwei Treffer. Julian und Simon Körner waren mit jeweils sieben Treffern Rots beste Torschützen.

 

Nicht nur das Ergebnis verwundert, sondern auch der Mann an der Auswechselbank. Sebastian Thome ist neuer Trainer beim TSV Rot. Der bisherige Co-Trainer löste bereits vor dem Spiel gegen Ettlingen vor zehn Tagen Roland Mächtel ab. Nach lediglich sieben Monaten trennten sich Rot und Mächtel. Rot teilte in einer Presse-Info mit: „Die Leistungen der Mannschaft im bisherigen Verlauf stimmten doch nachdenklich. Zu wechselhaft und schwankend waren die Vorstellungen. Die Chemie zwischen Trainer und Mannschaft stimmte offenbar nicht mehr überein. Es bestand jedenfalls Handlungsbedarf.“

 

Männerwart Bernd Steinhauser erklärt die ungewöhnliche Maßnahme im RNZ-Gespräch: „Roland wollte im Sommer ein neues Spielsystem einbringen. Sein Vorgänger Boris Meiser hat jahrelang klare Vorgaben mit Spielzügen gegeben. Der Roland wollte den Spielern ein bisschen mehr Freiheiten geben. Das hat die Mannschaft nicht so angenommen.“

 

Nach mehreren Gesprächen, die schon vor Weihnachten begannen, zogen beide Seiten die Konsequenzen. „Menschlich ist alles top, wir sind im Guten auseinandergegangen“, sagt Steinhauser, „auch Roland Mächtel hat gesagt, dass das einfach mal passieren kann.“

 

Dass die Wahl schließlich auf Thome als Nachfolger fiel, ist für Steinhauser logisch. „Sebastian hat schon mit der zweiten Mannschaft den Aufstieg in die Landesliga geschafft, außerdem gerade seinen B-Schein gemacht – ihn wollten wir unbedingt im Verein halten.“

 

Das zweite Derby des Wochenendes entschied Spitzenreiter TV Eppelheim beim wiedererstarkten TSV Malsch ebenfalls souverän 23:17 für sich. Schon zur Pause war gegen die ersatzgeschwächten Gastgeber, die ohne die Routiniers Walz und Jörres antraten, beim 14:8 eine Vorentscheidung gefallen. In der zweiten Halbzeit wählte Malsch mit dem siebten Feldspieler eine neue Taktik – ebenfalls vergeblich. Eppelheim war zu stark, vor allem die Abwehr mit einem herausragenden Torwart Martin Kriechbaum stellte sich als Garant für den 13. Saison-Sieg heraus. Malschs Trainer Christian Koch beklagte aber auch das Fehlverhalten seiner Mannschaft: „Wenn man 25 technische Fehler macht, ist das einfach zu viel.“

 

Einen schwachen Start erwischte der TSV Handschuhsheim – bereits nach 13 Minuten lag der Aufsteiger 1:7 gegen den Tabellen-Zweiten SG Leutershausen 2 zurück. Lediglich beim 9:11 kurz vor der Pause keimte etwas Hoffnung auf. Danach setzte sich der Favorit aber erneut deutlich ab (11:20, 42.). Am Ende gestalteten die Löwen das Ergebnis wenigstens etwas erträglicher (22:28).

 

Die TSG Dossenheim bleibt nach dem überzeugenden 40:19 gegen den Tabellenletzten HG Königshofen auf Tuchfühlung zu den Spitzenteams auf Platz 5. Schon zur Pause, beim 21:9, hatte der Vize-Meister die Partie entschieden. Simon Heinicke und Tillmann Engler erzielten jeweils acht Tore. Am nächsten Wochenende geht’s für die TSG zum Zweiten Leutershausen. Schon jetzt gibt’s eine Kampfansage von Dossenheims Spielertrainer Nicolai Elfner: „Da wollen wir den Aufstiegskampf wieder spannender machen.“ Und vielleicht selbst noch mal eingreifen...


Wiesloch scheitert am Torwart, St. Leon an sich selbst!

Badenligisten halten bei Top-Teams lange mit, verlieren aber trotzdem

 

Heidelberg (soz) Fünf Minuten vor Schluss stand das Badenliga-Spiel zwischen der TSG Plankstadt und der HSG St. Leon/Reilingen beim 22:21 noch auf des Messers Schneide, ehe drei unüberlegte Torwürfe seitens der HSG von den Gastgebern konsequent ausgenutzt wurden und zum vorentscheidenden 24:21 führten. Am Ende musste St. Leon eine viel zu deutlich ausgefallene 21:26-Niederlage hinnehmen, die auch der Tatsache geschuldet war, dass man nur acht Feldspieler zur Verfügung hatte. HSG-Trainer Christopher Körner meinte dann auch: „Irgendwann waren wir ausrechenbar in unseren Aktionen, weil die Alternativen gefehlt haben. Gegen Ende fehlte etwas die Kraft, wir erlaubten uns zu viele Fehlwürfe. Die Ausfälle machten sich dann doch bemerkbar.“

 

Die HSG präsentierte sich in dieser Partie trotz des Personalmangels als spielstarkes Team, war dem Meisterschafts-Anwärter ebenbürtig, versäumte es jedoch, bei einer 13:16 Führung zu Beginn der zweiten Halbzeit die Führung auszubauen und vielleicht sogar für eine kleine Vorentscheidung zu sorgen.

 

Ähnlich erging es der TSG Wiesloch beim 22:26 in Heidelsheim. Bis zur 54. Minute lag der Außenseiter beim Tabellen-Dritten in Führung, zu diesem Zeitpunkt 21:19 – und das ohne die verletzten Leistungsträger Jonas Ruß und David Böhler. Danach scheiterte Wiesloch immer wieder am gut aufgelegten Heidelsheimer Torwart Boudgoust. Schon zu Beginn verhinderte der Keeper eine noch höhere Wieslocher Führung als das 2:6 nach 15 Minuten. Insgesamt vergab Wiesloch drei Siebenmeter und damit mindestens einen (verdienten) Punkt. Trainer Patrick Körner war enttäuscht: „Wenn man so gut ins Spiel findet und 55 Minuten eine konzentrierte Leistung zeigt, ist eine Niederlage umso bitterer.“

Landesliga-Tabellenführer TSV Malschenberg zeigte sich gut erholt von der überraschenden Niederlage beim Abstiegskandidaten Wiesloch 2 und fertigte Aufsteiger TSV Rot 2 28:18 ab. Allerdings hielten die Gäste bis zum 19:17 (48.) mit. Danach drehte Malschenbergs Linkshänder Christian Zander auf, erzielte alleine vier seiner zwölf Tore in der Schlussphase. Ebenfalls in Top-Form: Paul Stier, der acht Tore zum Malschenberger Erfolg beisteuerte. Durch die Niederlagen der anderen Top-Teams Mosbach und Großsachsen 2 kristallisiert sich immer mehr ein Zweikampf um die Meisterschaft zwischen Malschenberg und Dittigheim heraus.


St. Leon und Wiesloch stürzen Spitzen-Duo

Sensations-Siege der Außenseiter in der Handball-Badenliga

 

Heidelberg (soz) 34 Minuten lief alles normal: Der HC Neuenbürg, souveräner Tabellenführer der Handball-Badenliga, führte beim bis dato immer noch abstiegsgefährdeten HSG St. Leon/Reilingen zu diesem Zeitpunkt immer noch 15:19. Auch vorher hatte der HSG gegen den überzeugend auftretenden Favoriten keine Chance. 5:9 und zur Pause 10:15 lag St. Leon zurück und hatte große Schwierigkeiten, den wuchtigen Angriff der Gäste in Schach zu halten. Doch dann kam alles anders. Am Ende jubelte St. Leon über einen sensationellen 34:27 gegen den Spitzenreiter.

 

In der 44. Minute hatte St. Leon erstmals den Rückstand aufgeholt (23:23). Die Gastgeber spielten sich nun in einen Rausch, es gelang ihnen sowohl in der Offensive wie auch in der Abwehr (fast) alles. Fünf Minuten später hatte die HSG bereits einen Vier-Tore-Vorsprung herausgeworfen (28:24), kurze Zeit später war die Partie beim 32:26 entschieden. Herausragend bei St. Leon waren gleich vier Akteure: Janosch Menger (9 Tore), Christian Decker (8), Kevin Kleinlagel (6) und Felix Scholl (5).

 

Schon zu Beginn der Saison prophezeite Trainer Patrick Körner, dass man bei der TSG Wiesloch noch viel Freude an der neuformierten, jungen Mannschaft mit vielen Eigengewächsen haben werde. Schwankende, teilweise schwache Leistungen in der Vorrunde ließen zumindest leichte Zweifel an der Leistungsstärke aufkommen – doch nun meldet sich der letztjährige Vize-Meister mit starken Leistungen in der Rückrunde zurück. Nach dem überzeugenden Erfolg in Oftersheim wurde der Tabellen-Zweite TSV Birkenau sensationell 31:27 nach Hause bezwungen. Von Beginn beherrschte Wiesloch das Geschehen, zog nach dem 5:5 auf 10:7, 12:8 und zur Pause überraschend deutlich auf 15:10 davon. Wer an eine Aufholdjagd des Favoriten gedacht hatte, sah sich getäuscht: Auch in der zweiten Hälfte dominierte Wiesloch, ließ Birkenau auch ohne den an der Hand verletzten Stamm-Torwart David Böhler keine Chance mehr. 18:12, 23:16 und 28:22 waren die Zwischenstände zu einem ungefährdeten Erfolg. Vor allem der quirlige Rückraumspieler Nico Maier machte ein phantastisches Spiel und erzielte sieben Treffer.

 

Sowohl St. Leon als auch Wiesloch haben sich durch die beiden Erfolge ins Mittelfeld der Tabelle geschoben – ganz sicher sein können sie sich bei sechs bzw. fünf Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz allerdings noch nicht. Doch wenn die beiden Teams so begeisternd weiterspielen, haben sie in dieser Saison noch viel zu feiern – nicht nur den Klassenerhalt...

 

Durch das 28:31 gegen die HSG Mannheim bleibt Aufsteiger TSV Rot 2 Vorletzter in der Landesliga. Rot bekam dabei vor allem Stefan Tunkl nicht in den Griff – der Gästespieler erzielte insgesamt elf Treffer, davon nach dem 26:27 (52.) drei der letzten vier Mannheimer Tore. 


Oberliga+ Badenliga Frauen:

Dielheim verliert nach schwacher 2. Halbzeit

 

soz. Ohne Chance war der TSV Rot in der Frauen-Badenliga. Nach einer enttäuschenden Leistung gab’s beim TV Brühl eine 24:34-Niederlage. Schon zur Pause lag Rot 10:16 zurück.  Die offensiv ausgerichtete Abwehr von Brühl bereitete Rot immer wieder große Probleme. Das blieb auch so im zweiten Durchgang. Es war einfach der Wurm drin. Das einzig Erfreuliche: Thea Huber feierte nach langer Verletzungspause ihr Comeback.

 

Viele technische Fehler waren ausschlaggebend für die 16:20-Niederlage der TSG Wiesloch bei der SG Heddesheim. Nach dem 7:10-Rückstand zur Pause wollte die TSG die Wende herbeiführen. Doch Heddesheim zog schließlich entscheidend auf fünf Tore davon.

 

Überraschung in der Frauen-Verbandsliga: Sowohl Tabellenführer TV Dielheim (28:32 gegen Mühlburg) als auch der Zweite HSG St. Leon/Reilingen 2 (25:27 gegen Walldorf) verloren ihre Spiele. Dabei war Dielheim vor allem in der zweiten Halbzeit völlig von der Rolle. Fehlwürfe und eine unkonzentrierte Abwehrleistung prägten das Spiel. Das nutzte Mühlburg gnadenlos aus, beim 19:27 nach 49 Minuten war die Entscheidung gefallen.


12 Rimpf-Tore

St. Leons Rechtsaußen bei 30:23 gegen Mannheim in Top-Form

 

soz. Durch den zehnten Saison-Sieg hat die HSG St. Leon-Reilingen plötzlich wieder Chancen auf die Spitzenplätze. Weil die Baden-Württemberg-Liga in dieser Saison so spannend und ausgeglichen wie lange nicht mehr ist, ist auch die Spitzengruppe breit: St. Leon ist Tabellen-Sechster und hat lediglich drei Punkte Rückstand auf den Ersten Leinfelden.

 

Das Derby gegen die HSG Mannheim gestaltete St. Leon von Beginn an überlegen. 10:6 (16.), 16:9 (24.) und 18:13 (29.) waren die Zwischenstände. Vor allem der Angriff überzeugte. Die Schwäche-Phase, die Mannheim auf 20:18 herankommen ließ, war schnell vorbei. Danach nahm die HSG das Heft wieder in die Hand und ließ bis zum Ende keinen Zweifel mehr am Sieger aufkommen. Zehn Minuten vor dem Ende war die Partie beim 26:20 entschieden. Rechtsaußen Annika Rimpf war St. Leons beste Torschützin, sie erzielte zwölf Treffer.

 

Ohne Leistungsträgerin Tara Beckenbach muss Aufsteiger SG Nußloch versuchen, die Klasse zu halten. Die Rückraumspielerin muss aus beruflichen Gründen aufhören, war schon beim 26:31 gegen Wolfschlugen nicht mehr von der Partie. Dabei hielt Nußloch bis 52. Minute mit, lag gegen den Favoriten lediglich 25:27 zurück. Drei Gäste-Tore in Folge entschieden aber die Partie, Nußloch ist nun Drittletzter und muss weiter um den Klassenerhalt bangen.

 

Den TV Dielheim, Tabellenführer der Frauen-Verbandsliga, begleiteten in einem Bus zahlreiche Anhänger zum Auswärtsspiel beim Tabellenletzten TG Eggenstein. Die sahen gleich eine souveräne 8:3-Führung. Zur Pause lag Dielheim beruhigend 14:9 vorn, musste aber die zweite Hälfte ohne Verena Menges gestalten. Menges musste nach 26 Minuten das Spielfeld verlassen, bekam die Rote Karte gezeigt. Dielheim gestaltete zunächst auch die zweite Halbzeit überlegen, führte nach 40 Minuten 20:12. Doch im Gefühl des sicheren Sieges ließ Dielheim nach, zehn Minuten vor dem Ende zog Trainer Ralf Pichler eine Auszeit, um seine Mannschaft noch mal neu einzustellen. Eggenstein hatte zu diesem Zeitpunkt auf 19:21 verkürzt. Silke Kaul, Huma Rexha und Lea Wagenblaß sorgten schließlich wieder für deutliche Verhältnisse und warfen den 21:24-Erfolg heraus.


St. Leons Frauen gewinnen Spitzenspiel

Jetzt Zweikampf mit Dielheim um Verbandsliga-Meisterschaft

 

soz. Bis kurz vor der Pause war Frauen-Viertligist SG Nußloch bei der HSG Leinfelden das bessere Team und lag 12:10 vorn. Doch zwei schwache Minuten – und Nußloch ging mit einem 12:14-Rückstand in die Halbzeit. Danach klappte nicht mehr viel beim Aufsteiger: Beim 16:22 war die Partie zu Gunsten des Favoriten entschieden. Trainerin Nadine Strienz: „Wir haben zu viele Chancen liegen lassen. Wir müssen weiterhin an unserer Vielfältigkeit arbeiten, dass wir es dem Gegner so schwer wie möglich machen, uns zu schlagen.“

 

Eine starke zweite Hälfte genügte dem Badenligisten TSV Rot, um sich beim Tabellenletzten TSV Birkenau 2 mit 37:28 durchzusetzen. 17:15 führte Rot lediglich zur Pause – innerhalb von sieben Minuten schraubten die Gäste allerdings das Ergebnis auf 23:17.

 

Das Spitzenspiel der Verbandsliga entschied die HSG St. Leon/Reilingen 2 30:29 beim Tabellenführer TV Dielheim für sich, ist nun punktgleich. Dabei holte St. Leon einen 10:16- und 16:20-Rückstand auf. Innerhalb von sieben Minuten drehten die Gäste das Spiel und lagen plötzlich selbst 21:20 vorn (37.). Zwar kam Dielheim noch mal zurück und lag 24:21 vorn – doch nach dem erneuten Ausgleich war St. Leon endgültig das bessere Team und hatte beim 27:30 drei Minuten vor dem Ende die Partie entschieden.

 

Nach drei Spielen ohne Sieg gelang dem Landesliga-Zweiten SG Bammental/Mückenloch beim 24:22 gegen die HSG Kirchheim endlich wieder ein Erfolg. Dabei sah es lange nach einem souveränen Sieg aus: 16:11 und 21:15 führten die Gastgeberinnen bereits. Danach schlich sich der Schlendrian ein, Kirchheim kam beim 22:20 noch mal bedrohlich nahe.


Schlusspfiff-Pech!

Roter Frauen verlieren unglücklich gegen Tabellenführer

 

soz. So ein Pech! Frauen-Badenligist TSV Rot kämpfte gegen den Spitzenreiter HG Oftersheim/Schwetzingen auch ohne die verletzte Leistungsträgerin Sarah Knopf bravourös, verlor aber in letzter Sekunde 24:25. Dabei holte Rot sogar einen 18:23-Rückstand auf, weil die offensive Abwehr-Formation die Gäste aus dem Tritt brachte und Cathrin Hofmann acht Sekunden vor dem Ende mit ihrem siebten Treffer das 24:24 erzielte. Oftersheim schaltete blitzschnell, Barbara Kubach warf mit dem Schlusspfiff den Siegtreffer.

 

Die TSG Wiesloch tat sich gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten TSV Birkenau 2 bis 13 Minuten vor dem Ende schwer. Zu diesem Zeitpunkt lag der letztjährige Vize-Meister mit zwei Toren in Rückstand, obwohl Wiesloch mehrfach mit bis zu vier Treffern in Front lag. In einer turbulenten Schlussphase mit vielen Zeitstrafen sicherte sich Wiesloch schließlich doch noch einen standesgemäßen 30:26-Sieg gegen die vom ehemaligen Bammentaler Männer-Trainer Emil Hofmann gecoachten Gäste.


13 Tore von Felicia Arnold reichen nicht

Viertligist Nußloch verliert 26:32 gegen Meister-Favorit

 

Heidelberg. Frauen-Viertligist SG Nußloch war beim 26:32 gegen Aufstiegs-Favorit SG Schozach-Bottwartal chancenlos. Nur bis zum 5:5 hielt der Aufsteiger mit, danach setzte sich die höhere Qualität der Gäste durch. Beim 10:18 zur Pause war bereits mehr als eine Vorentscheidung gefallen. Nur kurz hatte Nußloch, das erstmals wieder auf Kreisläuferin Kimberly Knoof (Auslands-Semester) zurückgreifen konnte, beim 20:25 (48.) wieder Hoffnung. Vor allem Felicia Arnold wusste zu überzeugen, die Rückraumspielerin erzielte 13 (!) Treffer. Doch auch sie konnte schließlich die Niederlage nicht verhindern.

 

 

 

Auch Badenligist TSG Wiesloch stand beim 25:31 Tabellenführer HG Oftersheim/Schwetzingen auf verlorenem Posten. Nur beim 18:20 nach 39. Minuten keimte etwas Hoffnung auf – doch Wiesloch lag schnell wieder mit sechs Treffern in Rückstand.

 

Auch der TSV Rot musste eine 27:29-Niederalge bei der SG Pforzheim/Eutingen einstecken. Zwar lagen die leicht favorisierten Gäste zur Pause 13:11 vorn, wirkten aber schon da zu statisch im Angriff. Lediglich über den Rückraum erzielte Rot Tore. Bis zum Schluss blieb die Partie offen, ehe Pforzheim vier Minuten vor dem Ende mit 26:24 in Führung ging. Mehr als Anschlusstreffer gelang dem TSV danach nicht mehr.

 

 

 

Die SG Bammental/Mückenloch verlor auch ihr zweites Spitzenspiel in der Landesliga gegen Tabellenführer HSG Bergstraße. Nach der deutlichen 19:27-Klatsche vor drei Wochen gab es nun zuhause eine 21:24-Niederlage. Dabei sah es bis kurz vor der Halbzeit erneut nach einer klaren Angelegenheit für die Hemsbacherinnen aus – die neugegründete Spielgemeinschaft lag 2:6 und 5:11 zurück. Doch die Mannschaft von Trainer Wolfgang Hell gab nie auf und kämpfte sich wieder auf 12:13 (35.) heran. In dieser Phase verpasste es Ba/Mü, den Ausgleich zu erzielen. Die Gäste fingen sich wieder, zeigten ein schnelleres Spiel mit treffsicheren Außenspielerinnen und legten auf 16:20 vor. Schließlich ließen sie sich auch vom erneuten Anschlusstreffer (20:21, 54.) nicht aus der Ruhe bringen. Damit hat Ba/Mü einen Vier-Punkte-Rückstand auf die HSG Bergstraße. Ob der noch einmal aufzuholen ist?


Niederlagen für St. Leon und Nußloch

 

soz. Bittere Niederlage für die SG Nußloch: In der Baden-Württemberg-Liga der Frauen gab’s für den Aufsteiger ein 23:24 zuhause gegen die SG Heidelsheim/Helmsheim. Die ersten 20 Minuten gestalteten sich ausgeglichen, danach gelang Nußloch zehn Minuten kein Treffer. Unerwartet hoch lag die SG zur Pause 9:14 zurück.

 

Die Gastgeberinnen sind allerdings für ihre Aufholjagden bekannt. Selbst hohe Rückstände haben sie – auch in dieser Saison – schon in Siege verwandelt. Das sah auch dieses Mal so aus: Innerhalb von fünf Minuten gelang der 15:15-Ausgleich. Beim 22:21 führte Nußloch sogar – aber in der Schlussphase war Nußloch zu unkonzentriert und vergab mehrfach die Chance zum Ausgleich oder gar zum Sieg.

 

Auch die Frauen-Mannschaft der HSG St. Leon/Reilingen musste sich geschlagen geben. Im Spitzenspiel gegen die Schozach unterlagen die Gastgeberinnen 24:29. Lediglich zu Beginn führte St. Leon (6:3), dann übernahmen immer mehr die abgezockten Gäste das Zepter. Sie führten zur Pause 9:12, später 12:15 und 17:20. Beim 21:22 hatte die tapfer kämpfende HSG plötzlich doch wieder die Möglichkeit zur Wende. Doch eine Auszeit der Gäste, die zum engen Favoritenkreis auf den Aufstieg zählen, nahm den Schwung. Trainer Sascha Kuhn war trotz allem nicht enttäuscht: „Eine gute Leistung hat diesmal leider nicht ausgereicht. Leider haben wir einen Tick zu viel technische Fehler in den entscheidenden Situationen gemacht. Wir müssen aber auf keinen Fall die Köpfe in den Sand stecken, sondern in der letzten Konsequenz abgezockter agieren.“

 

Badenligist TSG Wiesloch verlor bei Tabellenführer HG Saase 29:36. Dabei sah es zu Beginn noch gut aus: 6:2 lag Wiesloch in Führung. Selbst zur Pause (18:16 für Saase) hatte Wiesloch noch Tuchfühlung mit dem Favoriten. Doch Fehler im Aufbauspiel und Inkonsequenz in der Abwehr-Arbeit führten schnell zu einem entscheidenden Fünf-Tore-Rückstand (19:24).


Landesliga & Kreisliga Männer/Frauen:

Malschenberg Tabellenführer!

(soz) Landesliga: Durch 28:27 im Spitzenspiel gegen Dittigheim

 

Heidelberg (soz) Die Anerkennung in der Handball-Branche für diese herausragende Vorrunde ist dem TSV Malschenberg gewiss. Der Landesligist, den vor der Saison niemand, aber wirklich niemand auf der Rechnung hatte, gewann das dritte Spitzenspiel in Folge. Nach dem 23:22 gegen den aktuellen Tabellen-Vierten Hemsbach und dem 28:19 beim Fünften Mosbach gelang Malschenberg nun der größte Coup: 28:27 besiegte der TSV den vorher ungeschlagenen Tabellenführer und Aufstiegs-Favoriten Dittigheim. Durch den neunten Saison-Erfolg im elften Spiel übernahm Malschenberg selbst die Tabellenführung.

 

Die „Büffl“, wie sie sich selbst nennen, imponierten erneut mit ihrer Leidenschaft und klugem Angriffsspiel. Nach dem 14:13 zur Pause legten sie auf 18:14 vor. Dittigheim schlug zurück, meistens durch den zwölffachen Torschützen Viktor Bodo, und kam zum 22:22-Ausgleich (48.). Doch das schockte die selbstbewussten Gastgeber keineswegs: Marcel Becker entschied den Landesliga-Kracher mit seinem ersten Tor in diesem Spiel acht Sekunden vor dem Ende (28:26).

 

Der TV Bammental verschaffte sich im Abstiegskampf durch das 30:24 gegen Laudenbach etwas Luft. Dabei taten sich Steffen Dollinger mit elf Treffern und Torwart Vitus Müller, der in der Endphase wichtige Bälle halten konnte, besonders hervor.

 

Ähnlich war es beim 24:18 von Aufsteiger TSV Rot 2 gegen die TSG Wiesloch 2. Zehn Treffer von Julian Körner und ein starker Jannik Steger im Tor sicherten zwei Punkte im Abstiegskampf.

 

Dritter Sieg in Folge für die TSG Wiesloch in der Badenliga: Das 35:33 verschafft Wiesloch ebenfalls ein wenig Luft im Abstiegskampf. Dabei führte sich Neuzugang Timo Zehrbach prächtig ein und erzielte sechs Tore.

 

Tolle Aufholjagd der HSG St Leon/Reilingen. Trotz eines 18:24-Rückstands elf Minuten vor dem Ende holte die HSG beim Angsgegner TV Knielingen noch ein 25:25. In der Schlussphase dominierte St. Leon durch ein vorbildliches Mannschaftsspiel, Treffern aus dem Rückraum, über den Kreis und den Außen und kam in der letzten Minute durch Andreas Rausch zum vielumjubelten 25:25 Ausgleichstreffer. Nach gelungenem Abwehren des letzten Knielinger Angriffs hatte die HSG durch eine 100%ige Torchance Sekunden vor dem Schlusspfiff sogar noch die Chance zum Siegtreffer. Trainer Christopher Körner war stolz: „Die Mannschaft hat eine unheimliche Moral gezeigt und hat sich nie hängen lassen. Ich ziehe den Hut vor meinem Team.“


„Befreit und locker“

(soz) Malschenberg begeistert auch beim 27:19 in Mosbach

 

Heidelberg (soz) „Wir genießen diese Situation“, sagt Christian Ruß. Völlig unerwartet steht der Trainer mit seinem TSV Malschenberg auf Platz zwei in der Landesliga. Auch das Spitzenspiel beim TV Mosbach gewann die Mannschaft vom Letzenberg in beeindruckender Art und Weise 27:19. Die Gäste dominierten die Partie über weite Strecken: Vor allem zu Beginn (4:8 und 7:11) und ab der 45. Minute. Da zog der TSV vom 16:17 (43.) auf 18:24 (50.) davon.

 

„Wir sind befreit und locker“, hat Ruß erkannt. „Die Mannschaft kann ohne Druck spielen, das macht bei ihr offenbar einen großen Unterschied aus und setzt Kräfte frei.“ In der Vor-Saison kämpfte Malschenberg lange gegen den Abstieg. Aber schon da, gegen Ende der Runde, sah man eine Entwicklung. „Wir haben vielleicht nicht das große spielerische Talent anderer Mannschaften“, erklärt Ruß das Geheimnis des Erfolgs, „aber wir halten zusammen und spielen meistens eine richtig gute Abwehr, in der jeder für den anderen da ist. Die Siege zuletzt gaben uns natürlich auch Selbstvertrauen.“

 

Doch Ruß hält nichts davon, das Saison-Ziel („Sorgenfreie Runde“) zu korrigieren. „Das wäre völlig verkehrt. Wir sollten bescheiden und demütig bleiben. Wir sollen uns freuen über den Verlauf der Runde und auf das dritte Spitzenspiel in Folge.“

 

Am Sonntag gastiert Spitzenreiter Dittigheim in der Mannaberghalle. „Die sind Favorit, die wollen aufsteigen, die haben Druck“, meint Ruß. „Wir fühlen uns als Außenseiter richtig wohl.“

 

Landesliga-Aufsteiger TSV Rot 2 verlor das Keller-Duell beim Tabellenletzten SV Waldhof 24:27. Dabei produzierten die Gäste eine Vielzahl an technischen Fehlern, agierte zu statisch und ohne Spielwitz.

 

Die TSG Wiesloch verschafft sich im Abstiegskampf der Badenliga durch das überzeugende 31:26 gegen Stutensee ein wenig Luft. Entscheidend für den Erfolg war ein 8:2-Lauf in der zweiten Halbzeit zum 27:21.

 

Auch die HSG St. Leon/Reilingen gewann – 26:21 gegen Pforzheim. Dabei lag St. Leon zur Pause noch 11:14 zurück, legte aber nach dem 16:16 durch eine hervorragende Abwehr-Arbeit (nur ein Treffer in zwölf Minuten) den Grundstein für den wichtigen Erfolg.

 

(soz) 1.Kreisliga Männer

 SC Sandhausen gegen PSV Knights Heidelberg 1.Kreisliga Männer

 TSV Malschenberg 2 gegen TV Sinsheim


Weitere Nachrichten


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Geschichten aus dem Kreis


Handballer aus Leidenschaft

Der Kreisvorsitzende Jürgen Brachmann wird heute 65

 

(soz) Ein Klassenkamerad lud ihn Mitte der 1960-er Jahre mit den Worten ein: „Komm’ doch mal ins Handball-Training!“ Und Jürgen Brachmann, damals 15, besuchte bei der KuSG Leimen tatsächlich eine Übungseinheit. Seit diesem Tag ist er Handballer aus Leidenschaft.

 

Erst Spieler: „Im Großfeld! Auf Asche! Als Läufer und Außen! Meine Stärke war die Schnelligkeit.“ Dann Funktionär, weil sich bereits mit 25 der Ischias-Nerv auf unerträgliche Weise bemerkbar machte und er als Aktiver aufhören musste. Er wurde Trainer u.a. bei seinem Heimat-Klub KuSG Leimen, dem BSC Mückenloch und der SG Walldorf. Später Rechtswart beim badischen Verband. Und Schiedsrichter: „Ich habe nie eine Rote Karte zeigen müssen wegen Beleidigung. Ich habe versucht, die Spiele so zu leiten, dass immer eine Linie erkennbar war. Einmal ist es mir offensichtlich so gut gelungen, dass die Spielerinnen nach einem Foul freiwillig vom Spielfeld runtergingen, als ich noch gar nicht gepfiffen hatte – weil sie wussten, sie bekommen jetzt eine Zwei-Minute-Strafe.“

 

2013 schließlich der Höhepunkt seiner Funktionärs-Karriere, als Brachmann in Wilhelmsfeld zum Vorsitzenden des Handball-Kreises Heidelberg gewählt wurde.

 

Er ist keiner, der zu allem Ja und Amen sagt. Er ist einer, der mahnend den Zeigefinger hebt, wenn seiner Meinung etwas falsch läuft – vor allem, wenn es um Belange beim badischen Handball-Verband geht. Er weiß: „Das kommt nicht überall gut an. Es gab schon einige Dinge, bei denen ich angeeckt bin. Aber das werde ich auch in Zukunft tun. Denn als ich vor vier Jahren gewählt wurde, habe ich diese kritische Begleitung in meiner Antrittsrede versprochen.“

 

Jürgen Brachmann wird an diesem Freitag 65. Den runden Geburtstag feiert Heidelbergs Handball-Boss heute Abend mit seiner Familie in einem Walldorfer Hotel. Dabei sind natürlich auch seine drei Söhne (35, 33, 19). Die spielen übrigens alle drei Tennis. Dafür möchte Brachmann seinen Enkel Benedikt (2) gerne als Handballer sehen. Um ihm den Einstieg zu erleichtern, hat er ihm bereits einen kleinen Handball gekauft...

 

Im Frühjahr 2018 geht Brachmann in Rente – aber nur bei der Uni Heidelberg, wo er in der Verwaltung tätig ist: „Den Handballern bleibe ich noch ein paar Jahre erhalten. Die werden mich so schnell nicht los.“ Das „So schnell“ dauert nun schon über 50 Jahre.

 


„Noch ‘ne extra Runde gehüpft“

Dossenheimer Handballer gewinnen das Spitzenspiel und sind vorzeitig Herbstmeister

 

(soz). Die Dossenheimer hüpften gerade ein paar Siegesrunden im Kreis und genossen die Leichtigkeit des Seins, als die nächste gute Nachricht vermeldet wurde. „Irgendjemand schrie uns zu, dass Plankstadt verloren hat“, berichtet Spielertrainer Nicolai Elfner, „da sind wir eben noch ‘ne extra Runde gehüpft.“

 

Es lief alles richtig gut an diesem Wochenende für die Verbandsliga-Handballer der TSG Dossenheim: Sie gewannen das Spitzenspiel gegen den Zweiten Ettlingen 25:19, der eigentliche Top-Favorit Plankstadt patzte in Walzbachtal. Die TSG hat sich nun einen komfortablen Drei-Punkte-Vorsprung erarbeitet und ist bereits einen Spieltag vor dem Ende der Vorrunde ungeschlagener Herbstmeister.

„Wir sind definitiv in einem Flow“, bestätigt Elfner den neudeutschen Begriff, der in letzter Zeit immer dann hervorgeholt wird, wenn was Überraschendes eingetreten ist, das man rational nicht erklären kann. So ziemlich alle wussten im Sommer, dass Dossenheim eine gute Mannschaft hat – aber dass der letztjährige Dritte die Verbandsliga dominiert wie Bayern München zu besten Pep-Guardiola-Zeiten die Fußball-Bundesliga, das hatte wohl niemand auf der Rechnung.

 

Beispiele gefällig? Den TSV Rot, neben Plankstadt vor der Saison Aufstiegs-Favorit, 28:19 hergespielt. Jetzt dem Zweiten Ettlingen keine Chance gelassen, obwohl die TSG nicht ihre beste Leistung abrief. Elfner stellte selbstkritisch fest: „Es war kein berauschendes Spiel von uns, ich habe beispielsweise einen rabenschwarzen Tag erwischt. Dazu haben wir zu viele dumme Fehler gemacht und zu viele richtig gute Chancen liegen gelassen.“ Aber es reichte, um den Tabellen-Zweiten zu dominieren. Die TSG lag 10:5 (21.) und 12:8 (28.), beim 13:12 (33.) war das Spiel freilich wieder offen. Allerdings nur für kurze Zeit, denn Dossenheim setzte sich auf 20:14 (44.) und schließlich 23:18 (56.) entscheidend ab.

 

So nüchtern Elfner den großen Sieg beschreibt, so schwärmerisch wird er, wenn er über seine Mannschaft spricht: „Das ist so eine geile Truppe... Wir haben schon einen super Kader, sind breit aufgestellt. Keiner kriegt Kohle bei uns, ganz viele Spieler kommen aus der eigenen Jugend.“ So präsentiert sich Dossenheim Woche für Woche frisch, fröhlich und frei von der Leber weg. „Ich versuche immer, den Erwartungsdruck zu nehmen“, berichtet Elfner, „ich sage den Jungs, sie sollen sich lockermachen. Wenn wir das spielen, was wir können, können wir jeden in dieser Klasse schlagen.“ Offensichtlich rufen sie ihr Potenzial derzeit oft ab.

 

Wird auch nötig sein, um in zwei Wochen die nächste große Prüfung zu bestehen. Dann steigt der nächste Hit bei der TSG Plankstadt, mit drei Minuspunkten Rückstand immer noch Verfolger Nummer 1. „Ich bin überzeugt, dass wir auch dort richtig gut spielen werden“, sagt Elfner. „Der Druck liegt jetzt eindeutig bei Plankstadt. Die müssen abliefern. Wenn sie das auch noch verlieren, hätten sie fünf Punkte Rückstand auf uns.“ Was Elfner nicht sagt: Dann wäre immer noch nichts entschieden, aber das müsste eine Mannschaft gegen diese starken Dossenheimer erst einmal aufholen.

 

 

Heidelberg (soz) In fremder Halle hat es bisher gut geklappt, nur vor heimischem Publikum zeigte der Handball-Verbandsligist TSV Rot im bisherigen Verlauf der Runde seine Schwächen. Fünf Verlustpunkte in eigener Halle stehen zur Halbzeit der Saison bereits zu Buche. Im Spitzenspiel gegen die Drittliga-Reserve der SG Leutershausen konnte man nun endlich auch zu Hause an die zuletzt gezeigten starken Auftritte in Eggenstein und Königshofen anknüpfen und gegen den bisher noch ungeschlagenen Tabellenführer einen wichtigen 30:26-Sieg einfahren, kehrt damit selbst zurück in den Kampf um die Meisterschaft.

 

Rot begann rasant, setzte sich gleich auf 6:2 ab. Bis zum 7:4 nach acht Spielminuten war man noch guter Dinge, dann aber erfolgte ein jäher Bruch im Angriffsspiel beim TSV Rot. Zehn Minuten gelang kein einziger Treffer mehr. In dieser Zeit hatten die Gäste nicht nur wieder ausgeglichen, sondern waren nun ihrerseits mit 7:10 in Führung gegangen. Vor allem Felix Hildenbeutel, der in dieser Phase fünf seiner insgesamt sechs Treffer erzielt hatte, konnte dabei oftmals beinahe unbedrängt zu einfachen Torwürfen kommen. Trainer Roland Mächtel nahm zum richtigen Zeitpunkt eine Auszeit, danach hatte sich sein Team wieder gefangen. Die Abwehr ging nun konzentrierter zu Werke, Felix Hildenbeutel kam nicht mehr so einfach zum Zuge. Auch die Aktionen von Leutershausens Spielgestalter Peter Mohr wurden nun unterbunden. Hinzu kam, dass nun auch Janis Steinhauser im Tor des TSV zulegen konnte und mehrere klare Chancen der Gäste, darunter auch zwei Strafwürfe, zunichte machte. Er gab dann auch in der zweiten Spielhälfte seinen Vorderleuten einen starken Rückhalt. Beim 11:11 in der 25. Spielminute war wieder der Ausgleich fällig, zur Pause lag der TSV Rot wieder mit zwei Treffern in Führung.

 

Gleich nach dem Wechsel dann eine frühe Vorentscheidung. Rot kam hellwach aus der Kabine und hatte sich mit drei Treffern in Folge innerhalb von drei Minuten schnell auf 17:12 abgesetzt. Das zeigte Wirkung bei den Gästen. Es folgte nun die stärkste Phase im Spiel des TSV Rot, der sich in der Folge deutlich auf bis zu neun Treffer (26:17 / 47. Min.) absetzen konnte. Die Disqualifikation von Felix Hildenbeutel kurz zuvor, sorgte zusätzlich für eine Schwächung bei den Gästen. Nach dem 29:20 in der 53. Spielminute ließ dann bei der Heim-Mannschaft die Konzentration etwas nach, was die Gäste bis zum Schlusspfiff wieder auf 30:26 herankommen ließ.

 

Der Höhenflug des TV Eppelheim, der mit einem Sieg Tabellenführer hätte werden können, wurde im Heimspiel gegen die HSG Walzbachtal beendet. Denn die Gäste entführten beim 24:27 beide Punkte aus dem CSSC und sorgten dafür, dass es an der Spitze noch enger geworden ist.

 

Dabei waren die Voraussetzungen für einen Erfolg des TVE gar nicht so schlecht. Lediglich Philipp Stotz war nicht ganz fit, jedoch spielbereit. Trotzdem brachte der TVE erst mal kein Bein auf den Boden. Hinten packte die Abwehr nicht ordentlich zu, vorne häuften sich die Fehler. So stand es nach 18 Minuten bereits 4:10, als die Trainer des TVE ihre Auszeit nahmen. Doch deren Erfolg verpuffte, weil Fehlwürfe und Fehlpässe den Gegner zum Konterspiel einluden, so dass es mit einem 8:14 in die Pause ging.

 

Nach dem Wechsel trat der TVE deutlich entschlossener auf. Doch nun fehlte oftmals auch das nötige Glück, zumal der gegnerische Torhüter sein bestes Saisonspiel machte und die Eppelheimer Angreifer fast zur Verzweiflung brachte. 13:20 war der Zwischenstand, als die Hausherren noch einmal Mut schöpften. Denn sie konnten auf vier Tore verkürzen (16:20). Eppelheim kam, mit einer offeneren Deckung operierend, noch auf drei Tore heran – doch individuelle Fehler und teilweise schwer nachzuvollziehende Entscheidungen der Unparteiischen ließen keine Wende mehr zu.

 

TVE-Trainer Robin Erb war vor allem über die Anfangsphase enttäuscht: "Das ist nun schon das dritte Spiel, in dem wir einen schlechten Start hatten. Diesmal konnten wir es nicht mehr umbiegen.“

 

Enttäuscht muss auch die TSG Dossenheim sein. Denn die Aufholjagd des letztjährigen Vize-Meisters wurde durch das 26:31 beim TSV Malsch überraschend gestoppt. Jann Jenne mit acht und Christian Breitenstein mit elf Toren waren die überragenden Akteure auf Malscher Seite.