Liga-News:

Vorschau Mittwoch den 12.12.2018:

„Noch eine Rechnung offen“

(soz) Handball-Verbandsliga: TSV Malsch denkt vor dem Derby gegen Rot an die Hinspiel-Niederlage – Spitzenspiel in St. Leon

 

Heidelberg (soz) Zu Beginn der Saison war die HSG St. Leon/Reilingen das Überraschungs-Team der Vierten Frauen-Liga, stand mehrere Wochen an der Tabellenspitze. „Dann war unser Selbstvertrauen plötzlich wie weggeflogen“, erklärt Trainer Sascha Kuhn. „Erklären können wir uns die schwächere Phase auch nicht richtig.“

 

Doch zuletzt ließ die HSG mit dem Überraschungs-Sieg gegen den Tabellen-Zweiten Leinfelden wieder aufhorchen. „Das haben wir mal gebraucht. In diesem Spiel haben wir endlich wieder eine geschlossene Mannschafts-Leistung gezeigt“, so Kuhn. „Nur so geht es bei uns. Wir haben keine überragende Spielerin, die in jeder Partie für fünf, sechs leichte Tore gut ist. Nur wenn wir zusammen arbeiten, funktioniert es bei uns.“

 

Am Wochenende steigt der nächste Hit gegen den Tabellen-Vierten Schozach. „Wir haben uns im Hinspiel sehr schwer getan“, weiß Kuhn noch, „aber wenn wir die Leistung vom letzten Wochenende wiederholen, ist alles möglich.“ Sogar die Tabellenspitze: Denn St. Leon hat lediglich zwei Punkte weniger als der Erste...

 

Baden-Württemberg-Liga Frauen, Sonntag, 14.30 Uhr: SG Nußloch – SG Heidelsheim/Helmsheim, 15 Uhr: HSG St. Leon/Reilingen – SG Schozach-Bottwartal.

 

Badenliga Männer, Samstag, 20 Uhr: TV Knielingen – HSV Hockenheim, TSV Birkenau – TSV Viernheim, HC Neuenbürg – TSG Plankstadt, SG Pforzheim/Eutingen 2 – TSG Wiesloch; Sonntag, 16.30 Uhr: HG Oftersheim/Schwetzingen 2 – HSG St. Leon/Reilingen, 17 Uhr: SG Stutensee/Weingarten – TV Hardheim, 17.30 Uhr: SG Heidelsheim/Helmsheim – TV Friedrichsfeld.

 

Badenliga Frauen, Samstag, 16 Uhr: TSV Birkenau 2 – TSV Viernheim, 18 Uhr: HG Saase – TSG Wiesloch; Sonntag, 14.30 Uhr: HG Oftersheim/Schwetzingen – TSV Rintheim.

 

Die Worte sind deutlich. „Wir haben noch eine Rechnung aus dem Hinspiel offen“, sagt Christian Koch, der Trainer des TSV Malsch, vor dem Rückrunden-Auftakt. Damals, am ersten Spieltag der Verbandsliga, bot der Außenseiter dem Meisterschafts-Aspiranten TSV Rot in dessen eigener Halle lange Paroli – verlor aber mit dem Schlusspfiff 23:24. „Das haben wir nicht vergessen“, offenbart Koch einen Blick in das Seelenleben seiner Mannschaft, „das hat lange weh getan.“

 

Die Kräfte-Verhältnisse sind übrigens wie erwartet: Malsch spielt gegen den Abstieg, Rot um den Aufstieg. Beide Mannschaften präsentierten sich allerdings zuletzt in Top-Form: Rot besiegte Tabellenführer Leutershausen 2, Malsch ließ Vize-Meister Dossenheim keine Chance. „Zuhause haben wir vier von fünf Spielen gewonnen“, freut sich Koch. Es klingt wie die nächste, kleine Drohung Richtung Rot...

 

Koch ist auch beeindruckt von seiner Rückraum-Achse Christian Breitenstein und Jann Jenne, die beiden erzielten vergangenes Wochenende zusammen 19 Treffer. „Ohne den Christian geht fast nichts bei uns“, so Koch, „er ist ein Schlüsselspieler. Und der Jann ist erst Anfang 20, er hat sich auf der wichtigen Mitte-Position prächtig entwickelt. Er ist sehr torgefährlich, kommt zudem aus der eigenen Jugend – bei ihm lief in den letzten Jahren ziemlich viel richtig gut.“

 

Auch gegen den Erz-Rivalen Rot?

 

Verbandsliga Männer, Samstag, 17 Uhr: TV Eppelheim – HG Königshofen/Sachsenflur, 19.30 Uhr: TSV Handschuhsheim – TV Neuthard, 19.45 Uhr: TSV Malsch – TSV Rot; Sonntag, 16 Uhr: TGS Pforzheim 2 – TSG Dossenheim, 17 Uhr: TSV Wieblingen – TG Eggenstein, 18 Uhr: HSG Ettlingen/Bruchhausen – HSG Walzbachtal, 18 Uhr: SG Leutershausen 2 – SV Langensteinbach.

 

Verbandsliga Frauen, Samstag, 17.30 Uhr: TSV Malsch – SG Stutensee/Weingarten, HC Mannheim/Vogelstang – HSG St. Leon/Reilingen 2, 18 Uhr: Spvgg. Ilvesheim – TG Eggenstein; Sonntag, 13.30 Uhr: SG Heidelsheim/Helmsheim – KuSG Leimen, 15 Uhr: TG Neureut – SG Walldorf.

 

Landesliga Männer, Samstag, 19 Uhr: HSG Laudenbach – TG Laudenbach, 20 Uhr: TV Bammental – SV Waldhof Mannheim, TV Großsachsen 2 – TSG Wiesloch 2; Sonntag, 18 Uhr: TV Brühl – HSG Dittigheim/Tauberbischofsheim.

 

Trainer-Wechsel in der 1. Kreisliga: Andreas Seganfreddo musste bereits vergangene Woche bei der SG Nußloch 2 gehen. Seganfreddo übernahm erst im Sommer die Drittliga-Reserve, sollte mit der jungen Mannschaft den Aufstieg packen. „Wir haben keine Entwicklung gesehen“, begründet Nußlochs Manager Christian Fingerle die Entscheidung. „Wir haben hohe Ziele, die wir weiter verfolgen. Denn verloren ist noch lange nichts.“ Nußloch liegt zwei Punkte hinter Spitzenreiter Eppelheim 2 auf Platz 3.

 

Nachfolger von Seganfreddo sind übrigens Martin Seiler (bisher Co-Trainer) und Guido Haag (bisher Torwart-Trainer).

 

1. Kreisliga Männer, Samstag, 16.15 Uhr: TV Sinsheim – TV Eppelheim 2, 19.30 Uhr: SC Wilhelmsfeld – SC Sandhausen; Sonntag, 16 Uhr: TSV Malschenberg 2 – TSV Steinsfurt, PSV Knights Heidelberg – KuSG Leimen, 17 Uhr: SG Nußloch 2 – TV Dielheim.

 

1. Kreisliga Frauen, Samstag, 16.15 Uhr: SG Bammental/Mückenloch 2 – TSV Rot 2; Sonntag, 11.45 Uhr: TSV Wieblingen – SG Walldorf 2, 19.15 Uhr: SG Nußloch 2 – TV Dielheim 2.

 

2. Kreisliga Männer, Samstag, 17.30 Uhr: TSV Handschuhsheim 2 – HG Eberbach, 18 Uhr: TV Bammental 2 – SG Kirchheim.

 

2. Kreisliga Frauen, Sonntag, 10 Uhr: TSV Wieblingen 2 – TV Neckargemünd.

 

3. Kreisliga Männer, Samstag, 15 Uhr: TV Eppelheim 3 – TSV Rot 3, 19 Uhr: SG Nußloch 3 – TV Dielheim 2, 19.30 Uhr: SG Schwarzbachtal – TSV Malsch 3.

 

4. Kreisliga Männer, Samstag, 14.30 Uhr: TB Neckarsteinach 2 – SG Kirchheim 2; Sonntag, 19 Uhr: TSV Wieblingen 3 – TV Neckargemünd 2.


Verbandsliga & Badenliga:

Rot zurück im Meisterkampf

(soz) Handball-Verbandsligist besiegt den Tabellenführer Leutershausen 30:26 – Eppelheims Höhenflug gestoppt

 

Heidelberg (soz) In fremder Halle hat es bisher gut geklappt, nur vor heimischem Publikum zeigte der Handball-Verbandsligist TSV Rot im bisherigen Verlauf der Runde seine Schwächen. Fünf Verlustpunkte in eigener Halle stehen zur Halbzeit der Saison bereits zu Buche. Im Spitzenspiel gegen die Drittliga-Reserve der SG Leutershausen konnte man nun endlich auch zu Hause an die zuletzt gezeigten starken Auftritte in Eggenstein und Königshofen anknüpfen und gegen den bisher noch ungeschlagenen Tabellenführer einen wichtigen 30:26-Sieg einfahren, kehrt damit selbst zurück in den Kampf um die Meisterschaft.

 

Rot begann rasant, setzte sich gleich auf 6:2 ab. Bis zum 7:4 nach acht Spielminuten war man noch guter Dinge, dann aber erfolgte ein jäher Bruch im Angriffsspiel beim TSV Rot. Zehn Minuten gelang kein einziger Treffer mehr. In dieser Zeit hatten die Gäste nicht nur wieder ausgeglichen, sondern waren nun ihrerseits mit 7:10 in Führung gegangen. Vor allem Felix Hildenbeutel, der in dieser Phase fünf seiner insgesamt sechs Treffer erzielt hatte, konnte dabei oftmals beinahe unbedrängt zu einfachen Torwürfen kommen. Trainer Roland Mächtel nahm zum richtigen Zeitpunkt eine Auszeit, danach hatte sich sein Team wieder gefangen. Die Abwehr ging nun konzentrierter zu Werke, Felix Hildenbeutel kam nicht mehr so einfach zum Zuge. Auch die Aktionen von Leutershausens Spielgestalter Peter Mohr wurden nun unterbunden. Hinzu kam, dass nun auch Janis Steinhauser im Tor des TSV zulegen konnte und mehrere klare Chancen der Gäste, darunter auch zwei Strafwürfe, zunichte machte. Er gab dann auch in der zweiten Spielhälfte seinen Vorderleuten einen starken Rückhalt. Beim 11:11 in der 25. Spielminute war wieder der Ausgleich fällig, zur Pause lag der TSV Rot wieder mit zwei Treffern in Führung.

 

Gleich nach dem Wechsel dann eine frühe Vorentscheidung. Rot kam hellwach aus der Kabine und hatte sich mit drei Treffern in Folge innerhalb von drei Minuten schnell auf 17:12 abgesetzt. Das zeigte Wirkung bei den Gästen. Es folgte nun die stärkste Phase im Spiel des TSV Rot, der sich in der Folge deutlich auf bis zu neun Treffer (26:17 / 47. Min.) absetzen konnte. Die Disqualifikation von Felix Hildenbeutel kurz zuvor, sorgte zusätzlich für eine Schwächung bei den Gästen. Nach dem 29:20 in der 53. Spielminute ließ dann bei der Heim-Mannschaft die Konzentration etwas nach, was die Gäste bis zum Schlusspfiff wieder auf 30:26 herankommen ließ.

 

Der Höhenflug des TV Eppelheim, der mit einem Sieg Tabellenführer hätte werden können, wurde im Heimspiel gegen die HSG Walzbachtal beendet. Denn die Gäste entführten beim 24:27 beide Punkte aus dem CSSC und sorgten dafür, dass es an der Spitze noch enger geworden ist.

 

Dabei waren die Voraussetzungen für einen Erfolg des TVE gar nicht so schlecht. Lediglich Philipp Stotz war nicht ganz fit, jedoch spielbereit. Trotzdem brachte der TVE erst mal kein Bein auf den Boden. Hinten packte die Abwehr nicht ordentlich zu, vorne häuften sich die Fehler. So stand es nach 18 Minuten bereits 4:10, als die Trainer des TVE ihre Auszeit nahmen. Doch deren Erfolg verpuffte, weil Fehlwürfe und Fehlpässe den Gegner zum Konterspiel einluden, so dass es mit einem 8:14 in die Pause ging.

 

Nach dem Wechsel trat der TVE deutlich entschlossener auf. Doch nun fehlte oftmals auch das nötige Glück, zumal der gegnerische Torhüter sein bestes Saisonspiel machte und die Eppelheimer Angreifer fast zur Verzweiflung brachte. 13:20 war der Zwischenstand, als die Hausherren noch einmal Mut schöpften. Denn sie konnten auf vier Tore verkürzen (16:20). Eppelheim kam, mit einer offeneren Deckung operierend, noch auf drei Tore heran – doch individuelle Fehler und teilweise schwer nachzuvollziehende Entscheidungen der Unparteiischen ließen keine Wende mehr zu.

 

TVE-Trainer Robin Erb war vor allem über die Anfangsphase enttäuscht: "Das ist nun schon das dritte Spiel, in dem wir einen schlechten Start hatten. Diesmal konnten wir es nicht mehr umbiegen.“

 

Enttäuscht muss auch die TSG Dossenheim sein. Denn die Aufholjagd des letztjährigen Vize-Meisters wurde durch das 26:31 beim TSV Malsch überraschend gestoppt. Jann Jenne mit acht und Christian Breitenstein mit elf Toren waren die überragenden Akteure auf Malscher Seite.


St. Leon besiegt Spitzenteam

(soz) Und Rot gewinnt das Badenliga-Derby gegen Wiesloch

 

Heidelberg (soz) Top-Leistung von Frauen-Viertligist HSG St. Leon/Reilingen: Gegen das Spitzenteam aus Leinfelden/Echterdingen gab es einen überraschenden 32:29-Erfolg. St. Leon dominierte von Beginn an, führte 7:3, 11:6 und zur Pause 16:13. Auch im zweiten Abschnitt blieb die HSG zunächst souverän. Doch nach dem 22:18 wurde es noch einmal knapp, die Gäste verkürzten auf 26:25. Doch in der Endphase besann sich St. Leon wieder auf seine Stärken und holte sich zwei unerwartete Punkte.

 

Auch ohne Sarah Knopf, neben Evelyn Hoffmann die Haupttorschützin, gewann der TSV Rot das Badenliga-Derby gegen die TSG Wiesloch 31:26. Dabei erwischten die Gastgeberinnen den besseren Start, führten 7:1. Doch Wiesloch wendete die Partie und nutzte immer wieder Roter Schwächen zur 9:10-Führung. Wer jetzt dachte, das Spiel würde sich komplett drehen, hatte sich allerdings getäuscht. Rots Kampfgeist erwachte wieder, bis zur Halbzeit ließ man nur noch drei Gegentore zu und ging mit einer 17:13-Führung in die Halbzeitpause.

 

Rot hielt Wiesloch auch in der zweiten Hälfte auf Abstand (20:16; 23:18). Beim 27:20 führte der TSV erstmals mit sieben Toren und fuhr souverän den nächsten Heimsieg ein.

 

Überraschend hoch, mit 31:23, gewann die abstiegsgefährdete SG Walldorf beim HC Mannheim-Vogelstang. Nach dem 13:13 zündete Walldorf den Turbo und enteilte entscheidend auf 22:16 und 27:20.

 

Die SG Bammental/Mückenloch behält durch das 24:21 in Ladenburg ihre weiße Weste. Doch bis der achte Sieg im achten Sieg unter Dach und Fach war, war es ein hartes Stück Arbeit. Erst Mitte der zweiten Hälfte konnte sich Ba/Mü entscheidend auf 20:15 absetzen. 

 


Zuschauer spielt nach der Halbzeit mit

(soz) Verbandsliga: Kurioses beim Dossenheimer 31:28 gegen Handschuhsheim

 

Heidelberg (soz) In der Halbzeit war Jonas Kari so verzweifelt, dass er einen Zuschauer von der Tribüne zu sich winkte und ihn fragte: „Willst du in der zweiten Halbzeit mitspielen?“ Till Hanken sagte spontan zu, zog sich in der Kabine um und absolvierte die zweite Hälfte in Straßensportschuhen.

 

Nun muss man dazu sagen, dass Hanken für den Handschuhsheimer Trainer kein Unbekannter ist: Er trainiert unter der Woche beim Verbandsligisten mit, verzichtet aber derzeit aus Studiengründen auf Einsätze. Trotzdem spiegelte diese Szene in der Pause die prekäre personelle Lage wider, in der sich die Löwen befanden.

 

Denn beim hitzigen Verbandsliga-Derby bei der TSG Dossenheim verloren die Löwen bereits in der ersten Halbzeit ihre Rückraum-Achse: Linkshänder Jonas Bald bekam in der fünften Minute, Vincent Stupp (halblinks) nach 24 Minuten die Rote Karte. „Ich dachte sogar zwischendurch darüber nach, unseren 46-jährigen Ersatz-Torwart Jens Eckstein als Feldspieler auflaufen zu lassen“, erzählt Kari.

 

Die Löwen bestimmten in der ersten Halbzeit trotzdem lange Zeit die Partie. Ihnen gelangen dabei zwei Kunststücke: Nach dem 3:7-Rückstand (9.) erzielten sie acht (!) Tore in Folge (11:7, 18.). Mit lediglich zwei Feldspielern, also in vierfacher (!) Unterzahl, gelangen ihnen zwei Tore. „Handschuhsheim hat es über den Kampf und Emotionen geschafft, uns aus dem Konzept zu bringen“, haderte Dossenheims Spielertrainer Nicolai Elfner. „Bei uns haben ein paar Prozent gefehlt.“

 

Dass Dossenheim trotzdem zur Pause wieder mit 16:14 vorne lag, gehört zu den Anekdoten dieses kuriosesten Spiels der Saison. Und auch, dass Außenseiter Handschuhsheim in der zweiten Halbzeit trotz des Fehlens seiner beiden Rückraum-Asse plötzlich wieder mehrfach mit zwei Toren beim Vize-Meister in Führung ging – zuletzt beim 25:27 (49.). Doch die entscheidenden letzten zehn Minuten gehörten Dossenheim. „Wir haben eine richtig gute Abwehr gespielt, ich hatte zudem den Eindruck, dass bei Handschuhsheim der Akku irgendwann mal leer war“, berichtet Elfner. Folge: Dossenheim gewann 31:28.

 

Löwen-Trainer Kari war trotzdem zufrieden: „Wir haben alles gegeben. Es war eine phantastische Stimmung in der Halle. Gewinner war vor allem der Handball-Sport.“

 

Bestplatzierter Heidelberger Klub in der Verbandsliga ist derzeit der TV Eppelheim. Der TVE ist Zweiter, gewann auch das Spitzenspiel bei der TG Eggenstein 26:25. Dabei begann Eggenstein mit einem taktisch ausgereiften Angriffskonzept und schaffte es immer wieder, den TVE in Verlegenheit zu bringen. Nach 23 Minuten beim 14:9 stellte Eppelheim die Abwehr um. Mit Erfolg: Dane Späth neutralisierte von nun an auf der Spitze den bis dahin auftrumpfenden Mittelmann der Hausherren, Gerrit Kirsch. Und Yannick Marz räumte im Mittelblock die gegnerischen Kreisläufer ab. Bis zur Halbzeit war Eppelheim wieder dran (15:14).

 

Nach dem Wechsel entwickelte sich eine überaus spannende Partie. Zum Wendepunkt wurde die 46. Minute, als dem TVE in Unterzahl zwei Treffer gelangen (21:23) und er sich erstmals etwas absetzen konnte. Dennoch geriet der nahe liegende Erfolg noch einmal in Gefahr, der TVE musste in der Schlussphase eine Unterzahl überstehen. Doch Torwart Martin Kriechbaum im Verbund mit dem Pfosten verhinderten den Eggensteiner Ausgleich.

 

Überglücklich gratulierte Trainer Robin Erb seiner Mannschaft zum Erfolg: „Das war ein Glanzstück, sich gegen so viele Widrigkeiten zu behaupten. Ich weiß gar nicht, wen ich besonders loben soll.“

 

Einen souveränen 30:19-Sieg brachte der TSV Rot vom Tabellenletzten HG Königshofen mit. Dabei profitierte der Tabellen-Dritte vom guten Start (9:3), zur Pause (19:9) war die Partie schon entschieden.


Mirko Hess und vier Talente begeistern Eppelheim

(soz) Nach 28:19 in der Handball-Verbandsliga auf Platz 2 – Dossenheim siegt in Wieblingen

 soz. Etwas verunsichert war man schon beim Verbandsligisten TV Eppelheim, als man den TV Neuthard empfing. Denn neben den Langzeit-Verletzten Christopher Föhr und Dominik Sommer sowie Weltenbummler Patrick Brendel musste man auch noch auf Simon Stroh und, besonders problematisch, auf Regisseur Philipp Stotz verzichten. Entsprechend schwer tat sich die Mannschaft vor allem vor dem Seitenwechsel, bis sie einen doch deutlichen 28:19 (9:8) Erfolg eingefahren hatte.

 

Von Anfang an lief das Angriffsspiel nicht rund, das Timing bei den Kreuzungen haperte – und so eröffneten sich gegen die gut organisierte Deckung der Gäste wenig verwertbare Tormöglichkeiten. Neuthard diktierte diese Phase und legte auf 3:6 vor. Doch nun übernahm Mirko Hess auf der Spielmacherposition Verantwortung und befreite mit drei Tore den TVE aus der kritischen Situation. Erstmals lagen die Hausherren beim 7:6 in Führung.

 

Vor allem Hess, der beste Spieler auf dem Platz, agierte nun so dominant, dass die Eppelheimer auf 17:10 wegziehen konnte. In dieser Phase spielten nun die eingewechselten vier Youngsters (Sauer, Marz, Geier und Spannagel) des TVE groß auf und erzielten neun blitzsaubere Tore, die vom Eppelheimer Anhang begeistert gefeiert wurden.

 

Trainer Robin Erb war von der Angriffsleistung seiner Truppe in der zweiten Halbzeit begeistert: "Der Versuch der Gäste, Mirko Hess und Sebastian Scheffzek offensiv aus dem Spiel zu nehmen, war gewagt. Wenn unsere Jungen Platz bekommen, sind sie kaum noch zu halten, die Saat geht auf!"

 

Eppelheim ist auf herausragender Tabellen-Zweiter und kann sich nun auf das Spitzenspiel beim Vierten Eggenstein freuen.

 

Derbys liegen dem TSV Wieblingen in dieser Saison nicht. Nach den Niederlagen gegen Rot, Malsch, Eppelheim und Handschuhsheim gab es auch gegen die TSG Dossenheim eine 21:31-Schlappe. Erneut gelang es Wieblingen nicht, eine gute Leistung über 60 Minuten abzurufen. Die Gastgeber, die ohne ihre besten Torschützen Dexheimer und Widmann starteten, legten auf 8:6 und 10:8 vor, gestalteten die Partie bis zum 11:12 zur Pause offen. Doch Wieblingen verschlief die Anfangsphase der zweiten Hälfte, bereits in der 41. Minute war das Spiel entschieden: Die wiedererstarkten Dossenheimer führten zu diesem Zeitpunkt bereits 13:20. Vor allem der rechte Rückraumspieler Simon Heinicke machte ein tolles Spiel und erzielte acht Tore. „In der zweiten Halbzeit haben wir nahe am Optimum gespielt“, sagt TSG-Spielertrainer Nicolai Elfner. „Wir hatten eine stabile Abwehr, eine starke zweite Welle und ein variables Angriffsspiel.“

 

Dossenheim hat, bei zwei Spielen weniger als Tabellenführer Leutershausen II, nun Tuchfühlung zur Spitze.

 

Einen ganz wichtigen Sieg im Kampf gegen den Abstieg holte der TSV Malsch beim 21:19 gegen Aufsteiger TSV Handschuhsheim. Zwar führten die „Löwen“ 3:6 (14.), zur Pause hatte sich Malsch allerdings bereits einen 11:10-Vorsprung erkämpft. In der zweiten Halbzeit lagen die Gastgeber immer vorne: Nach dem 18:17 entschieden Schay, Livaja und Feldpausch mit drei Treffern in Folge das Derby. Allerdings musste Handschuhsheim auch auf fünf verletzte Stammspieler verzichten, Paul Pscherrer half aus der zweiten Mannschaft aus. „Wir haben aufopferungsvoll gekämpft, es war mehr drin – aber Malsch war uns physisch überlegen“, sagte Handschuhseims Trainer Jonas Kari.

 

(soz) Malschenberg überrascht! Dielheim überzeugt!

 

soz. Fast 13 Minuten blieb der TSV Malschenberg in der Landesliga ohne Tor. Deshalb holte der TV Hemsbach im Spitzenspiel der Landesliga das 20:17 und ging seinerseits in der 51. Minute 20:21 in Führung. Doch es spricht für den Einsatz, vor allem aber auch für die Qualität der Malschenberger, dass sie auch diese Schwächephase wegsteckten und der Partie doch noch mal die Wende gaben. Fabian Klefenz und Christian Zander, ohnehin mit sechs bzw. sieben Treffern die erfolgreichsten Schützen, führten Malschenberg in der Endphase zum 23:22 und auf zweiten Platz.

 

Ein verdienter Erfolg, denn Malschenberg diktierte über weite Strecken die Begegnung. Nach dem 6:6 lag die Überraschungs-Mannschaft dieser Saison 12:8 (22.), 16:13 (32.) und 19:16 (38.) vorne. Vor allem die leidenschaftliche Defensive überzeugte und konnte die eigentlich so offensivstarken Gäste immer wieder bremsen.

 

Wichtige Erfolge im Abstiegskampf für die Heidelberger Klubs: Die TSG Wiesloch 2 schnappte sich beim 30:28 gegen den noch sieglosen Tabellenletzten SV Waldhof den zweiten Saison-Erfolg, der Vorletzte TSV Rot 2 gewann überraschend das Duell gegen die TG Laudenbach 28:25.

 

Dabei konnte Rot auf die beiden Erstmannschafts-Spieler Pascal Freiseis und Jannik Steger zurückgreifen, die zusammen elf Treffer erzielten. Bereits in der ersten Halbzeit lag Rot 16:12 vorne. Den Vorsprung hielt der TSV bis in die Schlussphase – nach dem 26:22 wurde es jedoch noch einmal knapp (26:24, 59.). Raphael Thome erzielte 46 Sekunden vor dem Ende den entscheidenden Treffer.

 

Wiesloch kämpfte die Mannheimer in der Schlussphase nieder. Nach dem 26:26 gelangen Paul Hirschmann und Niklas Heim der entscheidende Zwei-Tore-Vorsprung.

 

Die Badenliga-Damen der TSG rundete das erfolgreiche Wochenende für die Wieslocher Handballer ab, sie gewannen 30:29 gegen die HG Königshofen/Sachsenflur. Dabei verschlief Wiesloch die Anfangsphase (2:6, 6.), holte schnell auf (9:9, 16.) und legte auf 17:14 (33.) vor. Auch beim 29:26 (57.) sah die TSG wie der sichere Sieger, nahm aber zu früh Tempo aus dem Spiel. Doch Trainer Frank Gerbershagen war erleichtert über den Zitter-Sieg: „Er ist wichtig im Kampf um den Klassenerhalt.“

 

Die HSG St. Leon/Reilingen war über weite Strecken des Spiels in Bönnigheim die bessere Mannschaft, musste sich aber mit einem 24:24 begnügen. Lange gestaltete der Frauen-Viertligist die Partie überlegen, führte 11:15 zur Pause und später noch 16:20 und 19:22. Doch in den letzten drei Minuten musste St. Leon, dezimiert durch Zeitstrafen, mit lediglich vier Feldspielerinnen bestreiten. Das nutzten die Gastgeberinnen zum Ausgleich. HSG-Trainer Sascha Kuhn: „Wir haben leider in der entscheidenden Phase ein wenig die Nerven verloren. Schade, es war mit Sicherheit mehr drin.“

 

Den Aufschwung der SG Nußloch stoppte der TSV Heiningen, das 26:30 war die siebte Niederlage in dieser Saison. Lange Zeit hielt der Aufsteiger mit, führte zwischenzeitlich mit drei Toren. Nach dem 17:17-Halbzeitstand hielt Nußloch die Partie bis zur 45. Minute offen (24:25) – fünf torlose Minuten waren aber zu viel, um Punkte zu ergattern.

 

Was für ein tolles Spiel der TV Dielheim: Die Verbandsliga-Damen gewannen das Spitzenspiel beim noch verlustpunktfreien HC Mannheim-Vogelstang 39:26. In Worten, damit man es glaubt: Neununddreißigzusechsundzwanzig. Damit bleibt Dielheim Tabellenführer. Es war eine Demonstration der Stärke, ab dem 5:5 (12.) spielte nur noch eine Mannschaft – und das war Dielheim. 7:12 und 8:14 waren die Zwischenstände zu einem nicht für möglichen gehaltenen 9:18-Vorsprung zur Pause. Doch es wurde noch besser, noch torreicher in der zweiten Halbzeit: Dielheim spielte sich in einen Rausch, die konsterniert wirkenden Gastgeberinnen mussten die Überlegenheit anerkennen. So kam es über 15:23, 17:28 und 21:33 zu einem nie für möglich gehaltenen Kanter-Sieg im Spitzenspiel.

 

Weiter ungeschlagen bleibt die SG Bammental/Mückenloch in der Landesliga. Das 27:17 in Birkenau war nie gefährdet. Bereits zur Pause, beim 17:9, war die Partie entschieden.

 


„Wenn wir immer so gespielt hätten...“

(soz) Der abstiegsgefährdete Handball-Badenligist TSG Wiesloch mit starker Leistung gegen Hockenheim – Auch St. Leon holt wichtige Punkte

Heidelberg (soz) Die vergangenen Wochen waren für Patrick Körner nicht einfach. In der Vor-Saison führte der Trainer den Handball-Badenligisten TSG Wiesloch auf einen phantastischen zweiten Platz. Doch nach dem Weggang von Hendrik Wagner zum Drittligisten SG Leutershausen musste sich Wiesloch wieder ans Verlieren gewöhnen. Deutlich öfter, als Körner lieb war. „Es dauert immer seine Zeit, wenn man eine Mannschaft neu aufbauen muss“, sagt er. „Aber ich dachte nicht, dass wir nicht so lange benötigen.“

 

Wiesloch steckt nach fast der Hälfte der Saison im Abstiegskampf. Umso wichtiger war der 28:21-Heimsieg gegen den HSV Hockenheim. „Dieses Mal haben wir es endlich mal geschafft, über 50 Minuten eine richtig gute Leistung zu zeigen“, war Körner erleichtert. „In den letzten Wochen haben wir zwischendurch fast aufgehört, Handball zu spielen und brachen teilweise regelrecht zusammen.“

 

Nach dem 9:8 konnte sich Wiesloch bereits zur Pause auf 13:9 absetzen. Die beste Phase der TSG kam direkt nach der Halbzeit, als die Gastgeber die Partie entschieden: 15:10, 18:11 und 20:12 (41.) waren die Zwischenstände. „Wir waren endlich mal wieder aggressiv genug, haben sowohl im Angriff als auch in der Abwehr entscheidende Zweikämpfe gewonnen. Diese Körperlichkeit hätte ich mir schon länger gewünscht. Aber eines ist klar: Wenn wir immer so gespielt hätten, hätten wir diese Probleme nicht.“ Dass Wiesloch Potenzial hat, ist unbestritten.

 

Zum Schluss blickt Körner schon voraus: „Im nächsten Spiel gegen Stutensee wird es enorm schwer. Dann haben wir beim Tabellenletzten Hardheim wieder so ein Schlüsselspiel in dieser Runde.“

 

Das hat die HSG St. Leon/Reilingen schon hinter sich. Das 26:24 in Hardheim war bereits der zweite Sieg in Folge – obwohl die HSG mit einer Rumpf-Mannschaft antrat. Lediglich neun Feldspieler konnte Trainer Christopher Körner aufbieten, der Rest war krank oder verletzt.  Trainer Christopher Körner meinte dann auch: „Eine starke kämpferische Leistung, bei der das spielerische Element auch nicht zu kurz kam. Ein verdienter Sieg, weil Einstellung und Engagement stimmten.“

 

Das HSG-Team ließ zu keiner Zeit nach und hatte stets eine Antwort auf das Aufbäumen der Hardheimer. So war bezeichnend, dass die Gäste über die gesamte Spielzeit in Führung lagen und auch nach vorübergehendem Ausgleich nicht in Hektik verfielen, sondern weiter sehr überlegt blieben. Regisseur Andreas Rausch: „Wir haben clever gespielt. Mit dem kleinen Kader, der hervorragend zusammengehalten hat und sehr engagiert zu Werke ging, haben wir verdient gewonnen.“

 

Die HSG erwischte einen guten Start, führte 1:4. Doch Hardheim ließ sich nicht abschütteln, vor allem den elffachen Torschützen Robin Steinbach konnte St. Leon nicht aufhalten. Nach dem Seitenwechsel (13:14) sah sich die HSG beim 16:19 schon auf der Siegerstraße. Doch eine leichtfertige Phase brachte den Gastgebern wieder den 20:20-Ausgleichstreffer (46. Minute). Nach dem 23:23 erwies sich St. Leon als die cleverere Mannschaft. Die Defensive vereitelte durch beherztes Eingreifen die Angriffsversuche der Gastgeber, im Angriff kam St. Leon durch zwei energische Einzelleistungen zum vorentscheidenden 23:25.

 

In der ersten Kreisliga hielt Aufsteiger TSV Malschenberg 2 gegen den Favoriten PSV Knights Heidelberg eine Halbzeit gut mit. Doch in der zweiten Hälfte, nach dem 13:14, erspielten sich die Gäste einen Vier-Tore-Vorsprung, den die durch zwei Disqualifikationen dezimierten Malschenberger nicht mehr aufholen konnten. Am Ende setze sich Heidelberg 33:29 durch.

 


Weltmeister Fritz vom Derby beeindruckt

(soz) Ex-Torwart Star-Gast bei Handschuhsheims Sieg gegen Wieblingen – Rot stürzt Spitzenreiter

 

Heidelberg (soz) Henning Fritz gefiel es offenbar im Sportzentrum Nord. Der frühere Handball-Torwart, der so ziemlich alles in seiner Karriere gewonnen hat, was in diesem Sport wichtig ist (u.a. Weltmeister und Europameister), wurde noch zwei Stunden nach Spielschluss im Foyer der Halle gesehen. Vorher beobachtete er als Star-Gast und Halbzeit-Interview-Partner das Nachbarschafts-Derby in der Verbandsliga zwischen dem TSV Handschuhsheim und dem TSV Wieblingen, das die Gastgeber nach zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten 29:27 für sich entschieden.

 

In der ersten Halbzeit dominierte nämlich Wieblingen. Es war offensichtlich, dass die Gäste die beiden deftigen Auswärts-Niederlagen zuletzt in Rot und Malsch vergessen machen wollten. „Die haben zuerst verstanden, was es heißt, ein Derby zu spielen“, sagt Handschuhsheim Trainer Jonas Kari. Wieblingen aggressiver, leidenschaftlicher. Vor allem der an diesem Abend bärenstarke Rückraumspieler und zehnfache Torschütze Jan Dexheimer drückte dem Spiel seinen Stempel auf und führte seine Mannschaft über 0:2, 3:6 und 8:12 zu einer 12:15-Halbzeit-Führung.

 

„In der Pause gab es eine deftige Ansprache“, berichtet Kari. „Dann waren wir plötzlich da.“ Bis zur 38. Minute und dem 16:19 hielt Wieblingen den Vorsprung, doch dann zahlte sich Handschuhsheims ausgeglichen besetzte Mannschaft aus. Der Druck der Gastgeber wurde immer größer, beim 20:20 (44.) wurde erstmals der Ausgleich geschafft. Schließlich entwickelte sich ein heißes, typisches Nachbarschafts-Duell, das geprägt war von Kampf und Emotionen.

 

„Henning Fritz war ganz überrascht, dass so viele Zuschauer in der sechsten Liga kommen“, erzählte Kari. Die 400 Anhänger „haben ganz schön Rabatz gemacht“.

 

Beim 22:21 nach 47 Minuten gingen die „Löwen“ erstmals in Führung, nach dem 25:25 erzielten sie mit einem Dreierpack durch Weber, Bald und Layer zum 28:25 die Entscheidung.

 

„So soll Handball sein“, sagt Kari. „Die ganzen Duelle von Traditions-Klubs wollen die Zuschauer doch sehen. Deshalb war es unser großes Ziel, in die Verbandsliga aufzusteigen.“ Der Neuling schlägt sich nach anfänglichen Schwierigkeiten inzwischen prächtig, hat sich ins Mittelfeld der Tabelle vorgekämpft.

 

Wieblingen muss nach einem tollen Saison-Start aufpassen, nicht in die Abstiegszone zu rutschen. Doch der TSV, bei dem Maurice Pape nach längerer Verletzungspause ein starkes Comeback mit vier Treffern feierte, kann sich schon aufs nächste Nachbarschafts-Duell freuen. Am Samstag geht es gegen Vize-Meister TSG Dossenheim.

 

Dabei trifft Wieblingen auf einen wiedererstarkten Gegner. Denn Dossenheim kommt immer besser in Fahrt, was auch der 31:19-Erfolg gegen Ettlingen zeigt. Dabei dominierte Dossenheim von Beginn an und zog über 10:3 und 14:5 schon zur Pause entscheidend auf 15:7 davon. „Wir haben eine überragende Abwehr gespielt“, so Spielertrainer Nicolai Elfner, der sich besonders über das Debüt von Max Dehnert freute. Der A-Jugendspieler traf gleich vier Mal.

 

Noch beeindruckender präsentierte sich der TSV Rot, der durch das 29:26 die TG Eggenstein von der Tabellenspitze stürzte und sich selbst wieder ins Meisterschafts-Rennen brachte. Nur zwei Punkte trennen Rot vom neuen Spitzenreiter SG Leutershausen II. Dabei war Rot im Gegensatz zur schwachen Vorstellung vor einer Woche gegen Aufsteiger Neuthard (17:20) nicht wieder zu erkennen. Nur die Chancenverwertung in der ersten Halbzeit ließ zu wünschen übrig, weshalb Rot mit einem 14:16-Rückstand in die Pause ging. Nach dem 17:19 dann aber die stärkste Phase des TSV, der mit vier Treffern in Folge die Partie wendete und für eine Überraschung sorgte.

 

Auch der TV Eppelheim sorgt weiter für Furore, durch das 35:23 bei der TGS Pforzheim 2 steht man auf dem zweiten Tabellenplatz. Dabei profitierte Eppelheim von einem Blitz-Start zum 5:0. Die Partie war bereits beim 19:11 zur Pause entschieden. Eppelheims Trainer Robin Erb konnte sich vor allem über die sieben Tore von Talent Leon Dennhardt freuen: „Auf die Routiniers können wir natürlich noch nicht verzichten. Aber wenn man sieht, dass unsere Youngsters zusammen 14 Tore geworfen haben, weiß man, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Sie sind unsere Zukunft!“

 


Christopher entscheidet Bruder-Duell der Körners

(soz) In der Handball-Badenliga besiegt St. Leon die TSG Wiesloch

 

Heidelberg (soz) Zum Schluss standen sie alle zusammen im Foyer der Reilinger Sporthalle. Christopher Körner, seine Brüder Kevin und Patrick sowie die Mutter der drei und unterhielten sich über den großen Kampf zuvor. Das Nachbarschafts-Duell in der Handball-Badenliga entschied die HSG St. Leon/Reilingen 26:24 gegen die TSG Wiesloch. Doch wie im Vorjahr war es auch ein Duell der Familie Körner. Christopher ist Trainer bei der HSG, Patrick Trainer in Wiesloch, Kevin seit dieser Runde Spieler der TSG.

 

„Es war der erste Erfolg gegen meinen Bruder“, sagt Christopher, „natürlich freue ich mich für den Klub. Aber gegenüber Patrick habe ich ein schlechtes Gewissen. Ich möchte nicht, dass Wiesloch absteigt.“

 

Trotzdem war der Sieg auch für St. Leon richtig wichtig. Denn 40 Minuten war Wiesloch die bessere Mannschaft. Gestützt auf einen starken Torhüter David Böhler führte die TSG kurz vor der Pause 9:15. Vor allem in der Offensive zeigte die TSG während der gesamten ersten Spielhälfte die bessere Raumaufteilung, das effektivere Zusammenspiel und konnte die viel zu passiv wirkende Defensive der HSG ein ums andere Mal düpieren. Die HSG kam offenbar zunächst mit dem Druck des Keller-Duells nicht zurecht, machte viele Fehler. Doch gegen Ende des ersten Durchgangs schmolz Wieslochs Vorsprung, St. Leon verkürzte durch drei blitzsauber herausgespielte Treffer auf 12:15.

 

Nach dem 17:20 wirkte St. Leon wesentlich konzentrierter. Die Abwehr war nun sehr beweglich, ließ mit ihrer Kompaktheit und Aufmerksamkeit den Gegner nicht mehr zur Entfaltung kommen. Zwei klug herausgespielte Treffer über Rechtsaußen und den Kreis brachten den 19:20-Anschlusstreffer, wiederum eine gelungene Abwehr-Aktion brachte schließlich durch einen erfolgreichen Tempogegenstoß den vielumjubelten 20:20-Ausgleich. Das HSG-Team war nun eindeutig Chef im Ring und gefiel in der Schussphase durch sein großes Engagement und die größeren Kraft-Reserven. Mit gut strukturierten Angriffen und überlegt herausgespielten Chancen ging man mit 24:22 in Führung.

 

„Zum Schluss haben wir es clever heruntergespielt“, sagte Christopher Körner, „für uns war dieser Sieg auch für die Moral sehr wichtig. In den Wochen zuvor haben wir oft die Partien beherrscht, sind gegen Ende eingebrochen. Jetzt war es umgekehrt.“

 

Der TSV Malschenberg gehört in dieser Saison zum Besten, was die Landesliga zu bieten hat. Das zeigte sich auch beim imponierenden 27:21 in Brühl. Nach dem 5:5 ließ der TSV keinen Zweifel aufkommen, wer besser ist und zog auf 6:14 davon. Nur beim 20:22 (55.) wurde es noch mal eng, doch eine Auszeit und das 20:23 des starken Fabian Klefenz (insgesamt zehn Tore) entschieden die Partie endgültig. Malschenberg liegt auf Platz drei.

 


Malschenberg bleibt Überraschungs-Team

(soz) Platz 3 in der Landesliga nach 31:25 gegen Laudenbach

 

soz. Wieder einmal reichte es der HSG St. Leon/Reilingen nicht, doch noch zu einem Punktgewinn zu kommen. Im Nachbarschafts-Duell der Handball-Badenliga beim HSV Hockenheim musste die HSG eine 26:29-Niederlage hinnehmen. Deren Zustandekommen basierte vor allem auf einer recht schwachen ersten Hälfte.

 

Die Gastgeber stellten im ersten Durchgang eine bewegliche und kompakte Defensive, gegen die sich das HSG-Team schwertat. Zu breit angelegt waren die Angriffe und zu selten wurde ein flüssiges Spiel gezeigt. St. Leon wirkte zu unbeweglich gegen ein HSV-Team, das mit einfachen Mitteln immer wieder zum Erfolg kam. Zwar konnte die HSG bis zum 8:7 den Anschluss halten, doch mehr und mehr setzte sich dann das effektivere Spiel der vom Ex-Nußlocher Admir Kalabic trainierten Hockenheimer durch. Die Gastgeber profitierten einerseits von ihren guten Kreuzbewegungen in der Offensive, aber auch vom nachlässigen Defensiv-Verhalten der etwas löchrigen 5:1-Abwehr der HSG.

 

Ebenso sollte die schwache Wurfquote der St. Leoner ein Negativ-Faktor sein. Nicht verwunderlich war, dass sich der HSV mit seinem bis zur Pause auf 16:11 absetzte. Der zweite Durchgang war dann wesentlich ausgeglichener. St. Leon wirkte nun deutlich konzentrierter, hatte aber weiterhin Defizite im Tor-Abschluss. Trotzdem kam man nun in der Offensive besser zum Zug, fand mit schnellem Spiel Lücken in der HSV-Defensive und war bim 20:18 auf zwei Tore herangekommen. Doch Hockenheim ließ sich nicht von seinem Konzept abbringen, nutzte wieder die Schwächen in der HSG-Abwehr und legte nochmals auf 26:22 vor. In der spannenden Schlussphase schnupperten die Gäste erneut am Punkt-Gewinn, als sie auf 26:27 herankamen. Doch gerade in den letzten Minuten fehlten Übersicht und Kaltschnäuzigkeit.

 

Trainer Christopher Körner erklärte: „In der ersten Halbzeit hat die Aggressivität, der nötige Zugriff und die Einstellung vor allem in der Defensive gefehlt. Ebenso klappte die Abstimmung nicht. Die Chancenverwertung war schlecht. In der zweiten Hälfte hat die Mannschaft Charakter gezeigt. Leider fehlte vorne der Lucky Punch.“

 

Dadurch zählt St. Leon weiter zu den abstiegsgefährdeten Teams. Auch die TSG Wiesloch bleibt nach dem 30:33 gegen den TSV Viernheim im Tabellenkeller. Entscheidend nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit waren vier Treffer in Folge: Die Hessen zogen dabei von 18:18 auf 18:22 davon. Diesem Rückstand lief Wiesloch den Rest des Spiels hinterher. Beim 24:29 nach 53 Minuten war die Entscheidung gefallen.

 

In der Landesliga bleibt der TSV Malschenberg das Überraschungs-Team der Saison. Die Mannschaft von Trainer Christian Ruß überzeugte auch beim 31:25 gegen die TG Laudenbach und liegt auf dem dritten Tabellenplatz – lediglich einen Minuspunkt hinter Tabellenführer Dittigheim. Dabei ließ sich Malschenberg auch nicht von einem schwachen Start aus dem Konzept bringen – nach 9 Minuten stand es 1:6. Doch nun kämpfte sich Malschenberg zurück und glich zum 9:9 aus. Die Entscheidung fiel in den letzten zehn Minuten der Partie: Der TSV drehte auf und erzielte nach dem 23:22 vier Treffer in Folge.

 

Der TV Bammental kassierte beim 33:37 in Hemsbach die fünfte Niederlage in Folge. Zu Beginn sahen die mitgereisten Anhänger allerdings einen starken TVB – beim 10:5 nahm Hemsbach eine Auszeit. Die kurze Unterbrechung brachte Bammental völlig aus dem Konzept, Hemsbach konnte sieben (!) Tore in Serie erzielen. Eklatante Abspielfehler und Nachlässigkeiten in der Abwehr waren schließlich der Grund für die Niederlage. 


Dossenheim bejubelt Derby-Sieg

(soz) Handball-Verbandsliga: Dramatisches 25:24 in Eppelheim

 

Heidelberg (soz) Nach vielen vergeblichen Versuchen in den letzten Jahren gelang es der TSG Dossenheim in einem bis in die letzte Sekunde heiß umkämpften Handball-Thriller, erstmals die Punkte aus dem Eppelheimer CSSC zu entführen. Der heimische TVE unterlag im Verbandsliga-Derby knapp 24:25 (10:14) und haderte am Ende wieder einmal mit seiner schlechten Chancen-Verwertung. „Zwei Siebenmeter und sieben freie Würfe haben wir ausgelassen. Das hat uns den Sieg oder zumindest einen Punkt gekostet“, meinte ein enttäuschter Trainer Robin Erb.

 

Aber nicht nur daran lässt sich der Sieg der Gäste festmachen. Obwohl extra darauf hingewiese wurde, klappte das Rückzugsverhalten gegen den schnellen TSG-Rechtsaußen Lukas Jünger vor allem im ersten Abschnitt nicht. Deshalb lag Dossenheim von Anfang an in Führung, die die Gäste nach dem 4:5 auf 6:11 ausbauten. Die Auszeit der Eppelheimer Trainer verpuffte, weil eine diskutable Strafzeit den neuen Elan stoppte. Mit 10:14 ging es in die Pause – allerdings mit einem gewaltigen Handicap für die Dossenheimer, denn sie fingen sich in den letzten Sekunden beim Versuch, die korrekte Ausführung eines Freiwurfs zu verhindern, gleich zwei Zeitstrafen ein.

 

Diese doppelte Überzahl nutzten die Hausherren, schlossen nach Wiederanpfiff auf 13:14 auf und bereiteten so den Weg für eine emotional aufreibende Partie. Sebastian Scheffzek glich mit einem seiner insgesamt acht Tore zum 16:16 aus, Michael Hofmann warf die erste Führung des TVE heraus – aber die TSG konterte immer wieder. So wechselte die Führung bis zur bereits erwähnten Schlussphase, als die Hausherren gleich drei freie Würfe nicht nutzen konnten. Der letzte Versuch, mit dem siebten Feldspieler zum Erfolg zu kommen, scheiterte, die Dossenheimer durften ihren Erfolg bejubeln.

 

Erbs Trainer-Partner Sebastian Dürr, vor allem für die Abwehr zuständig, beklagte die mangelnde Cleverness in vielen Situationen: „Sicherlich ist Dossenheims Kreisläufer Oliver Komarek mit seinen 2 Meter 10 schwer zu verteidigen – aber dass wir auch von außen so viele Tore bekommen, will mir nicht in den Kopf."

 

Dossenheim hat angefangen, das wahr zu machen, was Spielertrainer Nicolai Elfner nach dem enttäuschenden Start des Vize-Meisters angekündigt hatte: „Wir räumen in den nächsten Wochen noch einiges ab.“

 

Der TSV Wieblingen enttäuschte auswärts erneut: Nach dem 17:39 in Rot kassierten die Heidelberger auch beim TSV Malsch eine unerwartet deutliche 18:32-Niederlage. Dabei war Wieblingen in allen Belangen unterlegen: In der Abwehr nicht aggressiv genug, im Angriff ideenlos und viel zu fehlerhaft. Deshalb führte Malsch bereits zur Pause 18:6 und damit überraschend hoch gegen den eigentlich ebenbürtigen Gegner. Wieblingen muss sich jedenfalls deutlich steigern, um beim großen Prestige-Duell kommenden Samstag in Handschuhsheim eine Chance zu haben.

 

Die „Löwen“ selbst holten mit dem 23:23 in Ettlingen einen Auswärts-Punkt. Doch für Handschuhsheims Trainer Jonas Kari war mehr drin: „Beim Gegner haben mehrere wichtige Spieler gefehlt. Aber wir haben bei weitem nicht unser Potenzial abgerufen, müssen am Ende noch froh über einen Punkt sein. Deshalb bin ich unzufrieden.“

 

Enttäuscht ist auch der TSV Rot. Gegen Aufsteiger Neuthard kassierte Rot bereits die zweite Heim-Niederlage (17:20) in dieser Saison und hat damit in eigener Halle bereits fünf Punkte abgegeben. Gegenüber dem Spiel in Pforzheim hatte sich die Spielerdecke in diesem Spiel noch weiter gelichtet. Mit Pascal Freiseis fehlte in dieser Begegnung noch ein weiterer wichtiger Spieler. Im Angriff verfügte die Mannschaft von Roland Mächtel in Dominik Steinhauser dadurch lediglich noch über einen etatmäßigen Rückraumspieler. Das machte es der gegnerischen Abwehr natürlich bedeutend einfacher. Tore hatten vor allem im ersten Durchgang Seltenheitswert, was der magere Spielstand zur Pause auch deutlich zum Ausdruck bringt (6:11).

 

Gleich nach dem Wechsel konnte Neuthard den Vorsprung sogar auf sechs Treffer ausbauen. Erst gegen Mitte der zweiten Halbzeit kam der TSV etwas besser ins Spiel. Nach dem 16:18 (56. Min) hatte Rot sogar noch gute Chancen, das Spiel komplett zu drehen. Aber mehrere aussichtsreiche Konter-Angriffe wurden nicht konsequent zu Ende geführt.

 


„Unser Wille war überragend“

(soz) Wie Handball-Verbandsligist TV Eppelheim das Derby beim TSV Handschuhsheim gewann

 

Heidelberg (soz) Es war alles geboten, was ein tolles Nachbarschafts-Duell ausmacht: 300 Zuschauer, heiße Zweikämpfe, hitzig diskutierte Schiedsrichter-Entscheidungen (zum Beispiel die rote Karte gegen Eppelheims Mirko Hess). Am Ende gewann der TV Eppelheim das erstmals in der Verbandsliga ausgetragene Derby beim TSV Handschuhsheim 26:24.

 

Auch gestern haderte Löwen-Trainer Jonas Kari noch mit der Niederlage: „Es tut immer noch weh, ich habe immer noch daran zu knabbern. Nachdem wir in den vergangenen Jahren nicht so oft verloren haben, ist es schwer für uns, sich ans Verlieren zu gewöhnen.“ Handschuhsheim wurde vergangenes Jahr Landesliga-Meister und stieg souverän in die Verbandsliga auf.

 

Aber Kari, das kommt im Gespräch heraus, ist auch stolz auf seine Mannschaft: „Wir haben Eppelheim zu einer sehr guten Leistung gezwungen. Selbst beim Sieg in Rot haben sie nicht so gut gespielt wie jetzt gegen uns. Das ist eine richtige Zocker-Truppe, die besonders heiß ist, wenn viele Zuschauer in der Halle sind.“

 

Entscheidend war die Phase kurz vor der Pause, als sich Eppelheim auf 11:14 absetzte. „Das waren zwei, drei Fehler zu viel“, analysierte Kari, „die hätten uns in diesem Spiel nicht passieren dürfen.“ Die Gäste hatten sich vor allem auf die schnelle Mitte der Gastgeber eingestellt. Zwar konnte Handschuhsheim den einen oder anderen Treffer nach einem erweiterten Konter erzielen, aber die entscheidende Waffe war es an diesem Abend nicht. Das verhinderte das flinke Rückzugsverhalten des Rivalen.

 

Selbst nach dem umstrittenen Platzverweis für Eppelheims Haupttorschützen Mirko Hess (6 Tore) nach 45. Minuten blieben die Gäste cool. Zwar gelang Handschuhsheim der 20:20-Ausgleich, doch dann drückte Philipp Stotz dem Spiel seinen Stempel auf und erzielte drei Treffer in Folge. Beim 22:25 war die Partie entschieden und die Gewissheit endgültig, dass Eppelheim in dieser Saison ein Spitzenteam der Verbandsliga ist. Der TVE belegt den dritten Platz.

 

TVE-Trainer Robin Erb freute sich: „Unser Wille war überragend. Außer den Punkten geht es in solch einem Derby ja auch ums Prestige. Und da kommen wir kaum zum Luftholen, am Samstag steht schon wieder das nächste Nachbarschafts-Duell gegen Dossenheim auf dem Programm.“

 

Auch Handschuhsheims Terminkalender ist prall gefüllt. Heute (20.30 Uhr) geht es im Halbfinale des badischen Pokals zum Landesligisten Odenheim.

 

Der TSV Wieblingen hat die beiden Auswärts-Niederlagen in Folge gut verkraftet und gewann gegen die HSG Ettlingen 33:25. Pech hatten die Gäste, weil sich Yannick Epse beim Stand von 3:3 verletzte. Der bis dato einzige Ettlinger Torschütze musste mit Verdacht auf einen Mittelhandbruch ins Krankenhaus. Die Karlsruher präsentierten sich danach geschwächt und sicherlich auch etwas geschockt, so dass Wieblingen auf 10:4 vorentscheidend davonzog. Zwar verkürzte Ettlingen noch einmal auf 23:20, aber der TSV konnte sich vor allem auf Torwart Janis Jung und den 15fachen Torschützen Marco Widmann verlassen. Mit fünf Treffern in Folge entschied Wieblingen das Spiel endgültig.

Obwohl der TSV Rot ohne sechs verletzte Stammspieler antrat, gewann man 27:24 bei der TGS Pforzheim II. Vor allem Dominik Steinhauser erwischte einen Sahnetag und erzielte zehn Tore. Nach dem 18:20 zogen die starken Roter auf 19:24 davon und überstanden auch die


Wieslochs Befreiungsschlag

(soz) Handball-Badenligist gewinnt 31:21 in Friedrichsfeld und löst sich vom Tabellenende

 

Heidelberg (soz) Die Erleichterung ist groß beim Handball-Badenligisten TSG Wiesloch. Nach schwierigen Wochen und dem Sturz ans Tabellenende befreite sich der letztjährige Vize-Meister durch ein beeindruckendes 31:21 beim eigentlich so heimstarken TV Friedrichsfeld. Nach dem 9:9 (24.) nutzte Wiesloch technische Fehler der Gastgeber eiskalt aus und legte bis zur Pause auf 10:14 vor. Noch besser lief es für die TSG im zweiten Durchgang. In der 38. Minute führten die Gäste bereits 13:20, in der 51. Minute sogar 18:28. Während Friedrichsfeld aufgab und längst konsterniert wirkte, spielte sich Wiesloch in einen Rausch. Trainer Patrick Körner freute sich: „Wir haben durchgängig gut gespielt. Diese Leistung müssen wir nun in den nächsten Wochen bestätigen.“

 

Die HSG St. Leon/Reilingen kommt nicht aus dem Tabellenkeller. Leichtfertig verspielte der Fusions-Klub den zweiten Saison-Erfolg, musste sich mit einem 25:25 gegen Stutensee begnügen. Dabei hatte St. Leon lange alles im Griff und sah drei Minuten vor dem Ende beim 25:22 wie der sichere Sieger aus. In den folgenden zwei Angriffen vergab das HSG-Team zunächst eine hundertprozentige Torchance, musste im Gegenzug einen Treffer der Gäste hinnehmen. Zu allem Überfluss scheiterte der ansonsten sichere Schütze Christian Decker zehn Sekunden vor Spielende mit einem Siebenmeter, dessen Verwandlung den Sieg bedeutet hätte. Gegen eine schlecht postierte HSG-Abwehrmauer gelang Kai Rudolf mit einem direkt verwandelten Freiwurf in der Schlusssekunde noch der Ausgleich.

 

In der Landesliga musste der TSV Malschenberg eine 29:30-Heim-Niederlage gegen die HSG Mannheim hinnehmen. Dabei bekamen die Gastgeber Mannheims Stefan Tunkl nie in den Griff: Der Rückraum-Kanonier erzielte zwölf Treffer. Fast über die gesamte Spielzeit lag Mannheim vorne: 5:9 (13.), 12:16 (26.), später 21:25 (47.). Doch es spricht für die Moral der Malschenberger, dass sie nie aufsteckten und sich immer wieder herankämpften. Beim 26:27 sechs Minuten vor dem Ende drohte die Partie zu kippen. Doch erneut ein zu passives Verhalten in der Abwehr war ausschlaggebend für die zweite Saison-Niederlage. Trotzdem bleibt Malschenberg mit 8:4 Punkten oben dran und hat am nächsten Sonntag mit der Partie gegen den Tabellen-Sechsten TG Laudenbach das nächste Spitzenspiel vor der Brust.

 

Nach einem guten Saison-Start enttäuscht der TV Bammental seit Wochen – beim 29:37 beim Aufsteiger TV Brühl zeigten sich immer wieder große Lücken in der Abwehr. Schon zur Halbzeit kassierte Bammental 20 Gegentreffer. Trainer Marc Winterhalder erklärt: „Fast kein Spieler hat seine normale Leistung abgerufen. Wir haben zu viele technische Fehler gemacht, die immer wieder leichte Gegentore zur Folge hatten.“

 

Aufsteiger TSV Rot II hielt beim 22:29 gegen den ungeschlagenen TV Mosbach nur in den ersten 15 Minuten mit. Danach zogen die Gäste auf 11:16 davon. Zwar verkürzte der tapfer kämpfende Tabellen-Vorletzte noch einmal auf 16:18 (37.), stand danach aber wieder auf verlorenem Posten.

 

Ohne mehrere Stammspieler hatte der TSV Wieblingen 2 in der 1. Kreisliga keine Chance gegen den SC Wilhelmsfeld. Den Gastgebern fehlten die spielerischen Mittel, um sich durchzusetzen – am Ende bejubelte Wilhelmsfeld einen in dieser Höhe nie erwarteten 24:12-Erfolg und die ersten beiden Punkte in dieser Saison.

 


(soz) Verbandsliga Männer

 TSV Rot gegen TV Eppelheim

(soz) Badenliga Frauen

 TSV Rot gegen SG Pf/Eutingen

 TSG Wiesloch gegen HG Oftersheim/Schwetzingen

 

Oberliga Männer/Frauen:


Bessermacherin Strienz verlässt Nußloch

(soz) Frauen-Viertligist gewinnt gegen St. Leon, verliert aber seine Trainerin

 

Nußloch (soz) Während die hochambitionierten Männer den Verantwortlichen der SG Nußloch große Kopfschmerzen bereiten und nach der Derby-Blamage gegen Großsachsen auf den fünften Platz stürzten, machen die Frauen richtig Spaß. Das 26:25 im Nachbarschafts-Duell gegen die HSG St. Leon/Reilingen ist der vorläufige Höhepunkt einer beeindruckenden Aufholjagd. „Zurzeit sind die Frauen top und die Männer flop“, reimt Geschäftsführer Manfred Gspandl treffend. „Wir sehen jetzt, dass die Mannschaft das Potenzial für die Baden-Württemberg-Liga hat.“

 

Zu Beginn der Saison lag Nußloch lange Zeit sieglos auf dem letzten Platz. Doch nach der Rückkehr mehrerer Leistungsträgerinnen sind die Aufsteigerinnen ein ernst zu nehmender Gegner geworden, die nach acht Punkten aus sechs Spielen den Anschluss ans untere Mittelfeld hergestellt haben. Wichtiger noch ist das Wissen um die Konkurrenzfähigkeit des Kaders. „Wir können jetzt den Teams aus dem oberen Drittel nicht nur Paroli bieten, sondern sie auch bezwingen“, sagt Gspandl. „Ich bin zuversichtlich, dass wir den Klassenerhalt schaffen.“

 

Doch das ist noch ein langer Weg. Zu früh feiern ist nicht – besser gesagt: ist nicht mehr. Mit vorgezogenen Sieges-Partys haben sie in Nußloch so ihre (schlechten) Erfahrungen gemacht. In der Vor-Saison feierte die Mannschaft nach zwei großen Erfolgen hintereinander gegen den Meisterschafts-Konkurrenten Wiesloch, stürmte nicht nur die Tabellenspitze, sondern nachts in Trikots auch noch die Prunksitzung des örtlichen Fastnachts-Vereins. „Niemand knackt die Nussis“, wurde zum geflügelten Spruch. Eine Woche später verlor Nußloch beim Abstiegs-Kandidaten Viernheim...

 

„Das passiert meinen Mädels nie mehr“, ist Trainerin Nadine Strienz überzeugt. Im Kalender stehen deshalb nur zwei Festivitäten: Mitte Dezember die Weihnachtsfeier des Vereins, und Anfang Mai eine mögliche Nichtabstiegs-Fete. Vorher gibt es trotz der Siege meistens Selters statt Sekt.

 

Gegen St. Leon kämpfte sich Nußloch Mitte der zweiten Halbzeit zurück ins Spiel. Denn die Gäste hatten, begünstigt durch eine Schwächephase der Gastgeberinnen, die es fünf Minuten lang mit der Brechstange und Einzelaktionen versuchten, auf 18:21 vorgelegt. Nußlochs Torfrau Vanessa Dörr sorgte mit mehreren tollen Paraden in Folge dafür, dass St. Leon die Partie nicht frühzeitig entschied. Innerhalb von drei Minuten glich Nußloch aus (21:21, 50.), lag erneut zurück (22:24, 52.). Doch eine Minute vor Ende erzielte Katharina Lemke mit ihrem fünften Tor den Siegtreffer.

 

Trotzdem ist in diesen Tagen nicht alles supi in Nußloch. Denn die Frauen holten zwar zwei Punkte, verlieren aber nach der Saison ihre (Erfolgs-)Trainerin. Nadine Strienz zieht Ende Dezember zurück in die Nähe von Stuttgart, wo sie ab 1. Februar eine Stelle als Lehrerin arbeitet. „Ein großer Verlust“, weiß Geschäftsfüher Gspandl. „Sie hat aus einer gebrochenen Mannschaft, die zweimal in Folge abgestiegen ist, in kürzester Zeit wieder eine Einheit geformt.“

 

Strienz ist eine Bessermacherin. Seitdem sie Nußloch vor eineinhalb Jahren übernommen hat, geht es aufwärts, ist eine stetige Entwicklung erkennbar. „Die Nadine“, erklärt Gspandl, „ist sehr konsequent, verlangt sehr viel, macht es aber auch vor: Denn sie lebt Handball.“

 

Strienz selbst verlässt Nußloch nur ungern. „Es tut mir richtig weh, denn Nußloch ist zu meiner zweiten Heimat geworden. Ich wurde wie in eine Familie aufgenommen.“

 

Jetzt suchen beide: Strienz einen neuen Klub (im schwäbischen), Nußloch einen neuen Trainer (oder eine Trainerin). Obwohl Strienz die SG erst im Sommer verlässt, soll der Übungsleiter so schnell wie möglich präsentiert werden. Um den bestmöglichen Strienz-Nachfolger zu finden, helfen natürlich Siege wie der gegen St. Leon...

 

Der TSV Rot spielt in der Frauen-Badenliga weiterhin eine starke Saison. Der letztjährige Abstiegskandidat liegt nach dem 31:22 in Königshofen auf dem sechsten Platz. Nach dem 7:9-Rückstand konterte die erneut herausragend aufspielende Evelyn Hoffmann mit drei Toren in Folge. Zur Pause hatte Rot einen beruhigenden 15:10-Vorsprung herausgespielt. Zwar verkürzte Königshofen noch einmal auf 19:21 – erneut drei Treffer in Folge entschieden die Partie frühzeitig (19:24, 53.).


14 Tore von Evelyn Hoffmann

(soz) Trotzdem verlor Frauen-Badenligist Rot in Viernheim

 

soz. Zweite Niederlage für die HSG St. Leon/Reilingen in der Baden-Württemberg-Liga der Frauen. Beim 24:26 gegen Strohgäu kam der einstige Tabellenführer nur schleppend ins Spiel und lag bereits nach vier Minuten 1:5 zurück. Die zehn Minuten vor der Pause gehörten allerdings St. Leon. Die Gastgeberinnen schlossen auf (15:15). Bis zum 18:19 hielt St. Leon in der zweiten Halbzeit mit, vom erneuten Vier-Tore-Rückstand (18:22) erholte sich die Mannschaft von Trainer Sascha Kuhn allerdings bis zum Schluss nicht mehr.

 

Eine starke Leistung zeigte der TSV Rot in der Frauen-Badenliga. Beim Tabellenführer TSV Viernheim unterlag Rot nur knapp 28:29. Dabei sah es lange sogar nach einem Sieg für die Gäste aus. Angetrieben von einer prächtig aufgelegten Evelyn Hoffmann, die 14 (!) Treffer erzielte, lag der TSV 10:5 und zur Pause immer noch 14:12 vorn. Auch in der zweiten Halbzeit hielt Rot, letztes Jahr noch Abstiegs-Kandidat, mit und wurde erst unglücklich in der Schlussphase besiegt. Vier Sekunden vor dem Ende kassierte Rot das 28:29 und musste trotz einer großartigen Leistung geschlagen nach Hause fahren.

 

Einen souveränen Start-Ziel-Sieg fuhr die TSG Wiesloch ein: Das 31:24 beim TSV Rintheim war nie gefährdet, was die Zwischenstände von 9:5, 12:6 und 18:11 belegen. Johanna Sauter mit elf Treffern war einmal mehr beste Wieslocher Torschützin.

 


Landesliga & Kreisliga Männer/Frauen:

Malschenberg Tabellenführer!

(soz) Landesliga: Durch 28:27 im Spitzenspiel gegen Dittigheim

 

Heidelberg (soz) Die Anerkennung in der Handball-Branche für diese herausragende Vorrunde ist dem TSV Malschenberg gewiss. Der Landesligist, den vor der Saison niemand, aber wirklich niemand auf der Rechnung hatte, gewann das dritte Spitzenspiel in Folge. Nach dem 23:22 gegen den aktuellen Tabellen-Vierten Hemsbach und dem 28:19 beim Fünften Mosbach gelang Malschenberg nun der größte Coup: 28:27 besiegte der TSV den vorher ungeschlagenen Tabellenführer und Aufstiegs-Favoriten Dittigheim. Durch den neunten Saison-Erfolg im elften Spiel übernahm Malschenberg selbst die Tabellenführung.

 

Die „Büffl“, wie sie sich selbst nennen, imponierten erneut mit ihrer Leidenschaft und klugem Angriffsspiel. Nach dem 14:13 zur Pause legten sie auf 18:14 vor. Dittigheim schlug zurück, meistens durch den zwölffachen Torschützen Viktor Bodo, und kam zum 22:22-Ausgleich (48.). Doch das schockte die selbstbewussten Gastgeber keineswegs: Marcel Becker entschied den Landesliga-Kracher mit seinem ersten Tor in diesem Spiel acht Sekunden vor dem Ende (28:26).

 

Der TV Bammental verschaffte sich im Abstiegskampf durch das 30:24 gegen Laudenbach etwas Luft. Dabei taten sich Steffen Dollinger mit elf Treffern und Torwart Vitus Müller, der in der Endphase wichtige Bälle halten konnte, besonders hervor.

 

Ähnlich war es beim 24:18 von Aufsteiger TSV Rot 2 gegen die TSG Wiesloch 2. Zehn Treffer von Julian Körner und ein starker Jannik Steger im Tor sicherten zwei Punkte im Abstiegskampf.

 

Dritter Sieg in Folge für die TSG Wiesloch in der Badenliga: Das 35:33 verschafft Wiesloch ebenfalls ein wenig Luft im Abstiegskampf. Dabei führte sich Neuzugang Timo Zehrbach prächtig ein und erzielte sechs Tore.

 

Tolle Aufholjagd der HSG St Leon/Reilingen. Trotz eines 18:24-Rückstands elf Minuten vor dem Ende holte die HSG beim Angsgegner TV Knielingen noch ein 25:25. In der Schlussphase dominierte St. Leon durch ein vorbildliches Mannschaftsspiel, Treffern aus dem Rückraum, über den Kreis und den Außen und kam in der letzten Minute durch Andreas Rausch zum vielumjubelten 25:25 Ausgleichstreffer. Nach gelungenem Abwehren des letzten Knielinger Angriffs hatte die HSG durch eine 100%ige Torchance Sekunden vor dem Schlusspfiff sogar noch die Chance zum Siegtreffer. Trainer Christopher Körner war stolz: „Die Mannschaft hat eine unheimliche Moral gezeigt und hat sich nie hängen lassen. Ich ziehe den Hut vor meinem Team.“


„Befreit und locker“

(soz) Malschenberg begeistert auch beim 27:19 in Mosbach

 

Heidelberg (soz) „Wir genießen diese Situation“, sagt Christian Ruß. Völlig unerwartet steht der Trainer mit seinem TSV Malschenberg auf Platz zwei in der Landesliga. Auch das Spitzenspiel beim TV Mosbach gewann die Mannschaft vom Letzenberg in beeindruckender Art und Weise 27:19. Die Gäste dominierten die Partie über weite Strecken: Vor allem zu Beginn (4:8 und 7:11) und ab der 45. Minute. Da zog der TSV vom 16:17 (43.) auf 18:24 (50.) davon.

 

„Wir sind befreit und locker“, hat Ruß erkannt. „Die Mannschaft kann ohne Druck spielen, das macht bei ihr offenbar einen großen Unterschied aus und setzt Kräfte frei.“ In der Vor-Saison kämpfte Malschenberg lange gegen den Abstieg. Aber schon da, gegen Ende der Runde, sah man eine Entwicklung. „Wir haben vielleicht nicht das große spielerische Talent anderer Mannschaften“, erklärt Ruß das Geheimnis des Erfolgs, „aber wir halten zusammen und spielen meistens eine richtig gute Abwehr, in der jeder für den anderen da ist. Die Siege zuletzt gaben uns natürlich auch Selbstvertrauen.“

 

Doch Ruß hält nichts davon, das Saison-Ziel („Sorgenfreie Runde“) zu korrigieren. „Das wäre völlig verkehrt. Wir sollten bescheiden und demütig bleiben. Wir sollen uns freuen über den Verlauf der Runde und auf das dritte Spitzenspiel in Folge.“

 

Am Sonntag gastiert Spitzenreiter Dittigheim in der Mannaberghalle. „Die sind Favorit, die wollen aufsteigen, die haben Druck“, meint Ruß. „Wir fühlen uns als Außenseiter richtig wohl.“

 

Landesliga-Aufsteiger TSV Rot 2 verlor das Keller-Duell beim Tabellenletzten SV Waldhof 24:27. Dabei produzierten die Gäste eine Vielzahl an technischen Fehlern, agierte zu statisch und ohne Spielwitz.

 

Die TSG Wiesloch verschafft sich im Abstiegskampf der Badenliga durch das überzeugende 31:26 gegen Stutensee ein wenig Luft. Entscheidend für den Erfolg war ein 8:2-Lauf in der zweiten Halbzeit zum 27:21.

 

Auch die HSG St. Leon/Reilingen gewann – 26:21 gegen Pforzheim. Dabei lag St. Leon zur Pause noch 11:14 zurück, legte aber nach dem 16:16 durch eine hervorragende Abwehr-Arbeit (nur ein Treffer in zwölf Minuten) den Grundstein für den wichtigen Erfolg.

 

(soz) 1.Kreisliga Männer

 SC Sandhausen gegen PSV Knights Heidelberg 1.Kreisliga Männer

 TSV Malschenberg 2 gegen TV Sinsheim



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Geschichten aus dem Kreis


Handballer aus Leidenschaft

Der Kreisvorsitzende Jürgen Brachmann wird heute 65

 

(soz) Ein Klassenkamerad lud ihn Mitte der 1960-er Jahre mit den Worten ein: „Komm’ doch mal ins Handball-Training!“ Und Jürgen Brachmann, damals 15, besuchte bei der KuSG Leimen tatsächlich eine Übungseinheit. Seit diesem Tag ist er Handballer aus Leidenschaft.

 

Erst Spieler: „Im Großfeld! Auf Asche! Als Läufer und Außen! Meine Stärke war die Schnelligkeit.“ Dann Funktionär, weil sich bereits mit 25 der Ischias-Nerv auf unerträgliche Weise bemerkbar machte und er als Aktiver aufhören musste. Er wurde Trainer u.a. bei seinem Heimat-Klub KuSG Leimen, dem BSC Mückenloch und der SG Walldorf. Später Rechtswart beim badischen Verband. Und Schiedsrichter: „Ich habe nie eine Rote Karte zeigen müssen wegen Beleidigung. Ich habe versucht, die Spiele so zu leiten, dass immer eine Linie erkennbar war. Einmal ist es mir offensichtlich so gut gelungen, dass die Spielerinnen nach einem Foul freiwillig vom Spielfeld runtergingen, als ich noch gar nicht gepfiffen hatte – weil sie wussten, sie bekommen jetzt eine Zwei-Minute-Strafe.“

 

2013 schließlich der Höhepunkt seiner Funktionärs-Karriere, als Brachmann in Wilhelmsfeld zum Vorsitzenden des Handball-Kreises Heidelberg gewählt wurde.

 

Er ist keiner, der zu allem Ja und Amen sagt. Er ist einer, der mahnend den Zeigefinger hebt, wenn seiner Meinung etwas falsch läuft – vor allem, wenn es um Belange beim badischen Handball-Verband geht. Er weiß: „Das kommt nicht überall gut an. Es gab schon einige Dinge, bei denen ich angeeckt bin. Aber das werde ich auch in Zukunft tun. Denn als ich vor vier Jahren gewählt wurde, habe ich diese kritische Begleitung in meiner Antrittsrede versprochen.“

 

Jürgen Brachmann wird an diesem Freitag 65. Den runden Geburtstag feiert Heidelbergs Handball-Boss heute Abend mit seiner Familie in einem Walldorfer Hotel. Dabei sind natürlich auch seine drei Söhne (35, 33, 19). Die spielen übrigens alle drei Tennis. Dafür möchte Brachmann seinen Enkel Benedikt (2) gerne als Handballer sehen. Um ihm den Einstieg zu erleichtern, hat er ihm bereits einen kleinen Handball gekauft...

 

Im Frühjahr 2018 geht Brachmann in Rente – aber nur bei der Uni Heidelberg, wo er in der Verwaltung tätig ist: „Den Handballern bleibe ich noch ein paar Jahre erhalten. Die werden mich so schnell nicht los.“ Das „So schnell“ dauert nun schon über 50 Jahre.

 


„Noch ‘ne extra Runde gehüpft“

Dossenheimer Handballer gewinnen das Spitzenspiel und sind vorzeitig Herbstmeister

 

(soz). Die Dossenheimer hüpften gerade ein paar Siegesrunden im Kreis und genossen die Leichtigkeit des Seins, als die nächste gute Nachricht vermeldet wurde. „Irgendjemand schrie uns zu, dass Plankstadt verloren hat“, berichtet Spielertrainer Nicolai Elfner, „da sind wir eben noch ‘ne extra Runde gehüpft.“

 

Es lief alles richtig gut an diesem Wochenende für die Verbandsliga-Handballer der TSG Dossenheim: Sie gewannen das Spitzenspiel gegen den Zweiten Ettlingen 25:19, der eigentliche Top-Favorit Plankstadt patzte in Walzbachtal. Die TSG hat sich nun einen komfortablen Drei-Punkte-Vorsprung erarbeitet und ist bereits einen Spieltag vor dem Ende der Vorrunde ungeschlagener Herbstmeister.

„Wir sind definitiv in einem Flow“, bestätigt Elfner den neudeutschen Begriff, der in letzter Zeit immer dann hervorgeholt wird, wenn was Überraschendes eingetreten ist, das man rational nicht erklären kann. So ziemlich alle wussten im Sommer, dass Dossenheim eine gute Mannschaft hat – aber dass der letztjährige Dritte die Verbandsliga dominiert wie Bayern München zu besten Pep-Guardiola-Zeiten die Fußball-Bundesliga, das hatte wohl niemand auf der Rechnung.

 

Beispiele gefällig? Den TSV Rot, neben Plankstadt vor der Saison Aufstiegs-Favorit, 28:19 hergespielt. Jetzt dem Zweiten Ettlingen keine Chance gelassen, obwohl die TSG nicht ihre beste Leistung abrief. Elfner stellte selbstkritisch fest: „Es war kein berauschendes Spiel von uns, ich habe beispielsweise einen rabenschwarzen Tag erwischt. Dazu haben wir zu viele dumme Fehler gemacht und zu viele richtig gute Chancen liegen gelassen.“ Aber es reichte, um den Tabellen-Zweiten zu dominieren. Die TSG lag 10:5 (21.) und 12:8 (28.), beim 13:12 (33.) war das Spiel freilich wieder offen. Allerdings nur für kurze Zeit, denn Dossenheim setzte sich auf 20:14 (44.) und schließlich 23:18 (56.) entscheidend ab.

 

So nüchtern Elfner den großen Sieg beschreibt, so schwärmerisch wird er, wenn er über seine Mannschaft spricht: „Das ist so eine geile Truppe... Wir haben schon einen super Kader, sind breit aufgestellt. Keiner kriegt Kohle bei uns, ganz viele Spieler kommen aus der eigenen Jugend.“ So präsentiert sich Dossenheim Woche für Woche frisch, fröhlich und frei von der Leber weg. „Ich versuche immer, den Erwartungsdruck zu nehmen“, berichtet Elfner, „ich sage den Jungs, sie sollen sich lockermachen. Wenn wir das spielen, was wir können, können wir jeden in dieser Klasse schlagen.“ Offensichtlich rufen sie ihr Potenzial derzeit oft ab.

 

Wird auch nötig sein, um in zwei Wochen die nächste große Prüfung zu bestehen. Dann steigt der nächste Hit bei der TSG Plankstadt, mit drei Minuspunkten Rückstand immer noch Verfolger Nummer 1. „Ich bin überzeugt, dass wir auch dort richtig gut spielen werden“, sagt Elfner. „Der Druck liegt jetzt eindeutig bei Plankstadt. Die müssen abliefern. Wenn sie das auch noch verlieren, hätten sie fünf Punkte Rückstand auf uns.“ Was Elfner nicht sagt: Dann wäre immer noch nichts entschieden, aber das müsste eine Mannschaft gegen diese starken Dossenheimer erst einmal aufholen.